Die Vorsorgevollmacht

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Die Vorsorgevollmacht

Ulf Schönenberg-Wessel
Rechtsanwalt und Notar
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Sozialrecht

Es ist allgemein bekannt, dass durch testamentarische Regelungen der „letzte Wille“ für die Zeit nach dem Tod verbindlich niedergelegt werden kann. Weit weniger geläufig ist jedoch die Möglichkeit, für die Zeit vor dem Tod Vorkehrungen zu treffen für den Fall, dass man (z. B. wegen seniler Demenz oder wegen eines Koma-Zustands) nicht mehr in der Lage ist, einen eigenen Willen zu bilden und umzusetzen. 

Die Vorsorgevollmacht macht die gerichtliche Anordnung einer Betreuung jedenfalls für den in der Vollmacht geregelten Bereich entbehrlich, solange der Bevollmächtigte die ihm übertragenen Befugnisse auch tatsächlich und ausreichend wahrnimmt. Die Vorsorgevollmacht ermächtigt also eine Person des Vertrauens, an der Stelle des Vollmachtgebers und (bis auf wenige Ausnahmen) auch ohne Einschaltung des Gerichts, diejenigen Maßnahmen vorzunehmen, die in der Vollmacht benannt sind. Dabei ist darauf zu achten, dass die Vollmacht nicht durch Bedingungen eingeschränkt wird, die vom Bevollmächtigten nur schwer nachzuweisen sind.

Eine gesetzliche Formvorschrift für Vorsorgevollmachten besteht nicht, die Vollmacht sollte jedoch aus Beweisgründen zumindest schriftlich erteilt werden. Sofern die Vollmacht jedoch auch zur Verfügung über Grundbesitz berechtigt, über GmbH-Geschäftsanteile oder zu sonstigen Maßnahmen, bei denen die notarielle Beurkundung oder Beglaubigung vorgeschrieben ist (z. B. Anmeldungen zum Handelsregister, Ausschlagung einer Erbschaft), muss sie notariell beglaubigt oder (wenn die Vollmacht besonders weitreichend ausgestaltet ist)  notariell beurkundet sein. 

Um insbesondere den Betreuungsgerichten die Möglichkeit zu geben, rasch Gewissheit über die Existenz einer Vorsorgevollmacht zu erlangen, hat die Bundesnotarkammer seit Sommer 2003 aufgrund gesetzlicher Ermächtigung ein Zentrales Vorsorgeregister (ZVR), eingerichtet, in welchem die Daten des Vollmachtgebers und der Notariatsurkunde gespeichert werden, wenn der Vollmachtgeber damit einverstanden ist.

Um eine rechtssichere und wirksame Vollmacht zu errichten, ist eine notarielle Beratung zu empfehlen.

Kanzlei im Merkurhaus
Preußerstraße 1 – 9
24105 Kiel
Tel.: 0431 661149-60 / -50
www.kanzlei-merkurhaus.de

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Wohnraummietrecht

Im Falle einer dem Mieter unrenoviert oder renovierungsbedürftig überlassenen Wohnung hält die formularvertragliche Überwälzung der nach der gesetzlichen Regelung den Vermieter treffenden Verpflichtung zur Vornahme laufender Schönheitsreparaturen der Inhaltskontrolle am Maßstab des BGB nicht stand, sofern der Vermieter dem Mieter keinen angemessenen Ausgleich gewährt, der ihn so stellt, als habe der Vermieter ihm eine renovierte Wohnung überlassen.

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Keine fiktiven Schadenskosten mehr im Werkvertragsrecht

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit veränderte der Bundesgerichtshof zuletzt die Baubranche. Seit dem Urteil vom 22.02.2018 ist Schluss mit der Geltendmachung sogenannter fiktiven Mängelbeseitigungskosten in einem Baurechtsprozess. Konnte der Auftraggeber in der Vergangenheit aufgrund der jahrzehntelangen Rechtsprechung noch ohne Durchführung der Mangelbeseitigungsarbeiten die fiktiven Kosten der Mangelbeseitigung geltend machen, ist diese Möglichkeit nunmehr für alle Bauverträge, die ab dem 1. Januar 2002 geschlossen wurden beendet.

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Herausgabe von Eigentümerlisten

Ein Wohnungseigentümer hat keinen Anspruch auf Herausgabe einer Liste mit den E-Mail-Adressen der übrigen Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft gegenüber der Verwaltung. Zwar ist der Verwalter gegenüber den Wohnungseigentümern und dem Verband gehalten, eine „Eigentümerliste“ – mit Namen und Anschrift – zu führen und ggf. zu übergeben, hierunter fallen jedoch keine E-Mail-Adressen.

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Umzug ins Heim

Manchmal muss der Umzug in ein Pflegeheim aus gesundheitlichen Gründen relativ schnell erfolgen. Doch selbst in solchen Fällen können Mieter nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS ihren Vertrag nicht fristlos kündigen.

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Anwohner contra Ladensäule

Ein Grundstücksbesitzer kann es der zuständigen Gemeinde nicht verbieten, öffentliche Parkplätze vor seinem Haus mit E-Ladesäulen auszustatten. Für eine solche Maßnahme ist nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS keine Baugenehmigung nötig.

