Wunsch nach Vergrößerung hat Riesensatz auf Platz 1 gemacht

Themen > Bauen & Wohnen

Mehr Platzbedarf durch Corona

Wunsch nach Vergrößerung hat Riesensatz auf Platz 1 gemacht

Bereits seit 2006 ermittelt die Hans Schütt Immobilien GmbH aus Kiel bei ihren Mietern die Gründe für Wohnungskündigungen.

Dabei hat im vergangenen Jahr der Wunsch der Mieter, sich zu vergrößern und zu verbessern mit einem Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 31 Prozent der Kündigungsgründe einen Riesensatz auf Platz 1 gemacht. Dies zeigt, dass aufgrund der Corona-Pandemie mehr Platzbedarf besteht.

Ulrike Beretta, Abteilungsleiterin Miethausverwaltung bei der Hans Schütt Immobilien GmbH: „Wer als Wohnungsmieter im Homeoffice sitzt, hat einen neuen Platzbedarf entwickelt. Aufgrund der eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten plus Homeoffice und -Schooling hält sich plötzlich die ganze Familie in den eigenen vier Wänden auf und jeder fordert seine Freiräume.“

Dies wirkt sich laut Schütt Immobilien nicht nur auf die Wohnungsgröße aus. Wurde noch bis vor einem Jahr die Grundrissgestaltung zugunsten eines großen Küche-, Wohn- und Essbereiches bevorzugt, gewinnen mehrere kleinere, aber abgeschlossene Räume eine ganz neue Bedeutung.

Berufliche Kündigungsgründe halten sich mit 28 Prozent auf Platz 2 des Rankings. „Berufliche Flexibilität hat gerade in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten einen hohen Stellenwert und das Wohnumfeld wird entsprechend angepasst“, erläutert Beretta.

Den dritten Rang bei den Wohnungskündigungen belegen mit 21 Prozent private Veränderungen. Diese lagen zu Mitte vergangenen Jahres mit 30 Prozent noch auf Platz 1, da nach dem ersten Lockdown häufig die Trennung vom Lebenspartner ausschlaggebend war.

„Es bleibt abzuwarten, ob sich der Trend, eine größere Wohnung zu suchen, fortsetzt, wenn sich auch nach Ende der Pandemie das Homeoffice weiter durchsetzt, und das tägliche Pendeln zur Arbeit in Teilen entfällt“, so Beretta abschließend.

 

www.schuett.de

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Neues Gesetz: Die geteilte Maklerprovision führt zu Interessenskonflikten

Themen > Recht & Gesetz

Neues Gesetz:

Die geteilte Maklerprovision führt zu Interessenskonflikten

Bildquelle: Pixabay

Am 23. Dezember 2020 ist das neue ,Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser’ in Kraft getreten. Zukünftig ist es nicht mehr möglich, dass ein Immobilienmakler für den ihn beauftragenden Verkäufer unentgeltlich tätig wird und der Käufer die Maklerprovision allein übernehmen muss. Der Verkäufer muss in diesem Falle mindestens die Hälfte der Provision übernehmen.

Insgesamt sind laut Gesetz 4 Wege zur Maklerprovision möglich:

 

1. Der Makler vereinbart jeweils zur Hälfte eine Provision mit dem Käufer und dem Verkäufer und vertritt somit die Interessen beider Seiten.

2. Der Verkäufer der Immobilie ist alleiniger Auftraggeber des Maklers und schuldet diesem die gesamte Provi­sion. Der Käufer verpflichtet sich im Kaufvertrag zur anteiligen Provisionszahlung.

3. Der Verkäufer der Immobilie verpflichtet sich, die komplette Provision an den Makler zu entrichten – Bestellerprinzip.

4. Der Käufer beauftragt den Makler mit der Suche nach einer Immobilie und übernimmt in diesem Fall als Besteller die volle Provision.

