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OTTO STÖBEN Marktbericht II/2021

Zu Hause ist es immer noch am schönsten!

Dipl.-Kfm. Ralf Colditz,
ö.b.u.v. Sachverständiger für
Immobilienbewertung der IHK zu Kiel
und Leiter der Gutachten-Abteilung

Zweimal im Jahr erstellt die Gutachtenabteilung der OTTO STÖBEN GmbH ihren Marktbericht, in den die tatsächlich erzielten Immobilien- und Vermietungspreise der einzelnen regionalen Bereiche Schleswig-Holsteins und des Hamburger Randgebietes einfließen. Tabellarisch gelistet werden die Werte für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Kapitalanlagen, aufgeführt in den Kategorien „gut“, „mittel“ und „einfach“. Das Diagramm des Immobilienpreis—Index ermöglicht einen Überblick über die Entwicklung der Immobilienpreise der letzten Jahre in Schleswig-Holstein.

Nach über 1,5 Jahren der Pandemie steht der Immobilienmarkt nicht still. Die Preise haben sich in fast allen Bereichen weiter gesteigert. Die Makler der OTTO STÖBEN GmbH konnten selbst für Immobilien, deren Verkauf aufgrund ihres Zustandes vor Jahren noch fast undenkbar gewesen wäre, einen Käufer finden. Möglich machen das nicht nur sehr hohe Preise der Immobilien in begehrter Lage, die dann Käufer mit niedrigerem Budget auf Immobilien in dezentraler Lage und mit einfacher Ausstattung verweisen, sondern auch die beständig niedrigen Hypothekenzinssätze.

„Wenn ich schon zu Hause sein muss, kann ich es mir auch schön machen“, ist quasi derzeit der Leitspruch. Auch das eigene Feriendomizil rückt durch die Pandemie-Unsicherheiten wieder ins Visier der Käufer. Auch hier hat der Lockdown dafür gesorgt, dass Urlaub im eigenen Zuhause für mehr Reisesicherheit gesorgt hat.

Damit ist nicht nur die Nachfrage nach der eigenen Immobilie ungebrochen, sondern auch die Wohneigentümer selbst haben kräftig in die Modernisierung ihrer eigenen vier Wände investiert.

Die fleißigen Handwerker eilen von Baustelle zu Baustelle und können sich mittlerweile sogar den Luxus erlauben, kleinere Aufträge abzulehnen. Auf dem Immobilienmarkt sorgt das dafür, dass kleine Reparaturen nicht erledigt werden können oder extrem teuer werden. Das bekommen auch die Hausverwaltungen zu spüren, die hier Mieter nur vertrösten können, dass der Schaden bald behoben sein wird. Für den Vermieter dürfte das steigende Instandhaltungskosten bedeuten und die Renditeaussichten kurz- bis mittelfristig dämpfen.

Diese nicht unproblematische Situation lässt nun auch den Blick auf die anstehende Bundestagswahl richten. Welche Partei wird sich mit ihrem Wahlprogramm durchsetzen? Viele Immobilienexperten warnen schon jetzt vor der Überregulierung des Immobilienmarktes. Wenn Gesetze und Verordnungen den Immobilienmarkt gestalten sollen, sorgt das für ein Ausschalten der normalen Triebkräfte der Marktwirtschaft.

Für private Vermieter droht nun die Schere auseinanderzugehen: Zum einen sollen sie in Altimmobilien stark investieren und diese bei steigenden Handwerkerkosten (energetisch) modernisieren und zum anderen sorgt der Ruf nach „bezahlbarem Wohnraum“ mit den Instrumenten der Mietendeckelung und Kostenabwälzung auf den Vermieter für schwindende Renditen. Bei diesen Aussichten kann selbst die sicher geglaubte Rentenvorsorge in Form eines klassischen Mehrfamilienhauses ins Wanken geraten.

Noch erwartet keiner einen so scharfen Eingriff in den Immobi-lienmarkt und die Nachfrage nach Renditeobjekten ist nach wie vor ungebrochen stark, so dass auch auf diesem Marktsegment bei zeitgleich geringem Angebot steigende Preise verzeichnet werden konnten.

Einige Makler wähnen das Preisplateau bereits als erreicht. Der Immobilienmarkt hat mittlerweile verstanden, dass ein Teil der vergangenen Preissteigerungen nur die Folge einer Erholung der stark gesunkenen Preise zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren. Die Nachfrage indes ist nicht mehr bereit, jede Preissteigerung mitzugehen. Generell bleibt aber das Immobilienangebot auf dem Wohnungsmarkt noch knapp.

Verlierer in der Situation sind weiter die Einzelhandelsflächen in den Städten. Die Konkurrenz des Online-Handels fordert weiter ihren Tribut und lässt die Margen sinken. Besonders Geschäftshäuser, die auf der Basis von hohen Mieterwartungen finanziert wurden, konnten auf die fallenden Preise nicht reagieren und warten auf eine Markterholung. Ob diese kommen wird, muss als ungewiss bezeichnet werden.

Das Gesicht der Städte hat sich weitgehend verändert. Der Wunsch der Städter, die Citys grüner und ruhiger werden zu lassen, hat die Menschen vergessen lassen, warum Städte entstanden sind und wer den Wohlstand in die Stadt gebracht hat: die Besucher, Kunden und Käufer. Der Großeinkauf findet inzwischen immer mehr im Internet oder auf der grünen Fläche vor den Städten und Gemeinden statt. Der Einkaufsbummel durch die Stadt vor leeren Schaufenstern wird zunehmend unattraktiver und der Spaziergang mit dem anschließenden Verweilen in der Außengastronomie findet dann in der grünen Natur statt.

Genauere Informationen und Zahlen zur Preisentwicklung des letzten halben Jahres in den verschiedenen Regionen Schleswig-Holsteins und des Hamburger Randgebietes erhalten Sie von Ralf Colditz unter colditz@stoeben.de.

Quelle:
www.stoeben.de

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