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hanseBAU und Bremer Altbautage zeigen Sonderschauen zum Thema Holz

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hanseBAU und Bremer Altbautage zeigen Sonderschauen zum Thema Holz

Vom Neubau bis zur Fuge

Wer einen Neubau plant, seinen Altbau sanieren möchte, Ideen für ein neues Badezimmer braucht oder auf der Suche nach neuen Möbeln, Bodenbelägen und Trends rund ums Haus ist, kann sich schon mal das Wochenende von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. Januar 2018, rot im Kalender anstreichen: Auf der hanseBAU, der größten Baufachausstellung in Nordwestdeutschland, finden Besucher alles zu den Themen Bauen, Sanieren, Ausbauen und Dekorieren. Gemeinsam mit den Bremer Altbautagen präsentieren sich knapp 400 Aussteller in den Hallen 5, 6 und 7 der Messe Bremen. Im Fokus des Messe-Duos stehen Sonderschauen zum Thema Holz. Ebenfalls dabei: die Bremer Immobilientage der Sparkasse Bremen.

Worauf beim Kaminkauf zu achten ist und ob Öfen überhaupt umweltfreundlich sind, verrät die Sonderschau der hanseBAU „Heizen mit Holz“. Die Bremer Altbautage in Halle 7 machen hingegen deutlich, dass sich Holz nicht nur zum Heizen eignet. „Wir wollen zeigen, wie vielfältig Holz als Baumaterial ist und welche Vorteile es hat“, sagt Ulrich Pollkläsener, Projektleiter der Altbautage.

Die Sicherheit am und im Haus ist ein weiteres großes Thema auf der hanseBAU. Ob Fenster, Türen, Garagentore, Zäune, Alarmanlagen oder automatisch schließende Rollläden – auf der Baufachmesse gibt es so ziemlich alles, womit sich die eigenen vier Wände absichern lassen.

Auch für den Garten gibt es verschiedene Angebote und Neuheiten, so Terrassen, wetterfeste Lamellendächer oder Kunstrasen. Neben modernen Lüftungsanlagen, die aufgrund effizienter Fenster immer wichtiger werden, finden Besucher Ideen für ihre Bäder – vom Whirlpool über Toi-letten mit selbstreinigenden Sitzen bis zur XXL-Fliese. Über 130 Vorträge und Vorführungen runden die hanseBAU ab.

Außerdem veranstaltet die Sparkasse Bremen zum zweiten Mal während des Messe-Duos ihre Bremer Immobilientage. Besucher erhalten hier Auskünfte zu den Themen Finanzieren, Investieren und Vermieten sowie zum Konzept der Stadtteilfiliale der Zukunft. Erste Pilotfilialen sind bereits geplant, so in der Neustadt, Horn und Vegesack.

Die hanseBAU, Bremer Altbautage und Immobilientage haben von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. Januar 2018, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Tagesticket kostet 9 Euro.

Mehr Infos unter www.hansebau-bremen.de

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ImmoNord – Die neue Messe für Wohnimmobilien

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, oder eine zum Kauf sucht, dem schwirren viele, viele Fragezeichen im Kopf herum. Wie finanziere ich den Kauf? Was muss ich juristisch bedenken? Wann ist der beste Zeitpunkt zum Kauf? Lohnt sich ein Verkauf? Diese und weitere Fragen klärt das neue Messekonzept der inRostock GmbH – die erste ImmoNord.

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29. Baumesse RoBau

Rostock – Bauherren aufgepasst!
Wenn Sie in nächster Zeit vorhaben, Ihr neues Zuhause zu planen oder es vielleicht fertig stellen wollen, dann sind Sie auf der RoBau, Mecklenburg-Vorpommerns größter Landesbauausstellung und den Parallelmessen ImmoNord sowie Wohnideen & Lifestyle an der richtigen Adresse.

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Anwaltskanzlei im historischen Packhaus

Seit Juni 2018 hat die Kanzlei Brameshuber ihren Sitz im historischen Packhaus in der Hollesenstraße 15 in Rendsburg. Bevor die beiden Rechtsanwälte Dietmar und Stephan Brameshuber ihre neuen Büroräume an der Untereider beziehen konnten, mussten diese aufwendig renoviert werden. Das Ergebnis ist eine gelungene Kombination aus alten und modernen Elementen, die eine angenehme Atmosphäre schaffen, eindrucksvoll unterstrichen durch verschiedene Objekte eines im Haus ansässigen Künstlers.

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Für welche Leistungen wird der Makler wirklich bezahlt?

Themen > Bauen & Wohnen

Für welche Leistungen wird der Makler wirklich bezahlt?

Was Makler wirklich leisten, wird von Käufern, Verkäufern und den Maklern selbst ganz unterschiedlich wahrgenommen. Eigentlich paradox, wo doch alle an derselben Immobilie bzw. ihrem Verkauf beteiligt sind. Diese Beobachtung lässt sich leicht durch die verschiedenen Perspektiven erklären. Ähnliche Situationen sind auch aus anderen Branchen bekannt und werden deutlicher, wenn alle Prozessschritte zu einem qualifizierten Immobilienverkauf betrachtet werden.