Vereinbart ein Makler eine Doppelprovision, dann darf er zukünftig vom Käufer nur so viel Provision verlangen, wie er auch mit dem Verkäufer vereinbart hat. Sollte der Makler mit dem Verkäufer keine Provisionsvereinbarung treffen, wie es in einigen Bundesländern (z. B. in Hamburg) üblich ist, so kann er auch vom Käufer keine Provision mehr verlangen.

Genau bei dieser Doppelprovi­sionsvereinbarung kann es schnell zum Interessenkonflikt kommen. Der Makler muss dem Verkäufer und dem Käufer die gleichen Informationen zur Verfügung stellen. Kompliziert wird dies zum Beispiel bei der Werteinschätzung der Immobilie zur Preisfindung. Liegt der vom Verkäufer gewünschte Angebotspreis über dieser Werteinschätzung und wird der Preis dann vom Käufer akzeptiert, ist der Konflikt für den Makler vorprogrammiert.

Bei der OTTO STÖBEN GmbH handelt man schon seit jeher nach dem sogenannten Bestellerprinzip: Wer uns bestellt, der bezahlt uns auch!

„Vor mehr als dreißig Jahren hat mein Großvater Otto Stöben, er war damals u. a. Weltpräsident des Internationalen Immobilienverbandes, genau diesen Grundsatz für sein Unternehmen eingeführt: Wer bestellt, bezahlt!“, erklärt Patrick Stöben, der heute in vierter Generation das Tradi­tionsunternehmen leitet und fügt hinzu: „Schlecht sind wir damit bis heute nicht gefahren, im Gegenteil!“ Dabei ist es vor allem die klare Pflichtenregelung, die Stöben schätzt.
Viele Makler verstehen sich gerne als vollkommen neutrale Mittler zwischen Verkäufer und Kaufinteressent. Aber können sie das wirklich sein? Der bei Weitem größte Teil der Maklertätigkeit bezieht sich auf das zu veräußernde Objekt: von der Marktanalyse über die Zusammenstellung aller Objektunterlagen für die Bewertung zur Kaufpreisfindung bis zur Beratung für die beste Verkaufsstrategie. Kaufinteressenten die Immobilie zu präsentieren und ihre Fragen zu beantworten, ist der geringste Aufwand und selbst dieser wird noch eher im Interesse des Verkäufers erbracht.

„Es müsste eigentlich jedem klar sein, dass ein Makler beispielsweise bei Verhandlungen um den Kaufpreis nicht die Interessen beider Seiten gleichermaßen vertreten kann“, so Patrick Stöben. Kaufinteressenten fragen sich daher nicht ganz zu Unrecht, wofür sie eigentlich bezahlen sollen. Nicht selten führt das dazu, dass Kaufinteressenten den direkten Kontakt zum Verkäufer suchen, was in Online-Zeiten keine große Hürde darstellt. Der Makler sieht sich dann vor die Schwierigkeit gestellt, nachweisen zu müssen, was er denn für den Interessenten geleistet hat, um seinen Courtage-Anspruch durchsetzen zu können.

Dergleichen unschöne Situationen lassen sich durch klare Regeln leicht vermeiden: Verkäufer beauftragt, Verkäufer bezahlt. „Insofern ist die neue Gesetzesregelung nicht nur fairer, sondern schafft auch Eindeutigkeit“, ergänzt Patrick Stöben.

Im Hause OTTO STÖBEN schaut man auf 30 Jahre praktiziertes Bestellerprinzip beim Immobi­lienkauf und konstatiert: „Vor dem Hintergrund unserer positiven Erfahrungen begrüßen wir die neue gesetzliche Regelung, hätten uns aber gewünscht, wenn sich der Gesetzgeber zu einem echten Bestellerprinzip hätte durchringen können.“

www.stoeben.de

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Themen > Bauen & Wohnen

Neue Wohnwünsche nach Pandemie-Erfahrung

Ob und wie sich die Corona-Pandemie auf die Wohnvorlieben der Bundesbürger auswirkt,
zeigt eine Befragung im Auftrag der Landesbausparkassen.

