Immobilien: Gefühlte Preisexplosion verunsichert den Markt

Themen > News

Immobilien: Gefühlte Preisexplosion verunsichert den Markt

 

Aufgescheucht durch diverse Berichte in den Medien häufen sich in der Gutachtenabteilung der OTTO STÖBEN GmbH in jüngster Vergangenheit besorgte Fragen zu dem Thema „Platzt bald die Immobilienblase?“.

„Hierzu müsste zunächst einmal geklärt werden, ob sich überhaupt eine Immobilienblase gebildet hat oder bilden wird“, so Ralf Colditz, Dipl.-Kaufmann und ö.b.u.v. Sachverständiger für Immobilienbewertung mit Schwerpunkt Immobilienwirtschaft der IHK zu Kiel und Leiter der Gutachtenabteilung bei OTTO STÖBEN. „Um diese Frage zu beantworten, haben wir einmal einen Blick auf die Historie der Immobilienpreise für Einfamilienhäuser in Kiel gerichtet.“

Bis zur Deutschen Einheit 1989/90 konnte man einen 7-Jahres-Rhythmus beobachten, in welchem sich Schwankungen der Immobilienpreise sowohl in die steigende bzw. die fallende Richtung zeigten. In den 60er und 70er Jahren gab es schon einmal drastische Preissteigerungen. In Kiel konnte ein Neubau von 1969 mit einem Ankaufswert von rund 150.000 DM schon in 1979 wieder für rund 310.000 DM verkauft werden.

Beim Betrachten der Zahlen seit ca. 1994 ist erkennbar, dass die Preise für Einfami­lienhäuser über 14 Jahre stagnierten und sogar sanken. Erst 2010 begann eine leichte Preissteigerung, welche seit 2012 bis zum heutigen Tage vor allem in den mittleren, guten und sehr guten Wohnflächengrößen einen starken Anstieg verzeichnet.

„Der Immobilienmarkt ist somit nur dabei, sich zu erholen“, interpretiert Ralf Colditz die Zahlen aus seiner beruflichen Erfahrung heraus. „Er holt lediglich auf, was im letzten Jahrzehnt nicht umgesetzt wurde.“
Falls der 7-Jahres-Rhythmus wie eine alte Bauernregel wieder greift, gibt es 2017 vielleicht erneut eine Wende am Immobilienmarkt.

Fazit: Eine Immobilienblase ist nicht in Sicht und das Eigenheim ist nach wie vor auf langfristige Sicht zu Recht eine verlässliche „Rentensäule“.

www.stoeben.de

Weitere News

20 Jahre OTTO STÖBEN in Lübeck

Wie die Zeit vergeht! Vor genau 20 Jahren eröffnete die OTTO STÖBEN GmbH nach Flensburg und Itzehoe ihr drittes Außenbüro in der Hansestadt Lübeck. Im historischen Ambiente empfängt das OTTO STÖBEN-Team um Büroleiterin Ramona Irlich seine Kunden direkt an der Obertrave mit Blick auf das Tor zur Welt, das Lübecker Holstentor.

Mehr lesen »

Immobilien-Almanach 01

Die Immobilienbranche ist in wenigen Jahren zu einem Motor der deutschen Wirtschaft geworden. Sie beeinflusst die ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Landes so stark wie seit der Nachkriegszeit nicht mehr. Der Immobilien-Almanach bietet einen Überblick über diese starke, dynamische Branche.

Mehr lesen »

Neue Geschäftsführung beim IVD Nord

Am 23. April 2019 trat Christian Karow (54) die Position als Geschäfts-führer des Immobilienverband Deutschland IVD Region Nord e.V. an. Der erfahrene Kaufmann und Immobilienexperte war langjährig in leitender Ebene bei der Hamburger Sparkasse AG tätig, unter anderem als Geschäftsführer im Bereich der digitalen Immobilienvermarktung.

Mehr lesen »

Immobilien – eine eigene Welt

Wer mit Immobilien zu tun hat, weiß, dass damit ein weites Feld verbunden ist. Zwischen dem Wohnen als Grundbedürfnis und Immobilien als Luxus, zwischen wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Interessen öffnet sich der Raum – im Wortsinn und zugleich symbolisch.

Mehr lesen »

Mahnmale der Immobilienspekulation und Vernachlässigung

Verwahrloste und vernachlässigte Wohnungseigentumsanlagen – Schrottimmobilien oder soziale Brennpunkte – gibt es inzwischen in vielen Städten Deutschlands. Allerdings wird nicht wahrgenommen, dass sie in der Hand von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) liegen. Somit wird auch nicht erkannt oder gesehen, dass…

Mehr lesen »

Winter ade – Gute Laune mit Frühlingsblühern

Themen > Garten

Winter ade – Gute Laune mit Frühlingsblühern

Strahlendes Gelb, freches Pink und knalliges Himmelblau: Nach Wochen grauen Matschwetters ist die Sehnsucht nach Sonne und leuchtenden Farben groß.

 

Das wird auch die Natur bald spüren: Hier und da werden die ersten Frühlingsblüher ihre zarten Triebe aus dem noch kalten Erdboden schieben und mit ihren anmutigen Blüten Schnee und Minusgraden, Wind und Nieselregen trotzen. Wer im Vorjahr Winterlinge (Eranthis hyemalis), Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) und Traubenhyazinthen (Muscari spec.) in Töpfe, Beete oder unter Bäume und Sträucher gesetzt hat, kann sich bald über weithin sichtbare Farbtupfer freuen.

Buntes Treiben in Gärtnereien und Gartencentern

Doch auch alle anderen werden auf farbenfrohe Frühlingsboten nicht verzichten müssen: In den Einzelhandelsgärtnereien tummeln sich bald Primeln, Stiefmütterchen und Tausendschön (Bellis perennis) neben Zwiebelblumen wie Hyazinthen (Hyacinthus orientalis), Narzissen (Narcissus spec.) und den ersten Tulpen (Tulipa spec.).

Doch obacht, ehe man sich versieht, ist man ihrem Liebreiz ­erlegen und hat eine kunterbunte Schar zu sich nach Hause eingeladen. Dort bringen sie Terrassen und Balkone ebenso zum Aufblühen wie die Wohnung, wo insbesondere mit angenehm duftenden Exemplaren wie den kleinblumigen Tazetten-Narzissen (Narcissus tazetta) ein Hauch von Frühling Einzug hält.

Tipps vom Profi holen

Falls Sie noch nach Anregungen suchen, finden Sie beim Gärtner Ihres Vertrauens viele Gestaltungsbeispiele. Außerdem bekommen Sie dort fachkundigen Rat für die fachgerechte Bepflanzung von Kästen und Kübeln.

Ein Klassiker im Frühling ist etwa eine mit Primeln und Narzissen unterpflanzte Sal-Weide (Salix caprea). Horn-Veilchen (Viola cornuta) in sanften Pastelltönen schmiegen sich gerne an weiße Tulpen und blaue Hyazinthen an. Und schon ein einzelnes ­Töpfchen mit Schneeglöckchen oder einer filigranen Schönheit wie der Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) wird zum Hingucker, wenn
man es mit Moos oder dekorativer Birkenrinde umhüllt.