 

Die Abbildung ist sehr umfangreich, denn sie zeigt das Gesamtbild und macht alle Prozesse sichtbar, die ablaufen müssen, damit eine Immobilie ihren Eigentümer wechselt. Hierbei lassen sich zwei Kreise erkennen. Der grundlegende Kreis auf der linken, unteren Seite beschreibt die notwendigen Grundlagen, damit ein Immobilienmakler überhaupt qualifizierte Leistungen erbringen kann.

Fixkosten müssen gedeckt sein – eine Herausforderung für Existenzgründer

Nach einer geeigneten Ausbildung oder einem branchenspezifischen Studium (die Zahl der Quereinsteiger hat in den letzten Jahren abgenommen) wird der Makler sein Unternehmen aufbauen müssen. Er muss also Fixkosten tragen, die durch Raummiete, Versicherungen, Verbandsmitgliedschaften etc. anfallen. Auch eine IT-Infrastruktur im Büro muss neben einer professionellen Homepage und Kommunikationstechnik aufrechterhalten werden. Daneben wird der Makler seine Qualifikation aber auch regelmäßig durch Fortbildungen weiterentwickeln, insbesondere bezüglich der Digitalisierung, neuer Technologien im Bereich von Gebäuden sowie den zunehmenden Regulierungsmaßnahmen, z. B. das Geldwäschegesetz oder die Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Makler müssen umfangreich und lange in Kontakte und ein professionelles Image investieren.

Makler sind in der Regel Kleinunternehmer

Bevor der Makler aber an sein eigenes Gehalt denken kann, wird er weitere Fixkosten zur Bezahlung seiner Mitarbeiter decken müssen. Der durchschnittliche Makler wird von 1 bis 2 Personen unterstützt. Mit der Verantwortung für Mitarbeiter ist auch Risiko verbunden. Der Makler muss in der Lage sein, schlechte Geschäftsjahre mit guten Jahren zu verrechnen.

Der zweite Kreis wird meistens noch stärker unterbewertet

Unterschiedliche Perspektiven zeigen sich auch, wenn es um die Sichtweisen von Maklern, Käufern und Verkäufern geht. Während der Verkäufer im Ablauf nur die Prozessschritte seiner eigenen Besichtigung und den Notartermin wahrnimmt, weiß der Makler, wie viele Besichtigungen insgesamt durchgeführt wurden und welche Wegzeiten sowie Terminkoordinationen den tatsächlichen zeitlichen Aufwand ausmachen. Auch das Einholen der notwendigen Unterlagen zur Vorbereitung eines Notartermins ist insbesondere im Umgang mit Erbengemeinschaften oder in Scheidungsfällen nicht zu unterschätzen.

Das Exposé wird am ehesten unterschätzt

Natürlich lässt sich ein Exposé durch ein paar Mausklicks erstellen. Da Immobilien in der Regel im sechsstelligen Eurobereich verkauft werden, wird kaum ein Verkäufer mit geringem Leistungsniveau zufrieden sein. Nicht wenige Makler investieren mehrere Tage. Denn erst einmal muss bei richtiger Wetterlage das Objekt aufgenommen werden. Hierfür sind neben Fotos auch Hintergrundinformationen vom Verkäufer oder Auskünfte von Behörden notwendig. Der gesetzlich notwendige Energieausweis muss besorgt und kostenpflichtig erstellt werden. Dies gilt ähnlich für vernünftige Grundrisszeichnungen und Visualisierungen. Der Verkäufer hat in der Regel ebenso eine Reihe an Fragen und so summieren sich viele unsichtbare Zeiten für kurze telefonische Absprachen, Anfahrtswege und Vertrauensbildung, die im Vorfeld eines Verkaufsauftrags geleistet wird.

Wahrnehmungsfaktor mal 3

Um zu veranschaulichen, in welchem Verhältnis die zeitliche Wahrnehmung seitens Kunden (Käufer und Verkäufer) zur tatsächliche erbrachten Leistungszeit des Maklers stehen, wurde eine Befragung im Rahmen des aktuellen Mietwetters Berlin-Brandenburg durchgeführt. Dabei lässt sich für die Gesamtzeit ein Faktor von ungefähr 3 ermitteln. Der Makler braucht durchschnittlich 3 mal so lange für eine Leistung, wie sie tatsächlich beim Kunden wahrgenommen wird. Hier zeigen sich aber große Unterschiede zwischen den einzelnen Schritten. Ein Blick in die Studie lohnt sich also.

von Prof. Dr. Marco Wölfle, Center for Real Estate Studies, Freiburg

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Die Teilung von Immobilien – Wann es noch Vorteile bringt

Eine zu große Immobilie ist für viele Menschen im Alter oft eine Belastung. Zwar kann sie altersgerecht umgebaut werden, aber zu viel Platz hat man dann trotzdem noch. Eine mögliche Lösung hierfür ist die Teilung der Immo­bilie. So entsteht ein neuer, unabhängiger Wohnbereich für zum Beispiel Familienmitglieder oder Fremdmieter – in jedem Fall ein Nutzen für den ungenutzten Platz.