Quelle: Feedbaxx/LBS Research

Kommt jetzt die neue Landliebe? Kaum war Corona-Lockdown Nummer eins im März dieses Jahres beschlossen, begannen die Gedankenspiele darüber, dass die Menschen künftig würden anders wohnen wollen. Inzwischen steckt Deutschland mitten im zweiten Lockdown, die Bundesbürger müssen wieder mit Kontaktbeschränkungen sowie dezimierten Freizeitmöglichkeiten klarkommen und verbringen auch jahreszeitlich bedingt noch mehr Zeit zu Hause. Ob und wie sich die Wohnwünsche bereits über den Sommer verändert haben, zeigt nun eine von LBS Research beauftragte Befragung von 20- bis 45-Jährigen. Berücksichtigt wurden für die folgende Auswertung nur diejenigen, die nicht mehr bei ihren Eltern leben.

Lange Schlangen vor den Baumärkten: Dass die heimischen vier Wände durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gerade im März und April eine verstärkte Aufmerksamkeit erfuhren, war kaum zu übersehen. Die LBS-Umfrage bestätigt die Beobachtungen. Insgesamt fast 60 Prozent der Befragten gaben an, ihr Zuhause umgestaltet zu haben: Gut jeder Vierte hat sich mit Garten oder Balkon beschäftigt, jeder fünfte einen Heimarbeitsplatz eingerichtet und ebenso viele haben ihre Inneneinrichtung verändert.

Auslöser dieser Aktivitäten war sicherlich der Umstand, dass die Menschen häufiger zu Hause waren: Nur 13 Prozent der 20- bis 45-Jährigen gaben an, dass dies bei ihnen nicht der Fall gewesen sei. Wegen und während Corona im Homeoffice gearbeitet haben 44 Prozent der Befragten, darunter 28 Prozent über einen längeren Zeitraum oder immer noch (Stand August). Vor Corona lag der Anteil der regelmäßig im Homeoffice Arbeitenden an der befragten Altersgruppe nur bei 21 Prozent, insgesamt nutzten 35 Prozent die Möglichkeit zumindest hin und wieder. Sogar knapp 60 Prozent der Umfrageteilnehmer haben im Lockdown und danach mehr Freizeit zu Hause verbracht, fast die Hälfte hat dort Urlaub gemacht anstatt zu verreisen und ein knappes Drittel musste zu Hause ungeplant die Kinder betreuen.

Vor dem Hintergrund, dass drei Viertel der Befragten davon ausgingen, dass die Corona-Pandemie in Deutschland noch für mindestens ein Jahr ein wichtiges Thema sein wird, ist es für die LBS-Experten auch nicht überraschend, dass das Gros weitere Veränderungen im Wohnumfeld anstrebt. So möchten sich 17 Prozent der Befragten einen Homeoffice-Platz einrichten, 16 Prozent denken über ihre Inneneinrichtung nach und jeweils 13 Prozent über Malerarbeiten oder neue Tapeten, den Garten beziehungsweise Balkon – und wünschen sich last but not least eine bessere Internetverbindung. Immerhin 8 Prozent haben vom aktuellen Zuhause die Nase so voll, dass sie am liebsten umziehen würden.

Noch einmal umziehen? Was dann im Vordergrund steht

Apropos umziehen: Die Befragung bestätigt, dass sich die Wohnpräferenzen infolge der Corona-Erfahrungen künftig verschieben könnten. Immerhin 34 Prozent aller Befragten gaben an, bei einem anstehenden Umzug stärker auf Balkon oder Garten achten zu wollen, 30 Prozent würden lieber günstiger wohnen, 23 Prozent hätten gerne mehr Zimmer jeweils 17 Prozent mehr Möglichkeiten zur Selbstversorgung sowie eine bessere Internetverbindung und bei jeweils 15 Prozent stehen eine bessere Nachbarschaft und weiter außerhalb wohnen auf der Wunschliste.