Frühlingsfreuden für drinnen

Als Tischschmuck oder auf der Fensterbank heben Frühlingsblüher auch im Haus die Stimmung und vertreiben Gedanken an Schnee und Kälte. Besonders lange hält die bunte Pracht, wenn Sie die Töpfe und Schalen hell, aber möglichst weit von der Heizung entfernt platzieren und/oder sie nachts in ein kühleres Zimmer stellen. Wer Verblühtes regelmäßig abschneidet, regt zudem die Bildung neuer Blüten an. Tipp: Verblühte Zwiebelblumen können Sie in den Garten auspflanzen und sich so im nächsten Jahr erneut an ihnen erfreuen.

www.gruenes-medienhaus.de

Weitere Artikel
zum Thema Garten

Und wie lüften Sie? – Studie zum Heiz- und Lüftungsverhalten

Themen > Klima & Energie

Und wie lüften Sie?

Studie zum Heiz- und Lüftungsverhalten

Durch unkontrolliertes Lüften in der Wohnung verschwenden viele Verbraucher Heizenergie, oft ohne es zu wissen. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutschlandweite, repräsentative Umfrage des Energiemanagers techem zum individuellen Heiz- und Lüftungsverhalten unter 2.000 Bewohnern von Mehrfamilienhäusern.

Ein regelmäßiger, kontrollierter Luftaustausch ist wichtig für ein gutes Raumklima, um Schimmel zu vermeiden und gleichzeitig den Wärmeverlust möglichst gering zu halten. Richtig ist daher das Stoßlüften und zwar regelmäßig und mit an die Jahreszeit angepasster Zeitdauer (5 Minuten im Winter und bis zu 30 Minuten im Sommer). Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) gab indessen an, das Fenster grundsätzlich zu kippen. 16 Prozent achten beim Lüften nicht auf die Zeit und schließen das Fenster erst dann wieder, wenn ihnen in der Wohnung kalt wird. Ebenfalls 16 Prozent lüften ihr Schlafzimmer sogar permanent „auf Kipp“ – ein eher kontraproduktives Verhalten. Dauerlüften verschwendet wertvolle Heizenergie und erhöht bei entsprechend feuchtem Wetter die Schimmelgefahr.

Etwa 30 Prozent der Befragten gaben außerdem an, die Türen zwischen ihren Wohnräumen permanent offen zu lassen, weil sich etwa Haustiere bewegen sollen, aus Gründen des räumlichen Wohlbefindens oder einfach, weil sie nicht darauf achten. In einzelnen Fällen, etwa bei unzureichender Lüftung in unsanierten Gebäuden kann das sogar die Schimmelbildung in wenig genutzten, kühleren Räumen in gewissem Maß ­vermindern. Flächendeckend jedoch verhindern geöffnete Türen vor allem eine sparsamere individuelle Raumtemperaturregelung. Auch ein unkontrollierter Luftaustausch innerhalb der Wohnung kann Heizenergie unnötig verschwenden. In all diesen Fällen bietet ein kontrolliertes Lüften die Möglichkeit, etliche Prozent an Wärmeenergie einzusparen und so bei der jährlichen Heizkostenabrechnung zu sparen.

Beheizen Sie also besser nicht die Straße, sondern lieber Ihre eigenen vier Wände.

www.techem.de

Weitere Artikel zum Thema Klima & Energie

Klimaschutz und bezahlbaren Wohnungsbau in Einklang bringen

Das Klimakabinett der Bundesregierung hat seine Pläne für mehr Klimaschutz vorgelegt. Dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD: „Das leitende Prinzip von neuen Klimaschutzinitiativen im Immobiliensektor sollte sein, die Ziele von Wohnungs- und Nachhaltigkeitspolitik miteinander zu vereinbaren. Sonst droht der Umweltschutz zulasten des sozialen Friedens zu gehen. Die Immobilienwirtschaft…“

Mehr lesen »

Aktuelle Stichprobe zeigt: Vier von fünf Heizkosten- Abrechnungen enthalten Mängel oder Auffälligkeiten

Bei vier von fünf Heizkostenabrechnungen gibt es Auffälligkeiten oder Mängel. Das zeigt eine Stichprobe, bei der die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online rund 100 aktuelle Heizkostenabrechnungen von Finanztip-Lesern geprüft hat. Zudem wird in mehr als der Hälfte der Häuser deutlich mehr Heizenergie verbraucht als nötig. So entstehen unnötig hohe CO2-Emissionen und Kosten.

Mehr lesen »

Vorteil kann entfallen – Erbschaftssteuerbefreiung wurde rückabgewickelt

Themen > Recht & Gesetz

Vorteil kann entfallen

Erbschaftssteuerbefreiung wurde rückabgewickelt

Der Gesetzgeber hat für Ehepartner bei selbstgenutzten Familienheimen die Möglichkeit der Erbschaftssteuerbefreiung geschaffen. Damit soll verhindert werden, dass nach einem Todesfall der überlebende Partner steuerlich erheblich belastet wird oder schlimmstenfalls sogar die Immobilie aufgeben muss. Doch man sollte nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS als Erbe auch einige Grundregeln einhalten, sonst ist der Steuervorteil bedroht.

 

Der Fall: Eine Ehegattin hatte als Alleinerbin eine Immobilie geerbt und bewohnte diese auch. So weit wäre alles im Sinne der gesetzlich vorgegebenen Erbschaftssteuerbefreiung gewesen. Doch binnen zehn Jahren nach dem Erwerb übertrug sie ihrer Tochter das Grundstück und sicherte sich selbst nur einen Nießbrauchsvorbehalt. Das wollte der Fiskus nicht akzeptieren und forderte eine vollständige Rückabwicklung der Steuerbefreiung.

Das Urteil: „Dass die Klägerin den Grundbesitz aufgrund des vorbehaltenen Nießbrauch noch weiter zu eigenen Wohnzwecken nutzt, reicht für den Behalt der Steuerbefreiung nicht aus“, entschied das Gericht und schloss sich damit dem Finanzamt an. Das Aufgeben der Eigentümerstellung sei zwar im Gesetzestext nicht ausdrücklich geregelt, aber man dürfe davon ausgehen, dass der Gesetzgeber die Nutzung der zu eigenen Wohnzwecken aus der fortdauernden Rechtsposition als Eigentümer voraussetze.

(Finanzgericht Münster, Aktenzeichen 3 K 3757/15 Erb)

Weitere Artikel
zum Thema Recht & Gesetz

Fliegende Dachziegel

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

Mehr lesen »

Immobilienerwerb durch Eheleute und nichteheliche Lebensgemeinschaften

Beim Erwerb einer Immobilie taucht häufig die Frage auf, in welchem Erwerbsverhältnis die Käufer in das Grundbuch eingetragen werden sollen. Die mit Abstand häufigste Erwerbsform durch Eheleute oder nichteheliche Lebensgefährten ist das Bruchteilseigentum zu je 1/2. Ob diese Erwerbsform sachgerecht ist und welcher Regelungsbedarf besteht, lässt sich erst dann beurteilen, wenn …

Mehr lesen »

Denkmalschutz und Immobilienbesitz

Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien genießen einige Steuervergünstigungen. Wenn solche Gebäude vermietet werden, kann der Eigentümer sowohl die Anschaffungskosten als auch Modernisierungsmaßnahmen steuerlich geltend machen. Bei Immobilien, die vor 1925 gebaut wurden, können über die Dauer von 40 Jahren …

Mehr lesen »

Nachweistätigkeit des Verkäufermaklers

Weist der Verkäufermakler seinem Kunden einen Kaufinteressenten nach und kommt der Hauptvertrag mit einem Dritten zustande, entsteht kein Provisionsanspruch gegen den Verkäufer, auch wenn zwischen dem Erwerber und dem nachgewiesenen Kaufinteressenten eine feste, auf Dauer angelegte gesellschaftsrechtliche Bindung besteht. BGH, Urteil vom 21.11.2018 – I ZR 10/18

Mehr lesen »

Wohnraummietrecht

Im Falle einer dem Mieter unrenoviert oder renovierungsbedürftig überlassenen Wohnung hält die formularvertragliche Überwälzung der nach der gesetzlichen Regelung den Vermieter treffenden Verpflichtung zur Vornahme laufender Schönheitsreparaturen der Inhaltskontrolle am Maßstab des BGB nicht stand, sofern der Vermieter dem Mieter keinen angemessenen Ausgleich gewährt, der ihn so stellt, als habe der Vermieter ihm eine renovierte Wohnung überlassen.