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Fünf gute Gründe für Wohneigentum

Wohnen in den eigenen vier Wänden – das ist für viele Menschen in Europa selbstverständlich. In Norwegen bewohnten 80 Prozent der Eigentümer ihre Wohnungen selbst. In Tschechien, Spanien und Italien lag der Anteil nur wenig darunter. In Deutschland dagegen liegt der Anteil selbstgenutzten Wohneigentums bei lediglich 45 Prozent. Dabei ergab eine SPIEGEL-Umfrage unlängst, dass 84 Prozent der Deutschen ein Eigenheim der Mietwohnung vorziehen. „Die Deutschen sehnen sich nach norwegischen Wohnverhältnissen. Doch viele zögern, den Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen. Dabei sind die Bedingungen für den Eigentumserwerb nach wie vor gut“, sagt Kerstin Huth, Vorsitzende des IVD-Regionalverbandes Berlin-Brandenburg.

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Stubenhocker statt Sonnenanbeter

Aufstehen, der erste Kaffee, ab ins Büro, mittags kurz ins Restaurant oder die Kantine, Training im Fitnessstudio, danach noch zum Supermarkt und dann auf die Couch. Dass in einem solchen Alltag der Aufenthalt im Freien zu kurz kommt, ist eigentlich kein Wunder.

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Bruchteilseigentum: Eine Alternative zum Wohnungseigentum

Themen > Recht & Gesetz

Bruchteilseigentum: Eine Alternative zum Wohnungseigentum

Frank Mikoleit, Justitiar und Leiter der Hausverwaltung bei OTTO STÖBEN

Wer sich auf den Inseln der Nord- und Ostsee sowie in den Gemeinden der küstennahen Gebiete genau umschaut, entdeckt immer häufiger „tote“ Zonen mit heruntergelassenen Rollläden und unbeleuchteten Immobilien. Hierbei handelt es sich jedoch keinesfalls um generellen Leerstand. Diese Immobilien bestehen vor allem aus Zweitwohnungen, die von Auswärtigen als Ferienimmobilien teuer erworben wurden und nur zeitweise genutzt werden. Neben dem unattraktiven Anblick vermeintlich unbewohnter Gebiete hat dieser Umstand auch zur Folge, dass zunehmend bezahlbarer Wohnraum für die ansässigen Einwohner schwindet.

 

Um dem entgegenzuwirken, beschränken viele Gemeinden den Bau von Eigentumswohnungen bzw. die Aufteilung von Häusern in Wohnungseigentum, in dem sie gem. § 22 BauGB Satzungen verabschieden, die eine Genehmigung bei der Begründung von Wohnungseigentum voraussetzen.

Möchte der findige Insulaner sowie der küstennahe Immobilienbesitzer dennoch Zweitwohnungen lukrativ an Auswärtige verkaufen, behilft er sich mit dem rechtlich zulässigen „Trick“ des Bruchteilseigentums. Gesetzlich geregelt ist das Bruchteilseigentum in den §§ 1008 bis 1011 BGB. Der individuelle Anteil der einzelnen Miteigentümer an der Immobilie wird nach Bruchteilen bestimmt. Jeder Miteigentümer kann dabei über seinen Anteil, der rechtlich selbständig ist, frei verfügen.

„Beim Bruchteilseigentum, auch Miteigentum nach Bruchteilen genannt, besitzen mehrere Personen gemeinsam eine Sache, in diesem Falle die Immobilie“, erklärt Frank Mikoleit, Justitiar und Leiter der Hausverwaltung bei OTTO STÖBEN. Im Gegensatz zum Kauf einer Eigentumswohnung innerhalb einer Immobilie, bei der nach einem Teilungsplan das Gesamteigentum nach dem Wohnungseigentumsgesetz aufgeteilt wird, kommt es beim Bruchteilseigentum lediglich zu einer ideellen Aufteilung. Das bedeutet, dass jeder Eigentümer Miteigentümer an der gesamten Immobilie wird.

Frank Mikoleit: „Er besitzt somit einen Anteil am gesamten Haus und an jeder Wohnung und nicht wie nach WEG-Recht das Sondereigentum an einer Wohnung. Die ihm zugeteilte Wohnung kann er für sich allein nutzen und ist mithin faktisch so gestellt wie ein Wohnungseigentümer nach WEG. Denkbar wäre somit sogar der Umbau und die Neuaufteilung von großen Wohnungen in mehrere- kleinere Ferienwohnungen, die dann aber nicht nach WEG aufgeteilt werden müssen.“

Nach § 744 Abs. 1 BGB ist beim Bruchteilseigentum eine Verwaltung nur gemeinschaftlich möglich, wobei eine Stimmenmehrheit notwendig ist. Das heißt, dass eine Verfügung über die Sache im Ganzen nur durch eine gemeinschaftliche Verfügung aller Miteigentümer bzw. durch eine Bevollmächtigung eines Eigentümers durch alle anderen durchsetzbar ist. Allerdings ist jeder Teilhaber berechtigt, die zur Erhaltung des Gegenstandes notwendigen Maßregeln ohne Zustimmung der anderen Teilhaber zu treffen; er kann verlangen, dass diese ihre Einwilligung zu einer solchen Maßregel im Voraus erteilen (§ 744 Abs. 2 BGB ).