Viele Wünsche laufen also darauf hinaus, dass es die Bundesbürger tatsächlich verstärkt ins Umland verschlagen könnte, denn dort lassen sich die meisten Ansprüche – einschließlich der geringeren Wohnkosten – eher erfüllen als mitten in der Stadt. Eine bevorstehende Renaissance des abgeschiedenen Dorflebens lässt sich aus den Befragungsergebnissen allerdings nicht herauslesen, so die Experten von LBS Research.

Mieter versus Eigentümer

Viel Platz und einen Garten haben, nach Herzenslust renovieren können – diese Vorstellungen sind eher mit dem Eigenheim im Grünen als mit der Mietwohnung in der Stadt verbunden. Deshalb richtete sich ein besonderes Augenmerk der Befragung auch auf die unterschiedliche Wahrnehmung der zurückliegenden Monate bei Mietern und Eigentümern. Und tatsächlich finden 40 Prozent der Mieter ihre Wohnsituation nach den Corona-Erfahrungen nicht mehr optimal, aber nur 23 Prozent der Bewohner eines eigenen Hauses oder einer eigenen Wohnung (Grafik: „Corona-Erfahrungen: Zu Hause ist wichtiger geworden“). Sogar nur jeder fünfzigste Eigentümer gab zu Protokoll, dass er am liebsten umziehen würde, aber immerhin jeder zehnte Mieter. Dass er oder sie nach einem Umzug alles gerne genauso hätte wie bisher, das sagen zwar 28 Prozent der Eigentümer, aber nur 19 Prozent der Mieter. Was letztere besonders oft stört und in einem neuen Zuhause dementsprechend besser sein sollte, sind ein fehlender Garten oder Balkon, die zu hohen Wohnkosten und eine zu geringe Zimmerzahl.

Aus dieser Wahrnehmung resultiert bei vielen auch ein Sinneswandel in puncto Wohneigentum:
Bei 30 Prozent der Mieter ist infolge der Pandemie der Wunsch größer geworden, eine Immobilie zu erwerben.

Finanzielle Aspekte

Alle Wohnträume sind hinfällig, wenn sie nicht zu bezahlen sind. Deshalb wurde auch diese Facette des Themas in der Befragung berücksichtigt. Je nachdem, ob man das Glas eher als halbvoll oder halbleer betrachten möchte, ist es entweder erfreulich, dass 57 Prozent der 20- bis 45-Jährigen finanziell unverändert dastehen und 8 Prozent sogar über mehr Geld verfügen als zuvor, oder besorgniserregend, dass 32 Prozent mit weniger auskommen müssen. Dass dies künftig der Fall sein wird, schätzen sogar 40 Prozent und zwar Mieter wie Eigentümer gleichermaßen. Trotzdem sind Eigentümer etwas besser gepolstert, wie die Antworten auf eine weitere Frage zeigen: So haben 83 Prozent von ihnen die Verschönerung ihres Wohnumfelds in den vergangenen Monaten aus eigenen Ersparnissen bezahlt, aber nur 77 Prozent der Mieter.

Dazu passt laut LBS Research auch, dass 30 Prozent der eigentlich renovierungsfreudigen Mieter auf die Frischzellenkur für das Zuhause verzichten, weil es ihnen an Geld fehlt. Bei den Eigentümern ist Geldmangel mit 20 Prozent erst das drittwichtigste Hindernis, gewünschte Veränderungen anzugehen. Häufiger ausschlaggebend sind bei ihnen mit 30 beziehungsweise 25 Prozent das Aufschieben ungeplanter Ausgaben aus Gründen der Unsicherheit sowie Zeitmangel.

Ein Umzug kommt für 62 Prozent aller Befragten aktuell nicht infrage, weil die Immobilienpreise zu hoch sind. Allerdings tangiert dies „nur“ 52 Prozent der Eigentümer, aber 68 Prozent der Mieter. Diese Diskrepanz erklärt sich möglicherweise daraus, dass Eigentümer wenigstens ihre ebenfalls im Wert gestiegene vorhandene Immobilie als Eigenkapital mitbringen, während Mieter den gestiegenen Mieten und Kaufpreisen oft ohne ein entsprechend mitgewachsenes Vermögen gegenüberstehen.