Mehr lesen »

Einbruchschutzexperte Kay Katzenmeier vom Landespolizeiamt in Kiel

Themen > Bauen & Wohnen

Einbruchschutzexperte Kay Katzenmeier vom Landespolizeiamt in Kiel

Kay Katzenmeier, Kriminalhauptkommissar in der Zentralstelle
der polizeilichen Prävention des Polizeiamtes Schleswig-Holstein

IMMOBILIENMARKT: Herr Katzenmeier, wie sehen die aktuellen Zahlen bezüglich der Einbrüche in Schleswig-Holstein aus?

Kay Katzenmeier: Im Jahr 2015 gab es in Schleswig-Holstein rund 8.500 Fälle, die in der Kriminalstatistik verzeichnet wurden. Für 2016 zeichnet sich glücklicherweise ein Rückgang der Fallzahlen ab.

IMMOBILIENMARKT: Wer oder was ist besonders gefährdet?

Kay Katzenmeier: In Einfamilienhäusern – vermehrt auch ins Erdgeschoss oder in ähnlich gelegenen Wohnungen – dringen Einbrecher meist durch Fenster, Balkon- oder Terrassentüren (Fenstertüren) ein, weil diese Einstiege häufig schlechter als Türen gesichert sind und oft von Nachbarn oder von der Straße nicht einsehbar sind. In Obergeschossen von Mehrfamilienhäusern sind es die schlecht gesicherten Wohnungszugangstüren.

Etliche Einbrüche in Wohnräume werden durch Leichtsinn und Sorglosigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht oder erleichtert: Da wird die Wohnungs- oder Haustür nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, da kommt der Schlüssel in sein vertrautes „Versteck“ unter der Matte, im Blumenkasten oder auf dem Türrahmen, da bleiben beim Verlassen Fenster, Balkon- oder Terrassentüren auch in von außen erreichbarer Lage in Lüftungsstellung offen.

Solche Tatgelegenheiten lassen sich durch etwas sorgsameres Verhalten vermeiden!

IMMOBILIENMARKT: Zu welchen Zeiten wird vornehmlich eingebrochen?

Kay Katzenmeier: Weit über die Hälfte aller Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland finden tagsüber in der Zeit von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Mit Beginn der „Dunklen Jahreszeit“ steigt auch erfahrungsgemäß die Zahl der Einbrüche. Gerade in dieser Zeit nutzen Einbrecher die früh einbrechende Dunkelheit und witterungsbedingt schlechten Sichtverhältnisse aus. Aber auch in den Sommermonaten finden Einbrüche statt, wenn z. B. viele Menschen auf Reisen sind.

IMMOBILIENMARKT: Wo liegen die Schwachstellen einer Immo­bilie?

Kay Katzenmeier: Prinzipiell gilt: Alle Gebäudeöffnungen, die der Einbrecher ohne Hilfsmittel erreichen kann, sind gefährdet. Dazu zählen insbesondere die Öffnungen im Erdgeschoss und Souterrain, aber auch Öffnungen in höheren Geschossen, wenn der Täter z. B. Balkone erklettern könnte. In Mehrfamilienhäusern gilt grundsätzlich in allen Etagen die Wohnungseingangstür als gefährdet. Einbruchhemmende Fenster und Türen bieten einen wirksamen Schutz vor Einbrechern. Aus diesem Grund empfiehlt die Polizei bei Neu- und Umbauten geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Fenster und Türen gemäß der DIN EN 1627, ab der Widerstandsklasse RC 2 oder bei bestehenden Elementen geprüfte und zertifizierte Nachrüstsicherungen.

IMMOBILIENMARKT: Welche Schutz­maßnahmen machen Sinn, welche sind eher Unsinn?

Kay Katzenmeier: Der Schutz vor Wohnungseinbrüchen beginnt schon mit der Beachtung der sechs goldenen Verhaltensregeln:

  1. Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab!
  2. Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
  3. Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
  4. Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!
  5. Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!
  6. Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit!

Beim Einbruchschutz im privaten Bereich gilt der Grundsatz Mechanik vor Elektronik. Die mechanische Sicherheitstechnik stiehlt dem Täter etwas, dass er nicht hat: Zeit! Mit geprüfter, einbruchhemmender Sicherheitstechnik kann der so genannte Widerstands-Zeit-Wert erhöht werden. So ist es möglich, durch geeignete einbruchhemmende Nachrüstprodukte oder neue einbruchhemmende Fenster oder Türen die mechanische Sicherheit zu erhöhen.

Elektronische Sicherungseinrichtungen wie Einbruchmeldeanlagen oder Videoüberwachungsanlagen stellen eine gute Ergänzung zur mechanischen Sicherungstechnik dar. Im günstigsten Fall meldet die elektronische Sicherheitstechnik den Einbruchversuch, während der Täter sich noch an einem Fenster oder einer Tür zu schaffen macht. Elektronische Sicherungseinrichtungen sollten bei einer ständig besetzten Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet werden. Hierdurch wird erreicht, dass eine eingehende Einbruchmeldung sofort entgegen genommen werden kann und Eingriffsmaßnahmen eingeleitet werden können.

IMMOBILIENMARKT: Wie verhält man sich in der akuten Einbruchsituation?

Kay Katzenmeier: Treffen Sie einen oder mehrere Täter an, suchen Sie keinesfalls die Konfrontation! Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung wieder und rufen Sie unverzüglich den Polizeiruf 110. Wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen, rufen Sie bitte ebenfalls unverzüglich den Polizeiruf 110 an. Wir erleben leider immer noch viel zu häufig, dass Bürgerinnen und Bürger nicht sofort 110 wählen, sondern erst Nachbarn ansprechen oder beratschlagen, ob das jetzt ein Fall für die Polizei wäre. Dabei geht dann wertvolle Zeit verloren und Täter können flüchten.

Für uns gilt: Wir kommen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig, bitte keine Scheu vor 110!

IMMOBILIENMARKT: Wie sicher ist Smart-Home?

Kay Katzenmeier: Der Begriff Smart Home bezeichnet Systeme und technische Verfahren, die in Wohnräumen und -häusern eingesetzt werden und bei denen vor allem vernetzte, fernsteuerbare Geräte, wie z. B. Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Tore, Fenster und Türen sowie auch sicherheitstechnische Installationen wie Einbruchmeldetechnik und Videoüberwachung zum Einsatz kommen. Die Vernetzung bedeutet hierbei auch die Integration verschiedener Gewerke und in vielen Fällen die Verbindung mit dem Smartphone oder Tablet über das Internet via App.