Das Risiko für den einzelnen Miteigentümer einer Bruchteilsgemeinschaft besteht in der voll umfänglichen Haftung für das Gesamteigentum, also nicht nur für die zugeteilte Wohneinheit.

„Kann ein Miteigentümer z. B. seinen Kredit nicht mehr bedienen und muss somit aus der Bruchteilsgemeinschaft ausscheiden, so erfolgt dies nicht wie bei der Wohnungseigentümergemeinschaft. Unter Umständen wird in diesem Falle die gesamte Bruchteilsgemeinschaft aufgelöst, wenn z. B. das Kreditinstitut die Zwangsvollstreckung der gesamten Immobilie betreibt. Zu verhindern wäre dies nur, wenn die anderen Miteigentümer die Raten weiter bezahlen oder ein neuer Eigentümer den Miteigentumsanteil übernimmt. Man sollte also Verträge über ein Bruchteilseigentum vor dem Unterzeichnen genauestens von einem Fachmann überprüfen lassen“, rät Frank Mikoleit.

www.stoeben.de

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Wohnraummietrecht

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Smart Home – sinnvoll oder riskante Spielerei?

Themen > Bauen & Wohnen

Smart Home – sinnvoll oder riskante Spielerei?

Wohnen in einer digitalen Umgebung gewinnt immer mehr an Interesse, seit einigen Jahren zeichnet sich ein steigender Trend zum smarten Zuhause ab. Auf allen Kanäle verspricht die Werbung eine vernetzte Wohnumgebung, alles wird aufeinander abgestimmt, untereinander gesteuert, miteinander verknüpft.

 

Vernetzung im Bereich der Telekommunikation zwischen Smartphone, Tablet und PC sowie Streaming-Musik-Anlagen ist der breiten Masse inzwischen bekannt und für viele aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Im Wohnbereich hält die Digitaliserung zunehmend Einzug im Segment der Energieeinsparungen z. B. bei Heizungsthermostaten, schaltbaren Steckdosen, Sensoren an Fenstern oder Türen. Neben den Energieeinsparungen ergeben sich durch das smarte Wohnen auch ein höherer Komfort im Alltag und eine Steigerung der Einbruchsicherheit. Bewegungsmelder werden installiert, Lampen per Zeitschaltuhr eingeschaltet oder über das Smartphone gesteuert, ebenso wie diverse Haushaltsgeräte.

In der Regel läuft die Steuerung der diversen Geräte über eine App auf dem Tablet oder Smartphone. Darüber kann jedes verbundene Gerät einzeln bedient werden. Man kann seinem Zuhause durch Automatisierungen eine Menge Intelligenz einhauchen.

Vor allem auch beim Thema Sicherheit und Überwachung sind die Einsatzmöglichkeiten vielfältig und damit auch das Angebot an smarten Sicherheitslösungen: Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder, Überwachungskameras, Feuermelder, Feuchtigkeits- und Wassersensoren, etc. So kann man sich über Smartphone oder Tablet informieren lassen, wenn sich jemand an Fenster oder Türen zu schaffen macht, ob die Kinder zum verabredeten Zeitpunkt zu Hause sind oder aber dem Kaffeevollautomaten auf der Heimfahrt befehlen, einen Feierabend-Cappuccino zuzubereiten.

Ob sich ein smart vernetztes Eigenheim lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Neben den unbestrittenen Vorteilen ergeben sich auch immer wieder Fragen bezüglich der Privatsphäre und der technischen Sicherheit. Da die Steuerung in der Regel über den Internetrouter erfolgt, lassen sich die vernetzten Geräte ungewollt ansteuern oder auch durch Unbefugte manipulieren.

Bevor Sie sich also allein auf ihre digitalen Au Pairs Alexa, Cortana, Siri und Co. verlassen, fragen Sie doch lieber erst einmal einen Smart Home-Fachmann.

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Buchverlosung: „Norderney – meine Inselstadt“

Themen > Unsere Partner stellen sich vor

Buchverlosung:
„Norderney – meine Inselstadt“

Eine einzigartige Dokumentation in Bildern

Der Inselfotograf Joachim Trettin zeigt seine Wahlheimat als eigene reizvolle Welt. Mit seiner Kamera zeigt er alle Ecken und Kanten und die spröde Klarheit einer lebendigen, bei Touristen überaus beliebten Stadt. Joachim Trettin beschreibt die Inselstadt Norderney mit Bildern, die auf anregende Weise anders sind, als die glatten Fotos in den Werbebroschüren. Seine Bilder machen Lust, genau hinzuschauen auf eine Schönheit, die sich aus Gegensätzen ergibt, aus Reibung und Unterschieden, aus kleinen Brüchen und Lücken, die Raum schaffen für eine andere Wahrnehmung.

 

Auf Norderney liegt alles eng nebeneinander in starker, intensiver Ausprägung. Diese charakteristische Besonderheit hat der -Fotograf aufgespürt: Da finden sich versteckte Kleinode neben den Bausünden der Siebzigerjahre, und überall bieten sich unerwartet Blickachsen auf das Meer. Am eindrucksvollsten ist die Sommersonne, wenn sie in einem spektakulären Farbrausch in der spiegelglatten Nordsee versinkt.