Quelle: www.lbs.de
Zur Befragung

Im August dieses Jahres wurden gut 1.000 20- bis 45-Jährige im Auftrag der LBS West und LBS Research durch das Befragungsunternehmen Feedbaxx zu den Auswirkungen von Corona auf ihr Wohnumfeld und ihre Wohnwünsche befragt. Rund 27 Prozent der Befragten wohnen in einer eigenen Immobilie, 60 Prozent der Befragten sind Mieter. Die übrigen 13 Prozent der Befragten leben noch bei ihren Eltern, sie wurden für die hier wiedergegebenen Ergebnisse nicht berücksichtigt. Von den Mietern sind 64 Prozent kinderlos, von den Eigentümern nur 44 Prozent. Zudem sind lediglich 13 Prozent der Eigentümer Singles, aber 37 Prozent der Mieter.

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Keine fiktiven Schadenskosten mehr im Werkvertragsrecht

Themen > Recht & Gesetz

Keine fiktiven Schadenskosten mehr im Werkvertragsrecht

Ulf Schönenberg-Wessel Rechtsanwalt und Notar Fachanwalt für Versicherungsrecht Fachanwalt für Sozialrecht

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit veränderte der Bundesgerichtshof zuletzt die Baubranche. Seit dem Urteil vom 22.02.   2018, VII ZR 46/17 ist Schluss mit der Geltendmachung sogenannter fiktiven Mängelbeseitigungskosten in einem Baurechtsprozess. Konnte der Auftraggeber in der Vergangenheit aufgrund der jahrzehntelangen Rechtsprechung noch ohne Durchführung der Mangelbeseitigungsarbeiten die fiktiven Kosten der Mangelbeseitigung geltend machen, ist diese Möglichkeit nunmehr für alle Bauverträge, die ab dem 1. Januar 2002 geschlossen wurden beendet. Konnte der Geschädigte zuvor einen Kostenvoranschlag vorlegen und mit dem erstrittenen Geld in den Urlaub fahren, ist dies künftig nicht mehr möglich.

Begründet wird die – kurz gesagt –  durch   den   Bundesgerichtshof   damit,
dass mit dem Mangel das Vermögen des Geschädigten noch nicht in Höhe der Mangelbeseitigungskosten gemindert sei. Der Vermögensschaden trete erst mit der tatsächlich durchgeführten Mangelbeseitigung ein. Die bisherige fiktive Schadensberechnung habe häufig zu einer so genannten Überkompensation geführt und damit zu einer nach allgemeinen schadensrechtlichen Grundsätzen nicht gerechtfertigten Bereicherung des Auftraggebers.

D. h. ohne Durchführung der Mangelbeseitigung kann nunmehr der eingetretene Schaden lediglich im Wege einer Vermögensbilanz oder einer Schätzung beziffert werden. Bei der Erstellung der Vermögensbilanz wird der Schaden anhand der Differenz zwischen dem hypothetischen Wert der durch das Werk geschaffenen oder bearbeiteten, im Eigentum des Auftraggebers stehenden Sache ohne Mangel und dem tatsächlichen Wert der Sache mit Mangel, der sich auch aus einem Mindererlös im Verkaufsfall ableiten lasse, ermittelt. Die Feststellung des Schadens kann in einem gerichtlichen Verfahren auch im Wege einer Schadensschätzung gemäß § 287 ZPO unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls erfolgen.