Und hier liegt auch das Risiko von Smart-Home-Anlagen. Digitale Sig­nale von unzureichend gesicherten Systemen können natürlich auch von Dritten „mitgelesen“, manipuliert und damit für illegale Zwecke wie Ausspähen der Wohnungsinhaber, Sabotage und Einbruch genutzt werden. Viele Plug & Play Smart Home Systeme sind schlecht verschlüsselt und somit nicht ausreichend gesichert. Daher gilt gerade aus Sicherheitsgründen speziell für den Einbruchschutz die Kopplung mit einer anerkannten Einbruchmeldealarm-App. Die App sollte nur zum Zwecke der Zustandsabfrage genutzt werden können und nicht zur Fernöffnung oder Scharfschaltung aus der Ferne.

Eine Smart Home Anlage allein stellt keinen Einbruchschutz dar. Grundlagen eines individuellen Sicherungskonzeptes gegen Einbruchdiebstahl sollten immer mechanisch-bauliche Sicherungseinrichtungen sein.

IMMOBILIENMARKT: An wen kann man sich wenden, wenn man Informationen zum Einbruchschutz erhalten möchte?

Kay Katzenmeier: Die Landespolizei bietet landesweit Informa­tionsveranstaltungen zur Vorbeugung von Wohnungseinbrüchen an. Auf Messen und öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Tag des Einbruchschutzes, wird ein umfängliches Beratungsangebot zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden durch Präventionsfußstreifen der uniformierten Polizei den Bürgern direkte Informationen zu ihrer aktuellen Sicherheitssituation gegeben, wie zum Beispiel gekippte Fenster, geöffnete Garagentore, unbefugt zugängliche Aufstiegshilfen, wie Leitern oder Mülleimer oder überfüllte Briefkästen, wodurch Tatanreize für mögliche Täter minimiert werden sollen.

Eine Vor-Ort-Beratung über technische Sicherungsmöglichkeiten wird durch die so genannten Fach­errichter gewährleistet. Dies sind Fachunternehmer, die mit der Landespolizei kooperieren und überwiegend eine kostenfreie Beratung anbieten. Wer Fach­errichter ist, kann man auf der Internetseite der Landespolizei oder den örtlichen Präventionsstellen der Polizei erfahren. Für Fragen zum Einbruchschutz stehen auch grundsätzlich die Präventionsstellen der Polizeidirektionen und die sicherungstechnischen Fachberater im Landespolizeiamt zur Verfügung. Weitere Informationen und Serviceangebote sind ebenfalls auf der Homepage der Landespolizei zu finden.

IMMOBILIENMARKT: Herr Katzenmeier, wir danken ­Ihnen für das Interview.

 

www.polizei.schleswig-holstein.de

Weitere Artikel zum Thema Bauen & Wohnen

Die Teilung von Immobilien – Wann es noch Vorteile bringt

Eine zu große Immobilie ist für viele Menschen im Alter oft eine Belastung. Zwar kann sie altersgerecht umgebaut werden, aber zu viel Platz hat man dann trotzdem noch. Eine mögliche Lösung hierfür ist die Teilung der Immo­bilie. So entsteht ein neuer, unabhängiger Wohnbereich für zum Beispiel Familienmitglieder oder Fremdmieter – in jedem Fall ein Nutzen für den ungenutzten Platz.

Mehr lesen »

Fünf gute Gründe für Wohneigentum

Wohnen in den eigenen vier Wänden – das ist für viele Menschen in Europa selbstverständlich. In Norwegen bewohnten 80 Prozent der Eigentümer ihre Wohnungen selbst. In Tschechien, Spanien und Italien lag der Anteil nur wenig darunter. In Deutschland dagegen liegt der Anteil selbstgenutzten Wohneigentums bei lediglich 45 Prozent. Dabei ergab eine SPIEGEL-Umfrage unlängst, dass 84 Prozent der Deutschen ein Eigenheim der Mietwohnung vorziehen. „Die Deutschen sehnen sich nach norwegischen Wohnverhältnissen. Doch viele zögern, den Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen. Dabei sind die Bedingungen für den Eigentumserwerb nach wie vor gut“, sagt Kerstin Huth, Vorsitzende des IVD-Regionalverbandes Berlin-Brandenburg.

Mehr lesen »

Stubenhocker statt Sonnenanbeter

Aufstehen, der erste Kaffee, ab ins Büro, mittags kurz ins Restaurant oder die Kantine, Training im Fitnessstudio, danach noch zum Supermarkt und dann auf die Couch. Dass in einem solchen Alltag der Aufenthalt im Freien zu kurz kommt, ist eigentlich kein Wunder.

Mehr lesen »

Schwerin glänzt als Kulturperle mit schönster Naturkulisse

Themen > Regional & Historisch

Schwerin glänzt als Kulturperle mit schönster Naturkulisse

Schloss Schwerin thront auf einer eigenen Insel inmitten der üppigen Seen- und Parklandschaft
Foto: ©Marieke Sobiech

Auch wenn Schwerin mit knapp 100.000 Bürgern nicht unbedingt reich an Einwohnern ist, so ist sie es auf jeden Fall im Hinblick auf ihre bemerkenswerte Architektur und die wertvollen Kulturkostbarkeiten. Noch dazu liegt sie ganz charmant inmitten einer malerischen Seen- und Parklandschaft. Von überall gelangt man auf kurzem Weg an idyllische und zugleich faszinierende Orte, bezaubernde Seen oder romantische Gärten. Und über allem thront königlich das Wahrzeichen der Stadt: Das Schloss, das auf einer eigenen, der Altstadt vorgelagerten Insel liegt. Mit seinen goldenen Türmchen scheint es einem Märchen entsprungen und gehört zu den schönsten und bedeutendsten Schöpfungen des romantischen Historismus in Europa. Jahrhundertelang Sitz mecklenburgischer Großherzöge beherbergt es heute den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und das öffentlich zugängliche prunkvolle Schlossmuseum.

In der malerischen Altstadt findet man verwinkelte Kopfsteinpflastergassen, Kunsthandwerkerlädchen, exklusive Boutiquen und stilvolle Cafés mit einladenden Sommerterrassen. Prachtvoll verzierte Hausgiebel, imposante Palais und repräsentative Regierungsgebäude erinnern an herrschaftliche Zeiten. Durch die jahrhundertelange exponierte Stellung der Stadt häuften sich wahre Kulturschätze an. So beeindrucken die Museen und Galerien Schwerins heute mit bemerkenswerten Zeitzeugen der Geschichte, berühmten Gemälden, altertümlichen Sammlungen und zeitgenössischer Kunst. Das Staatliche Museum mit seiner weltweit einzigartigen Ausstellung niederländischer Malerei sowie Werken von Duchamp, Gainsborough, Caspar David Friedrich und der Ernst-Barlach-Schau nimmt einen besonderen Rang ein. Im Juli 2016 wurde der neue Anbau der Galerie Alte und Neue Meister Schwerin eröffnet. Neuer Raum für die Präsentation der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist entstanden unter anderem mit Werken des in Mecklenburg geborenen Welt-Künstlers Günther Uecker.