Joachim Trettin zeigt seine Stadt früh morgens, bevor der Sturm losbricht und gigantische Wolkengebilde Richtung Festland treibt, und nachts, wenn die erleuchteten Fenster Heimeligkeit versprechen, an Wärme und duftenden Tee erinnern. Diese lebendige, ehrliche Gegenwart macht neugierig auf ein neues Bild von Norderney. 

ISBN: 978-3-925573-798
Format: 210 x 150 mm
128 Seiten | Hardcover
mit Lesebändchen
durchgängig farbig
1. Auflage 12/2017
Preis: 18,50 Euro (D)

www.grabener-verlag.de

Verlosung

 

Mit freundlicher Unterstützung der Grabener Verlag GmbH verlosen wir ein Exemplar des Buches.

Schicken Sie einfach eine Postkarte mit dem Stichwort „Norderney“ an:
IMMOBILIENMARKT Verlagsgesellschaft, Königsweg 1, 24103 Kiel

oder senden Sie eine E-Mail an verlosung@derimmomarkt.de.

Bitte geben Sie Ihre vollständige Adresse an.

Einsendeschluss: 16.02.2018

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ImmoNord – Die neue Messe für Wohnimmobilien

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Neumünster erhebt keine Straßenbaubeiträge mehr

Themen > News

Neumünster erhebt keine Straßenbaubeiträge mehr

Genau ein Jahr ist es nun her, dass wir in unserer Ausgabe 01/02 2017 über die Existenzgefährdung durch Straßenbaubeiträge berichtet haben. 

 

Viele Immobilienbesitzer kamen und kommen nach wie vor durch die von den Kommunen erhobenen, meist 5-stelligen Beiträge für den Ausbau maroder Straßen in eine finanzielle Schieflage und sehen sich in ihrer Existenz bedroht. 

Der Neumünsteraner Andreas Gärtner war einer der betroffenen Anlieger und machte diese Problematik publik, indem er die Petition „Abschaffung Straßenbaubeträge in Schleswig-Holstein – Keine staatlich angeordnete Existenzgefährdung“ initiierte. 

Sein Einsatz und der seiner Mitstreiter und Unterstützer zeigt jetzt einen ersten Erfolg: Die Stadt Neumünster verzichtet ab dem 1. Januar 2018 auf die Erhebung von Straßenbaubeiträgen und ist somit Vorreiter der Kommunen in Schleswig-Holstein. Dies wurde nach einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, FDP und dem Bündnis für Bürger (BfB) auf der Ratsversammlung beschlossen. 

Hierfür muss zunächst noch eine Ankündigung der Jamaika-Koalition in Kiel umgesetzt werden: Für die Kommunen in Schleswig-Holstein soll die Verpflichtung entfallen, Beiträge beim Straßenbau zu erheben und sie auf die Anlieger umzulegen. An Stelle dessen soll im Dezember ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden, welches es den Kommunen freistellt, ob Beiträge erhoben werden oder nicht. 

Wir sind gespannt, wer dem Neumünsteraner Vorbild folgen wird und werden die Entwicklung für Sie im Auge behalten.

Ihr IMMOBILIENMARKT-Team

Weitere News

Neue Geschäftsführung beim IVD Nord

Am 23. April 2019 trat Christian Karow (54) die Position als Geschäfts-führer des Immobilienverband Deutschland IVD Region Nord e.V. an. Der erfahrene Kaufmann und Immobilienexperte war langjährig in leitender Ebene bei der Hamburger Sparkasse AG tätig, unter anderem als Geschäftsführer im Bereich der digitalen Immobilienvermarktung.

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Immobilien – eine eigene Welt

Wer mit Immobilien zu tun hat, weiß, dass damit ein weites Feld verbunden ist. Zwischen dem Wohnen als Grundbedürfnis und Immobilien als Luxus, zwischen wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Interessen öffnet sich der Raum – im Wortsinn und zugleich symbolisch.

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Mahnmale der Immobilienspekulation und Vernachlässigung

Verwahrloste und vernachlässigte Wohnungseigentumsanlagen – Schrottimmobilien oder soziale Brennpunkte – gibt es inzwischen in vielen Städten Deutschlands. Allerdings wird nicht wahrgenommen, dass sie in der Hand von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) liegen. Somit wird auch nicht erkannt oder gesehen, dass…

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Ehrenurkunde der IHK für Carsten Stöben

Die Industrie- und Handelskammer zu Kiel verleiht dem emeritierten geschäftsführenden Gesellschafter der OTTO STÖBEN GmbH, Herrn Carsten Stöben, die Ehrenurkunde für 26 Jahre als Mitglied in der Vollversammlung sowie die IHK-Ehrennadel in Gold in Anerkennung seiner langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeit in diesem Gremium.