Praxishinweis: Wie in einer Gebrauchsanweisung dekliniert der Bundesgerichtshof in seiner weit über den Einzelfall hinausgehenden Grundsatzentscheidung die Ansprüche des Auftraggebers, der einen Mangel nicht beseitigen lässt, durch. Es sind daher alle laufenden Auseinandersetzungen, insbesondere laufende gerichtliche Verfahren danach zu überprüfen, ob fiktive Mangelbeseitigungskosten geltend gemacht werden. Gegebenenfalls sind die laufenden Verfahren zur Vermeidung von Rechtsverlusten umzustellen. Gegebenenfalls ist auf eine so genannte Kostenvorschussklage umzustellen. Das Urteil stärkt insbesondere die Rechte von Bauunternehmen, Architekten und Ingenieuren. Denn der Auftraggeber kann bei Belassen des Mangels nur in einem deutlich geringeren Umfang als bisher Schadenersatzzahlungen durchsetzen.

Kanzlei im Merkurhaus
Preußerstraße 1– 9 · 24105 Kiel
Tel.: 0431 661149-60
www.kanzlei-merkurhaus.de

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Neuer Heizspiegel zeigt: Heizen mit Heizöl wird wieder teurer

Themen > Klima & Energie

Neuer Heizspiegel zeigt: Heizen mit Heizöl wird wieder teurer

Berlin, 10. Oktober 2018. 790 Euro – so hoch waren die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung mit Erdgas-Zentralheizung im vergangenen Jahr. Während in energetisch guten Häusern 520 Euro gezahlt wurden, mussten Bewohner von energetisch schlechteren Wohnungen 1.110 Euro zahlen. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2018, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online heute im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ veröffentlicht hat.

Verbraucher können auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de kostenlos prüfen, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen. Der Heizspiegel-Flyer ist ab Mitte Oktober bundesweit bei vielen Mietervereinen sowie Städten und Gemeinden erhältlich.

 

Prognose: Heizen mit Heizöl teurer als mit Erdgas

Die Heizkosten haben sich im vergangenen Jahr je nach Energieträger uneinheitlich entwickelt. In einer 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Heizöl-Zentralheizung sind die Kosten wegen höherer Heizöl-Preise im Schnitt um 85 Euro gestiegen – auf 750 Euro pro Jahr. In einer Wohnung mit Erdgasheizung sanken die durchschnittlichen Kosten auf 790 Euro (minus 20 Euro). Bei Fernwärme waren es 895 Euro (minus 35 Euro).

Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in diesem Jahr fortsetzen: Bewohner von ölbeheizten Häusern müssen aufgrund steigender Preise wahrscheinlich mit 8 Prozent Mehrkosten rechnen. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten um etwa 3 Prozent sinken. Damit würde das Heizen mit Heizöl seinen Kostenvorteil verlieren und wieder teurer sein als das Heizen mit Erdgas.

Sanierungsstand: wichtigster Faktor für Heizkosten und Klimaschutz

Der Heizspiegel macht deutlich: Die Entwicklung der Energiepreise ist für die Heizkosten zwar auf den ersten Blick relevant – wesentlich wichtiger ist jedoch der Sanierungsstand eines Hauses.

„Der Sanierungsstand ist der meistunterschätzte Faktor für Heizkosten. In einem energetisch schlechteren Haus sind die Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch wie in einem energetisch besseren Haus“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Auch die CO2-Emissionen sind in besser sanierten Gebäuden deutlich geringer.“ In einem energetisch besseren Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung entstehen in einer 70-Quadratmeter-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 Tonnen klimaschädliches CO2 durchs Heizen. In einem energetisch schlechteren Gebäude sind es 4,1 Tonnen. Um diesen CO2-Unterschied zu kompensieren, müssten rund 200 Bäume gepflanzt werden.