Aber auch das Mecklenburgische Staatstheater, ein Fünf-Sparten-Haus, zählt zu den bundesweit bedeutenden Kultureinrichtungen. Kein Wunder, liegen hier doch die Wurzeln der Schauspielkunst. Im Jahr 1754 gründete Conrad Ekhof in Schwerin die erste deutsche Schauspielakademie. Mit ihrer 400-jährigen Geschichte gilt die ebenfalls in Schwerin beheimatete Mecklenburgische Staatskapelle als eines der ältesten Orchester Deutschlands. Mit den sommerlichen Schlossfestspielen wird alljährlich das Theaterjahr gekrönt – ein fünfwöchiges Open-Air-Spektakel vor der atemberaubenden Kulisse des Schlossensembles. 

Aktive Erholung in einer faszinierenden Wasserlandschaft

Auch Naturfreunde sind begeistert, wenn sie hören, was Schwerin alles zu bieten hat. Denn sieben Seen prägen die Stadt, darunter der Schweriner See. Als drittgrößtes Binnengewässer Deutschlands genießt er seinen Ruf als erstklassiges Segelrevier, bietet aber auch für Ruder- und Motorbootfans, Kanuten, Surf- und Tauchfreunde ideale Bedingungen für großartige Wasseraktivitäten. Die zahlreichen Badestellen mit hervorragender Wasserqualität versprechen ebenfalls großes Vergnügen im blauen Nass. Wer es bequemer möchte, genießt die glitzernde Seenlandschaft bei Kaffee und Kuchen an Bord eines der Fahrgastschiffe der Weissen Flotte.

Ganz entspannt den Naturmelodien lauschen, aktiv unterwegs sein oder sich von Kulturgenüssen verzaubern lassen. Schwerin überzeugt mit einer unglaublichen Vielfalt und eben der ganz besonderen Mischung aus Naturerleben und Kulturgenüssen. Mit dem Boot zum Theater? – Kein Problem. Auf dem Drahtesel ins Freilichtmuseum? Sehr empfehlens­wert. Ein Picknick im Grünen und das Märchenschloss als Kulisse? – Nichts leichter als das. Wer auf diesen wunderbaren Mix steht, wird von der reizenden Schlossstadt Schwerin fasziniert sein.

Wohnen am Wasser, zentral in der Innenstadt und mit Naturraum

Wasser ist in der Landeshauptstadt Schwerin das allgegenwärtige Element. Mehr als ein Viertel der Stadtfläche ist vom Blau gekennzeichnet. Fast alles ist fußläufig zu erreichen – längere Wege hat nur, wer neugierig den vielfältigen Silhouetten folgt. Doch Schwerin hat mehr als schöne Postkartenmotive zu bieten: Die Stadt ist in Bewegung. Neues entsteht neben Historischem, urbane Flächen warten auf ihre Entwickler. 

„Nicht selten mit Seeblick.“ Diese Worte beschreiben kurz und treffend das wesentliche Merkmal des Schweriner Immobilienangebotes. Sehr beliebt sind die Angebote in der Innenstadt und am Wasser. Und die Nachfrage steigt stetig. Daher wird die Landeshauptstadt Schwerin in den kommenden Jahren weitere Flächen für den Wohnungsmarkt ausweisen – derzeit entstehen neue Wohnquartiere am Ziegelsee, am Lankower See und im Bereich der ehemaligen Waisengärten am Schweriner See.

Die Gestaltung Schwerins als Lebensraum für alle Generationen steht bei der Planung im Mittelpunkt. Vieles wird in Schwerin bereits für Familien getan: Es gibt ein attraktives Kinderbetreuungsangebot, das von der Kinderkrippe bis zur Hortbetreuung reicht. Zwei 24-Stunden-Kitas wurden bereits eröffnet und werden gut angenommen.

Schwerin bietet Wohnraum in einem Umfeld mit genügend Spiel- und Freiräumen für Kinder und Jugendliche, Nachbarschaften, die sich füreinander verantwortlich fühlen, und natürlich ein vielseitiges Freizeit- und Kulturangebot.

Am Schweriner See gehören Wassersportarten ganz selbstverständlich zum Leben dazu. Schwerin bietet vielen Gebieten Möglichkeiten für sportliche Herausforderungen, aber auch genug Raum für Entspannung und Erholung. Spazier- und Wanderwege führen oft ganz nah am Wasser entlang, der Zoo und der Kletterwald sind ein kleines Abenteuer für die ganze Familie.

Mittendrin gelegen, mit Raum für Ideen

Durch die Nähe zur Hansestadt Hamburg und zur Ostseeregion mit den Seehäfen Wismar und Rostock sowie zur Bundeshauptstadt Berlin hat Schwerin den Vorteil, verkehrstechnisch „mittendrin“ gelegen zu sein. Mit dem Auto ist man in etwa 40 Minuten an der Ostsee und knapp 80 Minuten in der nächsten Metropole.

Die Landeshauptstadt hält für die Erweiterung und Ansiedlung von Unternehmen in den Industrie- und Gewerbegebieten attraktive Flächen in verschiedenen Größenordnungen bereit. Die freien Gewerbeflächen in den Industrie- und Gewerbegebieten sind voll erschlossen. Mit dem bereits bestehenden Baurecht können Bauanträge sofort gestellt werden. Die Gewerbebaulandpreise halten sich auf niedrigem Niveau, da sich dieser Teilmarkt zu einem reinen Käufermarkt entwickelt hat.

Die Landeshauptstadt Schwerin setzt auf Entdecker, die alle Standortvorteile einer Stadt suchen und noch viel mehr finden. Ein außergewöhnliches Tourismusziel, umgeben von Wald und Seenlandschaften, ein reizvoller Lebensmittelpunkt, geprägt von einer einzigartigen Kunst- und Kulturszene. Ein regionales Wirtschaftszentrum mit Menschen, die engagiert und begeistert gemeinsame Wege gehen. Schwerin bietet Raum für Ideen.

Text: Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin mbH/Landeshauptstadt Schwerin

Weitere Artikel zum Thema Regional & Historisch

Wird wieder beliebter: Das Wohnen auf dem Land

Der Zuzug vieler Menschen in die Städte – wie er in den vergangenen Jahren stattgefunden hat – hat sich bereits abgeschwächt. Der Wohnraummangel und die hohe Nachfrage in den Stadtzentren hat dazu geführt, dass die Speckgürtel der Städte in den Fokus der Wohnungssuchenden gerückt sind. Doch auch Dank der Digitalisierung ist inzwischen das weitere Umland gefragt. Denn Arztbesuche, Einkäufe und Arbeit können auch online von Zuhause erledigt werden.

Mehr lesen »

Was beim Thema Energie 2017 auf Verbraucher zukommt

Themen > Klima & Energie

Was beim Thema Energie 2017 auf Verbraucher zukommt



Verbraucher müssen sich in diesem Jahr auf Änderungen im Bereich Energie einstellen: Vielen drohen höhere Stromkosten, Hauseigentümer sollten ihren Heizkessel prüfen und neue Staubsauger dürfen ab September nur noch weniger als 900 Watt Leistung haben.

Heizungslabel jetzt auch für alte Heizkessel verpflichtend

Das Heizungslabel ist ab 2017 auch für Heizkessel ab 15 Jahren verpflichtend. Bisher war es nur für neue Kessel vorgeschrieben und konnte vom Schornsteinfeger oder Heizungsinstallateur bereits auf freiwilliger Basis vergeben werden. Ab 1. Januar muss der Bezirksschornsteinfeger nun auch alte Heizkessel in die Effizienzklassen A++ bis E (Neuanlagen: bis G) einordnen und das passende Heizungslabel anbringen. Die dabei entstehenden Kosten werden den Schornsteinfegern vom Bund erstattet.