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Generationswechsel bei OTTO STÖBEN GmbH

Anfang Januar 2019 übergab der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Carsten Stöben das Zepter an seinen Sohn Patrick Stöben. Mit dem 37-Jährigen übernimmt nun inzwischen die 4. Generation der Familie Stöben die Geschäftsführung des Immobilienunternehmens, welches mit der Kieler Zentrale und 7 Regionalbüros in ganz Schleswig-Holstein vertreten ist.

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Was ändert sich 2018 für Verbraucher?

Themen > Klima & Energie

Was ändert sich 2018 für Verbraucher?

Was bei Hausbau und Sanierungen beachtet werden sollte

Förderantrag vor Beginn der Baumaßnahmen stellen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst in seinem Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ Solaranlagen, Wärmepumpenheizungen und Biomasseheizungen. Um die Förderung zu erhalten, müssen Verbraucher ab 2018 den Förderantrag stellen, bevor sie mit der Umsetzung der zu fördernden Maßnahme beginnen.

Absenkung des Tilgungszuschusses

Die KfW (Bankengruppe) verringert ab dem 1. Januar 2018 den Tilgungszuschuss in ihrem Programm „Erneuerbare Energien-Speicher“ zur Förderung von Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen von dreizehn auf zehn Prozent der errechneten Speicherkosten.

Altersgerechtes Umbauen wird wahrscheinlich wieder bezuschusst

Alles deutet darauf hin, dass die KfW 2018 wieder Maßnahmen unterstützt, die die Barrierefreiheit von Wohnungen verbessern und dem Schutz vor Einbruch dienen.

HBCD-haltige Dämmstoffe nicht mehr als gefährlicher Abfall eingestuft

HBCD-haltige Dämmstoffe gelten ab 2018 in der Regel nicht mehr als gefährlicher Abfall. Verbraucher müssen sie jedoch separat sammeln, so dass sie vom Entsorger erfasst und gewogen werden können.

Bauherren künftig besser abgesichert

Mit der Reform des Bauvertragsrechts und der Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung erhalten Bauherren ab 2018 eine Baubeschreibung. Sie beinhaltet detaillierte Angaben zum Energie- und Schallschutzstandard. Bauherren profitieren in mehrfacher Weise von dieser Neuregelung:

1. Sie ermöglicht ihnen noch vor Abschluss des Vertrages, Angebote besser miteinander zu vergleichen.

2. Sie belegt, dass die Förderbedingungen eingehalten wurden.

3. Sie eignet sich als Grundlage, um einen Kredit zu beantragen.

4. Sie dient als Nachweis, dass öffentlich-rechtliche Vorschriften eingehalten wurden.

Darüber hinaus verpflichtet das Bauvertragsrecht ab 1. Januar 2018 die am Bau beteiligten Parteien dazu, die Bauzeit im Bauvertrag verbindlich festzuhalten. Des Weiteren können Bauherren den Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss widerrufen.

Neuigkeiten für Stromerzeuger

Eingeschränkte Steuerentlastung bei Kraft-Wärmekopplung

Energiesteuern für Gas und Öl werden bei Kraft-Wärmekopplung nur noch nach Abzug der Investitionsbeihilfen rückerstattet. Die Steuerentlastung gilt generell nur für hocheffiziente Anlagen, mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent.

Intelligente Messsysteme für Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und Co.

Ab 2018 können neue, kleine Energieerzeugungsanlagen mit Smart Meter ausgestattet werden. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Stromzähler, der den Stromverbrauch bzw. die Stromerzeugung ermittelt. Er speichert die Daten und sendet sie an Stromversorger und Netzbetreiber. Das intelligente Messsystem darf die Kosten pro Messpunkt 60 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Ab 2020 sollen auch Stromverbraucher mit unter 6.000 kWh pro Jahr mit Smart Meter ausgestattet werden.

Strompreisvergleich lohnt sich

Obwohl die EEG-Umlage 2018 leicht fällt, kann es zu Strompreiserhöhungen kommen. Die gleichzeitige Novellierung des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes sieht vor, die Übertragungsnetzentgelte zu vereinheitlichen. Je nach Stromanbieter kann der Strompreis steigen oder sinken. Verbraucher sollten daher ihre Stromverträge prüfen, die Preise vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.

www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

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Aktuelle Stichprobe zeigt: Vier von fünf Heizkosten- Abrechnungen enthalten Mängel oder Auffälligkeiten

Bei vier von fünf Heizkostenabrechnungen gibt es Auffälligkeiten oder Mängel. Das zeigt eine Stichprobe, bei der die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online rund 100 aktuelle Heizkostenabrechnungen von Finanztip-Lesern geprüft hat. Zudem wird in mehr als der Hälfte der Häuser deutlich mehr Heizenergie verbraucht als nötig. So entstehen unnötig hohe CO2-Emissionen und Kosten.

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Tipps zum Reduzieren der Heizkosten

Wer als Mieter oder Hauseigentümer seine Energiekosten senken will, sollte den Auftakt der Heizsaison nutzen. Rund 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts entfallen auf die Heizung.

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Buchhalter/-in Teilzeit oder Vollzeit

Stellenangebote

OTTO STÖBEN sucht Mitarbeiter/-in in der Hausverwaltung
Buchhalter/-in in Teilzeit oder Vollzeit

Für unsere Hausverwaltung in Kiel, Schülperbaum 31,  suchen wir eine(n) zuverlässige(n) Mitarbeiter(in), bevorzugt werden Bewerber mit der Ausbildung zur/zum Immobilienkauffrau/Immobilienkaufmann.