Mieterbund: Mieter können Heizkosten senken

Die Höhe der Heizkosten hängt maßgeblich vom Witterungsverlauf, dem Sanierungsstand des Hauses, aber auch vom konkreten Verbrauchsverhalten der Mieter ab. Das bestätigt Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten: „Der Heizspiegel gibt Mietern einen Überblick über die Verbräuche und Heizkosten des eigenen Wohngebäudes. Online können Sie sogar ihre eigene Wohnung vergleichen und herausfinden wie hoch ihr persönliches Sparpotenzial ist. Viele Mieter können durch ein anderes Verhalten ihre Heizkosten deutlich senken – ohne auf Komfort zu verzichten.“

Rechner für Heizkosten
und Tipps zum Sparen

Mit einem kostenlosen Heizkostenrechner erfahren Mieter und Eigentümer auf www.heizspiegel.de, wie ihre Wohnung oder ihr Haus bei Heizkosten und Heizenergieverbrauch abschneidet. Außerdem finden sie dort zahlreiche Tipps zum Senken ihrer Heizkosten.

www.co2online.de

Weitere Daten und Hintergründe aus dem Heizspiegel

Was ist die „durchschnittliche Wohnung“?

Als durchschnittliche Wohnung wird eine 70 Quadratmeter große Wohnung bezeichnet, die in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus liegt. Sofern nicht anders bezeichnet wird sie zentral mit Erdgas beheizt.

Wie hoch waren die ­durch­schnittlichen ­Heizkosten 2017?

In der durchschnittlichen Wohnung zahlten die Bewohner mit Erdgasheizung 2017 im Schnitt rund 790 Euro. In Wohnungen mit Heizöl-Heizung waren es etwa 750 Euro, bei Fernwärme rund 895 Euro. Andere Energieträger wie Strom oder Biomasse werden nur in etwa elf Prozent aller Haushalte genutzt. Deswegen sind sie bisher nicht Teil der Heizspiegel-Auswertung.

Prognose: Welche ­Heizkosten sind für das Abrechnungsjahr 2018 ­
zu erwarten?

In erdgas- und fernwärmebeheizten Gebäuden werden die Heizkosten 2017 voraussichtlich um etwa 3 Prozent sinken. Bewohner von Häusern mit Heizöl-Heizung müssen mit einem Anstieg der Heizkosten um 8 Prozent rechnen.

Wie wird die Prognose
für 2018 berechnet?

Die Prognose für 2018 berücksichtigt wetterbedingte Veränderungen und die Entwicklung der Energiepreise. Die Temperaturen in der Heizperiode 2018 werden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 3,7 Prozent höher sein. Die mittleren Energiepreise entwickeln sich aus aktueller Sicht unterschiedlich: Bei Erdgas und Fernwärme dürften die Preise 2018 durchschnittlich um 1,5 Prozent sinken, bei Heizöl um rund 13 Prozent steigen.

Welchen Einfluss haben die Emissionswerte ­­der Energieträger auf die CO2-Emissionen eines Gebäudes?

Die Energieträger Erdgas, Heizöl und Fernwärme haben unterschiedliche CO2-Emissionswerte.­ Das heißt: Pro Kilowattstunde (kWh) erzeugter Energie entstehen je nach Energieträger unterschiedlich viele Kilogramm (kg) klimaschädliches CO2.

• Erdgas: 0,25 kg/kWh
• Heizöl: 0,319 kg/kWh
• Fernwärme: 0,261 kg/kWh

Heizöl-Heizungen schneiden hier also vergleichsweise schlecht ab. Hinzu kommt, dass ölbeheizte Häuser im Schnitt älter sind als Häuser mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung. Deshalb haben sie oft einen vergleichsweise hohen Verbrauch.

Wie wird die Spanne der ­Heizkosten berechnet?

Die Spanne der Heizkosten ergibt sich aus einem Vergleich der Heizspiegel-Kategorien „niedrig“ und „zu hoch“. Dabei werden die in der jeweiligen Kategorie angegebenen Kosten pro Quadratmeter mit 70 multipliziert (70 Quadratmeter beträgt die Größe der durchschnittlichen Wohnung). Für das Abrechnungsjahr 2017 ergeben sich folgende Spannen:

• Erdgas: 520 bis 1.110 Euro
• Heizöl: 520 bis 1.040 Euro
• Fernwärme: 620 bis ­
1.380 Euro

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