Alte Heizungen jetzt prüfen

Heizkessel, die vor über 30 Jahren eingebaut wurden, dürfen nicht mehr betrieben werden. Dies gilt für alle Heizkessel mit einer Nennleistung zwischen 4 und 400 Kilowatt (kW), jedoch nicht für Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel. Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses sind von der Pflicht zum Tausch ausgenommen, wenn sie das Gebäude schon vor dem 1. Februar 2002 bewohnt haben. Ist der Heizkessel älter als 15 Jahre, sollte generell ein Tausch geprüft werden.

Strom wird für viele teurer

Ein Drittel der Stromanbieter hat bisher laut Vergleichsportalen angekündigt, die Preise zu erhöhen. Eine Kilowattstunde soll im Schnitt 3,4 Prozent mehr kosten. Wer seine Stromkosten senken will, sollte auch einen Anbieterwechsel prüfen. Anbieter von klimafreundlichem Ökostrom sind häufig günstiger als lokale Versorger.

Staubsauger ab September mit weniger als 900 Watt

Ab September 2017 dürfen nur noch Staubsauger verkauft werden, deren maximale Leistung unter 900 Watt liegt. Grundlage dafür ist die Ökodesign-Richtlinie der EU. Mit dieser Regelung will die EU europaweit Terawattstunden Strom pro Jahr einsparen. Das entspricht etwa dem anderthalbfachen Stromverbrauch einer Stadt wie Berlin. Wichtig für Verbraucher: Tests haben gezeigt, dass die niedrigere maximale Leistung von Staubsaugern kein Nachteil ist.
 

Weitere Informationen auf
www.co2online.de

Weitere Artikel zum Thema Klima & Energie

Klimaschutz und bezahlbaren Wohnungsbau in Einklang bringen

Das Klimakabinett der Bundesregierung hat seine Pläne für mehr Klimaschutz vorgelegt. Dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD: „Das leitende Prinzip von neuen Klimaschutzinitiativen im Immobiliensektor sollte sein, die Ziele von Wohnungs- und Nachhaltigkeitspolitik miteinander zu vereinbaren. Sonst droht der Umweltschutz zulasten des sozialen Friedens zu gehen. Die Immobilienwirtschaft…“

Mehr lesen »

Aktuelle Stichprobe zeigt: Vier von fünf Heizkosten- Abrechnungen enthalten Mängel oder Auffälligkeiten

Bei vier von fünf Heizkostenabrechnungen gibt es Auffälligkeiten oder Mängel. Das zeigt eine Stichprobe, bei der die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online rund 100 aktuelle Heizkostenabrechnungen von Finanztip-Lesern geprüft hat. Zudem wird in mehr als der Hälfte der Häuser deutlich mehr Heizenergie verbraucht als nötig. So entstehen unnötig hohe CO2-Emissionen und Kosten.

Mehr lesen »

Neubau – selbstgestaltete Lebensqualität

Themen > Bauen & Wohnen

Neubau – selbstgestaltete Lebensqualität

In Zeiten günstiger Immobilienkredite und mancherorts steigender Mieten verwirklichen sich viele den Traum vom Eigenheim. Zu Beginn stellt sich immer die Frage, ob eine Bestandsimmobilie erworben oder aber völlig neu gebaut werden soll. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Ein Neubau birgt besonders reizvolle Vorzüge, die auf der Hand liegen:

Mit einem Neubau sich selbst verwirklichen


Mit einem Neubau kann das Zuhause im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten vom Dach bis zum Keller komplett nach den eigenen Wünschen und modernsten Wohnbedürfnissen gestaltet werden. Ob die ganz individuelle Raumaufteilung, ein extra großes Bad mit Wellness-Oase, einen Wintergarten oder eine Terrasse, einen Hobbykeller oder ein Ankleidezimmer – der eigenen Phantasie sind bei einem Neubau keine Grenzen gesetzt. Als eigener Bauherr kann direkt Einfluss auf die Ausführung beim Bau und die Ausstattung der Immobilie genommen werden.

Mit einem Neubau Energie­effizienz und Sicherheit schaffen


Innerhalb der Bauphysik und den Vorgaben des Bauamtes kann man sich ein immobiles Alleinstellungsmerkmal erschaffen, welches ganz eigene besondere Akzente setzt. Richtet man die neueste Technologie ein, baut man energieeffizient und kosteneinsparend. Zudem sind bei einem Neubau aufwändige Reparaturen und Sanierungen auf längere Sicht nicht vonnöten. Die Kosten lassen sich zusätzlich durch Eigenleistungen verringern. Auch nicht zu verachten ist, dass man in einem Neubau die neueste Sicherheitstechnik zum Schutz gegen Einbruch und Diebstahl einplanen kann.

Mit einem Neubau smart sein


In der heutigen, vernetzten Welt lassen sich nicht nur die mobilen Endgeräte miteinander vernetzen, auch das Haus kann mit intelligenten Raum- und Gebäudesystemen ausgestattet werden. Das funktioniert durchaus recht futuristisch und scheut keinen Vergleich mit diversen Hollywood-Blockbustern. Für alle, die es lieber unauffälliger mögen, geht es auch unspektakulärer und ist durchaus bezahlbar. Geeignet ist die Smart-Home-Vernetzung nicht nur für den Technik-Freak, sondern auch für umweltbewusste Hauseigentümer, die Wert auf Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz in den eigenen vier Wänden legen.

Weitere Artikel zum Thema Bauen & Wohnen

Die Teilung von Immobilien – Wann es noch Vorteile bringt

Eine zu große Immobilie ist für viele Menschen im Alter oft eine Belastung. Zwar kann sie altersgerecht umgebaut werden, aber zu viel Platz hat man dann trotzdem noch. Eine mögliche Lösung hierfür ist die Teilung der Immo­bilie. So entsteht ein neuer, unabhängiger Wohnbereich für zum Beispiel Familienmitglieder oder Fremdmieter – in jedem Fall ein Nutzen für den ungenutzten Platz.

Mehr lesen »

Fünf gute Gründe für Wohneigentum

Wohnen in den eigenen vier Wänden – das ist für viele Menschen in Europa selbstverständlich. In Norwegen bewohnten 80 Prozent der Eigentümer ihre Wohnungen selbst. In Tschechien, Spanien und Italien lag der Anteil nur wenig darunter. In Deutschland dagegen liegt der Anteil selbstgenutzten Wohneigentums bei lediglich 45 Prozent. Dabei ergab eine SPIEGEL-Umfrage unlängst, dass 84 Prozent der Deutschen ein Eigenheim der Mietwohnung vorziehen. „Die Deutschen sehnen sich nach norwegischen Wohnverhältnissen. Doch viele zögern, den Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen. Dabei sind die Bedingungen für den Eigentumserwerb nach wie vor gut“, sagt Kerstin Huth, Vorsitzende des IVD-Regionalverbandes Berlin-Brandenburg.

Mehr lesen »

Stubenhocker statt Sonnenanbeter

Aufstehen, der erste Kaffee, ab ins Büro, mittags kurz ins Restaurant oder die Kantine, Training im Fitnessstudio, danach noch zum Supermarkt und dann auf die Couch. Dass in einem solchen Alltag der Aufenthalt im Freien zu kurz kommt, ist eigentlich kein Wunder.