Weiterhin sind Kenntnisse in Domus und Domus Navi von Vorteil aber keine Voraussetzung.

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen und Referenzen per E-Mail (pdf, max. 5 MB) an Herrn Patrick Stöben.

Patrick Stöben
p.stoeben@stoeben.de

OTTO STÖBEN GmbH
Schülperbaum 31
24103 Kiel
Tel.: 0431 66403-53

Der IMMOBILIENMARKT im Designer Outlet Neumünster

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Der IMMOBILIENMARKT im
Designer Outlet Neumünster

Die IMMOBILIENMARKT Verlags GmbH hielt in diesem Jahr ihre Gesellschafterversammlung in einer für eine solche Veranstaltung eher untypischen Location ab – im Designer Outlet der McArthurGlen Group in Neumünster.

 

Das Designer Outlet ist nicht nur ein beliebter Anziehungsort für Liebhaber der begehrtesten Luxus-, Designer- und Lifestyle-Marken, es bietet auch interessante architektonische Aspekte und hat eine Geschichte, die bis ins Gründungsjahr 1993 zurückreicht.

Gegründet wurde die McArthur-Glen Group, Europas führender Eigentümer, Entwickler sowie Betreiber von Designer-Outlets durch Kaempfer Partners in Europa. Als Pionier im Bereich der Designer-Outlets in Europa hat McArthur-Glen seitdem 630.000 Quadratmeter Outlet-Fläche entwickelt. Die Gruppe betreibt derzeit 24 McArthurGlen Designer Outlets in neun Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kanada, den Niederlanden, Österreich und im Vereinigten Königreich.

Durch die Zusammenarbeit mit bekannten Architekten, Botanikern und Künstlern werden schöne, nachhaltige und funktionale Shopping-Dörfer geschaffen, die die regionale Kultur und Tradition der jeweiligen Umgebung widerspiegeln. Jedes Designer Outlet Center ist gezielt darauf ausgerichtet, ein Teil der umliegenden Landschaft zu werden. Die Liebe zum Detail erstreckt sich dabei von den architektonischen Fassaden und der schönen Landschaft bis hin zu überdachten Gehwegen, Springbrunnen, Spielplätzen sowie extra angefertigten Trinkbrunnen für Hunde. McArthurGlen legt großen Wert darauf, spannende Einkaufserlebnisse zu gestalten. Kunstin-stallationen, Springbrunnen, Landschaftsgestaltung mit integrierten Sitzmöglichkeiten und einzigartige Spielbereiche für Kinder sind nur einige der Merkmale, die die hochwertige Mischung aus Geschäften, Cafés und Restaurants ergänzen. Viele der Installationen sind dabei interaktiv – wie zum Beispiel die Gondel im Noventa di Piave (Venedig) und die tanzenden Wasserspiele in den Centern in Athen, La Reggia, Neumünster, Provence, Roermond und Vancouver Airport.

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Neue Geschäftsführung beim IVD Nord

Am 23. April 2019 trat Christian Karow (54) die Position als Geschäfts-führer des Immobilienverband Deutschland IVD Region Nord e.V. an. Der erfahrene Kaufmann und Immobilienexperte war langjährig in leitender Ebene bei der Hamburger Sparkasse AG tätig, unter anderem als Geschäftsführer im Bereich der digitalen Immobilienvermarktung.

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Immobilien – eine eigene Welt

Wer mit Immobilien zu tun hat, weiß, dass damit ein weites Feld verbunden ist. Zwischen dem Wohnen als Grundbedürfnis und Immobilien als Luxus, zwischen wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Interessen öffnet sich der Raum – im Wortsinn und zugleich symbolisch.

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Mahnmale der Immobilienspekulation und Vernachlässigung

Verwahrloste und vernachlässigte Wohnungseigentumsanlagen – Schrottimmobilien oder soziale Brennpunkte – gibt es inzwischen in vielen Städten Deutschlands. Allerdings wird nicht wahrgenommen, dass sie in der Hand von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) liegen. Somit wird auch nicht erkannt oder gesehen, dass…

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Ehrenurkunde der IHK für Carsten Stöben

Die Industrie- und Handelskammer zu Kiel verleiht dem emeritierten geschäftsführenden Gesellschafter der OTTO STÖBEN GmbH, Herrn Carsten Stöben, die Ehrenurkunde für 26 Jahre als Mitglied in der Vollversammlung sowie die IHK-Ehrennadel in Gold in Anerkennung seiner langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeit in diesem Gremium.

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Generationswechsel bei OTTO STÖBEN GmbH

Anfang Januar 2019 übergab der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Carsten Stöben das Zepter an seinen Sohn Patrick Stöben. Mit dem 37-Jährigen übernimmt nun inzwischen die 4. Generation der Familie Stöben die Geschäftsführung des Immobilienunternehmens, welches mit der Kieler Zentrale und 7 Regionalbüros in ganz Schleswig-Holstein vertreten ist.

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