Mehr lesen »

Tipps zum Einbruchschutz

Themen > Bauen & Wohnen

Tipps zum Einbruchschutz

Anwesenheit vortäuschen:

Um Einbrüchen vorzubeugen, sollte die Anwesenheit in der Wohnung simuliert werden. Dazu sind zum Beispiel Zeitschaltuhren geeignet, die automatisch das Licht an- und ausschalten. Zudem sollte man auch bei kurzer Abwesenheit immer die Fenster zumachen und die Haustür abschließen. 

Immer zusperren:

Haus- und Wohnungstüren nicht nur ins Schloss ziehen, sondern abschließen. Die Fenster nicht gekippt lassen.

Außenbereiche erhellen:

Strategisch platzierte Bewegungsmelder und Scheinwerfer nehmen Einbrechern den Schutz vor der Dunkelheit.

Bei Abwesenheit vorsorgen:

Wenn Sie verreisen, den Briefkasten leeren lassen und jemanden nach dem Rechten sehen lassen.

In Technik investieren lohnt sich:

Mehr als 40 Prozent der Einbruchsversuche scheitern an extra gesicherten Fenstern und Türen. 

Neben dem richtigen Verhalten sollte man aber vor allem noch weitere Schutzmaßnahmen treffen, wie beispielsweise verstärkte Schlösser und Fensterbeschläge sowie Bewegungsmelder und Alarmanlagen. Da Einbrecher die schnelle Beute vorziehen, raten Experten zu mechanischen Sicherungen, die einen Einbruch verlangsamen, und zu elektronischer Sicherheitstechnik, die den Täter entdeckt und abschreckt. 

Beratung vom Fachmann einholen:

Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung – effektiver Einbruchschutz bedarf Fachwissen und Erfahrung. Der Einbau von Sicherheitstechnik sollte daher immer vom Fachmann erfolgen, denn eine fehlerhafte Installation macht die hochwertigsten Vorrichtungen wirkungslos. 

 

www.nicht-bei-mir.de

Weitere Artikel zum Thema Bauen & Wohnen

Die Teilung von Immobilien – Wann es noch Vorteile bringt

Eine zu große Immobilie ist für viele Menschen im Alter oft eine Belastung. Zwar kann sie altersgerecht umgebaut werden, aber zu viel Platz hat man dann trotzdem noch. Eine mögliche Lösung hierfür ist die Teilung der Immo­bilie. So entsteht ein neuer, unabhängiger Wohnbereich für zum Beispiel Familienmitglieder oder Fremdmieter – in jedem Fall ein Nutzen für den ungenutzten Platz.

Mehr lesen »

Fünf gute Gründe für Wohneigentum

Wohnen in den eigenen vier Wänden – das ist für viele Menschen in Europa selbstverständlich. In Norwegen bewohnten 80 Prozent der Eigentümer ihre Wohnungen selbst. In Tschechien, Spanien und Italien lag der Anteil nur wenig darunter. In Deutschland dagegen liegt der Anteil selbstgenutzten Wohneigentums bei lediglich 45 Prozent. Dabei ergab eine SPIEGEL-Umfrage unlängst, dass 84 Prozent der Deutschen ein Eigenheim der Mietwohnung vorziehen. „Die Deutschen sehnen sich nach norwegischen Wohnverhältnissen. Doch viele zögern, den Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen. Dabei sind die Bedingungen für den Eigentumserwerb nach wie vor gut“, sagt Kerstin Huth, Vorsitzende des IVD-Regionalverbandes Berlin-Brandenburg.

Mehr lesen »

Stubenhocker statt Sonnenanbeter

Aufstehen, der erste Kaffee, ab ins Büro, mittags kurz ins Restaurant oder die Kantine, Training im Fitnessstudio, danach noch zum Supermarkt und dann auf die Couch. Dass in einem solchen Alltag der Aufenthalt im Freien zu kurz kommt, ist eigentlich kein Wunder.

Mehr lesen »

Einbruchszahlen steigen in der dunklen Jahreszeit

Themen > Bauen & Wohnen

Einbruchszahlen steigen in der dunklen Jahreszeit

Bildunterschrift

Einbrecher schlagen am häufig­sten in den Herbst- und Wintermonaten von Oktober bis Februar zu. In dieser Zeit wird es früher dunkel und Einbrecher erkennen leicht an Haus- und Wohnungsbeleuchtung, ob jemand zu Hause ist.

 

Wohnungseinbrüche geschehen entgegen der landläufigen Meinung nicht hauptsächlich nachts, sondern vor allem auch tagsüber: Ein Großteil aller Einbrüche passiert zwischen 10 und 18 Uhr. In der dunklen Jahreszeit profitieren Einbrecher davon, sich unbemerkt der Wohnung nähern zu können.

Gefährdet sind besonders Einfamilienhäuser am Rand von Siedlungen mit verdeckten Annäherungsmöglichkeiten. Einbrecher brechen bevorzugt Terrassentüren oder Fenster auf. Auch Garagen, Keller und Lichtschächte müssen besonders geschützt werden. Aber auch für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gilt die Regel, dass neben den Wohnungstüren zudem von außen leicht erreichbare Bereiche gegen Einbruch gesichert werden müssen. Einbrüche werden in Mehrfamilienhäusern zu 56 Prozent über die Eingangstür verübt. 81 Prozent der Einbrüche bei Einfamilienhäusern erfolgen über die Fenster und Fenstertüren.

Einbruchschutz bei Hausbau und Renovierung zahlt sich aus

Der Frühling ist eine beliebte Zeit für Renovierungsarbeiten und Neubauten. Hierbei wird jedoch der Einbruchschutz fast immer vernachlässigt und nur ein geringer Teil der fertiggestellten Wohneinheiten verfügt über das notwendige­ Minimum an Sicherheitstechnik. ­Deshalb sollte früh in Einbruchschutztechnik investiert werden.

Architekten, Bauplaner und Bauträger verzichten oftmals aus Kostengründen auf effektiven Einbruchschutz. Aber Bürgerinnen und Bürger, die in den Einbruchschutz investieren, leben sicherer, denn nachweislich werden über 40 Prozent der Einbrüche durch vorhandene Sicherheitstechnik verhindert. Das zeigt: Präven­tionsmaßnahmen lohnen sich – sei es beim Nachrüsten während der Renovierungen oder am besten direkt in der Bauplanung. Um finanzielle Hürden zu senken, wird der Einbruchschutz im Auftrag der Bundesregierung durch mehrere Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), insbesondere das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“, gefördert. Unterstützung gibt es für einbruchhemmende Türen und Fenster, Alarmanlagen sowie Beleuchtungs- und Zugangskontrollsysteme.

www.nicht-bei-mir.de

Weitere Artikel zum Thema Bauen & Wohnen

Die Teilung von Immobilien – Wann es noch Vorteile bringt

Eine zu große Immobilie ist für viele Menschen im Alter oft eine Belastung. Zwar kann sie altersgerecht umgebaut werden, aber zu viel Platz hat man dann trotzdem noch. Eine mögliche Lösung hierfür ist die Teilung der Immo­bilie. So entsteht ein neuer, unabhängiger Wohnbereich für zum Beispiel Familienmitglieder oder Fremdmieter – in jedem Fall ein Nutzen für den ungenutzten Platz.

Mehr lesen »

Fünf gute Gründe für Wohneigentum

Wohnen in den eigenen vier Wänden – das ist für viele Menschen in Europa selbstverständlich. In Norwegen bewohnten 80 Prozent der Eigentümer ihre Wohnungen selbst. In Tschechien, Spanien und Italien lag der Anteil nur wenig darunter. In Deutschland dagegen liegt der Anteil selbstgenutzten Wohneigentums bei lediglich 45 Prozent. Dabei ergab eine SPIEGEL-Umfrage unlängst, dass 84 Prozent der Deutschen ein Eigenheim der Mietwohnung vorziehen. „Die Deutschen sehnen sich nach norwegischen Wohnverhältnissen. Doch viele zögern, den Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen. Dabei sind die Bedingungen für den Eigentumserwerb nach wie vor gut“, sagt Kerstin Huth, Vorsitzende des IVD-Regionalverbandes Berlin-Brandenburg.

Mehr lesen »

Stubenhocker statt Sonnenanbeter

Aufstehen, der erste Kaffee, ab ins Büro, mittags kurz ins Restaurant oder die Kantine, Training im Fitnessstudio, danach noch zum Supermarkt und dann auf die Couch. Dass in einem solchen Alltag der Aufenthalt im Freien zu kurz kommt, ist eigentlich kein Wunder.

Mehr lesen »

Was Vermieter über ihre Mieter wissen müssen – und was sie wissen dürfen

Themen > Recht & Gesetz

Was Vermieter über ihre Mieter wissen müssen – und was sie wissen dürfen

Mieterauskünfte schützen am effektivsten vor Mietausfällen / Datenschutz gebietet Zurückhaltung / CONCEPT BAU gibt Kapitalanlegern Tipps in Sachen Mieterauskünfte

Berechtigtes Interesse trifft auf Datenschutz: Der einfachste Weg, sich als Kapitalanleger vor möglichen Mietausfällen und Renditeeinbußen zu schützen, bleibt eine genaue Prüfung des potenziellen Mieters. Welche Daten der Vermieter dabei erheben darf, regelt das Datenschutzgesetz. „Es ist für Vermieter in jedem Fall sinnvoll, sich vor Vertragsabschluss ein möglichst genaues Bild von ihrem zukünftigen Mieter zu machen. Aber nicht alles, was den Vermieter interessiert, müssen Mieter auch preisgeben“, erklärt Emmanuel Thomas, Geschäftsführer der CONCEPT BAU GmbH. Der Bauträger rät Kapitalanlegern daher, eher mit Maklern oder Hausverwaltungen zusammenzuarbeiten.

Die anhaltend hohe Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt führt laut CONCEPT BAU dazu, dass gerade private Vermieter Mietinteressenten bisweilen nur unzureichend überprüfen. Insbesondere unerfahrene Kapitalanleger verlieren demnach bei der oft hohen Zahl an Interessenten schnell den Überblick. Um sich unnötigen Ärger zu ersparen, sollten gerade sie daher auf professionelle Makler beziehungsweise Hausverwaltungen zurückgreifen: Diese bieten unter anderem einen Fragenkatalog für Vermieter an und tragen wichtige Informationen – wie etwa eine Bonitäts- und Mieterselbstauskunft – für den Vermieter zusammen.

Besonders die Frage nach den Einkommensverhältnissen des Mieters dient dem Vermieter nicht nur als Schutz, sondern ist im Rahmen des Abschlusses eines Mietvertrages auch völlig legitim. Doch potenzielle Mieter müssen bei der Wohnungssuche nicht alle Fragen beantworten, die ihnen gestellt werden. Zwar muss der Mieter seinen Vermieter auch über seine Identität und die in seinem Haushalt lebenden Personen wahrheitsgemäß informieren. Alle Fragen jedoch, die den Privatbereich des Mieters betreffen – wie etwa nach dem Familienstand oder der Nationalität – sind hingegen nicht erlaubt. Auch die Einholung von Informationen bei dritten Personen ist ohne die Zustimmung des Mieters grundsätzlich unzulässig. Hierzu zählen auch das Anfordern einer SCHUFA-Auskunft oder ein Anruf beim Vorvermieter.

Als Nachweis über die Einkommensverhältnisse eines Mietinteressenten dienen in der Regel seine Gehaltsnachweise der letzten drei Monate. Möchte der Vermieter darüber hinaus die Bonität eines potenziellen Mieters überprüfen, muss er ihn bitten, eine Eigenauskunft zu beantragen. Da auch die SCHUFA an das Bundesdatenschutzgesetz gebunden ist, sind deren Auskünfte allerdings auf die jeweils vergangenen drei Jahre beschränkt. Zusätzlich kann der Vermieter den Interessenten aber auch um eine Bankauskunft bitten. Diese verrät, ob ein Mieter gemäß seiner Einkünfte in der Lage ist, die veranschlagte Miete zu bezahlen. „Das Datenschutzgesetz regelt genau, welche Informationen Vermieter von potenziellen Mietern verlangen dürfen“, fasst Thomas zusammen. „Und die Auskunft über die Einkommensverhältnisse gehört definitiv dazu.“


CONCEPT BAU GmbH
info@conceptbau.de
www.conceptbau.de

Weitere Artikel
zum Thema Recht & Gesetz

Fliegende Dachziegel

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

Mehr lesen »

Immobilienerwerb durch Eheleute und nichteheliche Lebensgemeinschaften

Beim Erwerb einer Immobilie taucht häufig die Frage auf, in welchem Erwerbsverhältnis die Käufer in das Grundbuch eingetragen werden sollen. Die mit Abstand häufigste Erwerbsform durch Eheleute oder nichteheliche Lebensgefährten ist das Bruchteilseigentum zu je 1/2. Ob diese Erwerbsform sachgerecht ist und welcher Regelungsbedarf besteht, lässt sich erst dann beurteilen, wenn …

Mehr lesen »

Denkmalschutz und Immobilienbesitz

Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien genießen einige Steuervergünstigungen. Wenn solche Gebäude vermietet werden, kann der Eigentümer sowohl die Anschaffungskosten als auch Modernisierungsmaßnahmen steuerlich geltend machen. Bei Immobilien, die vor 1925 gebaut wurden, können über die Dauer von 40 Jahren …

Mehr lesen »

Nachweistätigkeit des Verkäufermaklers

Weist der Verkäufermakler seinem Kunden einen Kaufinteressenten nach und kommt der Hauptvertrag mit einem Dritten zustande, entsteht kein Provisionsanspruch gegen den Verkäufer, auch wenn zwischen dem Erwerber und dem nachgewiesenen Kaufinteressenten eine feste, auf Dauer angelegte gesellschaftsrechtliche Bindung besteht. BGH, Urteil vom 21.11.2018 – I ZR 10/18

Mehr lesen »

Wohnraummietrecht

Im Falle einer dem Mieter unrenoviert oder renovierungsbedürftig überlassenen Wohnung hält die formularvertragliche Überwälzung der nach der gesetzlichen Regelung den Vermieter treffenden Verpflichtung zur Vornahme laufender Schönheitsreparaturen der Inhaltskontrolle am Maßstab des BGB nicht stand, sofern der Vermieter dem Mieter keinen angemessenen Ausgleich gewährt, der ihn so stellt, als habe der Vermieter ihm eine renovierte Wohnung überlassen.

Mehr lesen »