Was Hausverkäufer heute erwarten

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Was Hausverkäufer heute erwarten

Bei jedem Immobilienverkauf ist das Ziel das gleiche: zum höchstmöglichen Preis, schnell und reibungslos zu verkaufen! Die meisten Verkäufer suchen sich in der Regel hierfür Hilfe bei einem fachkompetenten Makler. Sie sollten sich bei der Wahl des Maklers nicht nur an dem in Aussicht gestellten Verkaufspreis orientieren, sondern auch ganz vielschichtige Anforderungen wie Fach- und Sachkunde sowie Nachweise über Qualifikationen, Marktkenntnis, Vertragssicherheit, Transparenz und Kommunikation an den Makler stellen.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass für den Verkäufer neben unseren beruflichen Fachkenntnissen und Qualifikationen vor allem unsere weitreichenden Marktkenntnisse ein entscheidendes Kriterium sind, uns mit dem Verkauf ihrer Immobilie zu beauftragen“, schildert Christian Sindt, Immobilienfachwirt (IHK) und Verkaufsleiter der OTTO STÖBEN GmbH. „Angebot und Nachfrage bestimmen von jeher den Verkaufspreis, aber bei Immobilien kommt vor allem der äußerst wichtige Aspekt der Lage hinzu.“

Hier schöpft das Kieler Traditions- und Familienunternehmen OTTO STÖBEN GmbH mit 8 Filialen in ganz Schleswig-Holstein aus einem schier unerschöpflichen Fundus aus über 100 Jahren Erfahrung im Immobiliengeschäft. Unsere Makler in der Zentrale in Kiel und in den Regionalbüros in Lübeck, Flensburg, Itzehoe, Neumünster, Husum, Norderstedt, Schönberg und Leck haben langjährige Kenntnisse über die jeweilige Region, ihre speziellen Besonderheiten, die entsprechende Marktbeschaffenheit und über die Menschen, die vor Ort leben.

Christian Sindt: „All diese Aspekte fließen auch in die Ermittlung des Verkaufspreises ein, mit dem dann an den Markt gegangen wird. Wir erleben häufig, dass Kunden sich einen vorläufigen Marktwert im Internet oder von ortsfremden Anbietern ermitteln lassen, welcher völlig fern der Realität liegt.“ Auch der Blick in die Verkaufsangebote der diversen Immobilienportale verfälscht häufig die Sicht auf die Wahrheit: dass die ausgewiesenen Preise stark von den letztendlich erzielten Marktpreisen abweichen.

Hier läuft der Verkäufer erfahrungsgemäß schnell Gefahr, in einem viel zu langwierigen Verkaufsprozess erfolglos stecken zu bleiben. „Durch unsere Markterfahrung, die regionalen Kenntnisse und die professionelle Einschätzung der Sachverständigen unserer Gutachtenabteilung können wir für unseren Kunden zuverlässig den Preis ermitteln, mit dem er den optimalen Erlös in einer absehbaren Zeit erzielen kann.“
Einen Hausverkauf ohne Komplikationen über die Bühne zu bringen, setzt ein hohes Maß an Vertragssicherheit voraus. Für den Verkäufer als juristischem Laien ist es wichtig, einen fachkundigen Berater an seiner Seite zu wissen, um die vertraglichen Details zu prüfen und alle Unterlagen rechtzeitig vorliegen zu haben. Christian Sindt: „Unsere Makler haben ausschließlich alle eine Ausbildung im Immobilienbereich und bilden sich regelmäßig weiter. Des Weiteren ist die OTTO STÖBEN GmbH Mitglied im Immobilienverband Deutschland (IVD), welcher strenge Aufnahmekriterien für seine Mitglieder vorsieht.“

Transparenz beim Verkaufsprozess und regelmäßige Kommunikation bilden weitere wichtige Säulen im Verhältnis zwischen Kunden und Makler. Christian Sindt weiß aus seiner langjährigen beruflichen Erfahrung, „dass Kunden großen Wert auf zeitnahe Unterrichtung über den Verlauf des Verkaufsprozesses legen und über jeden einzelnen Schritt informiert werden wollen. Ein Hausverkauf ist für viele nicht nur eine existenzielle Angelegenheit, sondern häufig auch eine hochemotionale. Da ist neben dem beruflichen Know-how auch ein hohes Maß an Empathie gefragt.“

www.stoeben.de

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Glas – Maßanfertigung kennt keine Grenzen

Das Eigenheim individuell zu gestalten ist ein Traum für jeden Häuslebauer. Vor allem mit dem Baustoff Glas sind hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Hochwertiges Glas und Rahmen in den verschiedensten Formen und Farben setzt visuell besondere Akzente und kann in vielen Räumen als sogenannter Eyecatcher dienen.

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OTTO STÖBEN Marktbericht II/2021

Zweimal im Jahr erstellt die Gutachtenabteilung der OTTO STÖBEN GmbH ihren Marktbericht, in den die tatsächlich erzielten Immobilien- und Vermietungspreise der einzelnen regionalen Bereiche Schleswig-Holsteins und des Hamburger Randgebietes einfließen. Tabellarisch gelistet werden die Werte für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Kapitalanlagen, aufgeführt in den Kategorien „gut“, „mittel“ und „einfach“. Das Diagramm des Immobilienpreis-Index ermöglicht einen Überblick über die Entwicklung der Immobilienpreise der letzten Jahre in Schleswig-Holstein.

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Wie „Eigentum und Klimaschutz“ sowie „Klimaschutz und Sozialverträglichkeit“ miteinander funktionieren können

Bundestag und Bundesrat stimmten Ende Juni über die Novelle des Klimaschutzgesetzes ab. Mit dem Gesetz will der Gesetzgeber die nationalen Klimaschutzziele verschärfen und Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral machen. Der Immobilienverband Deutschland IVD bemängelt, dass das Gesetz zu abstrakt und unbestimmt ist, inwieweit die neu justierten Zielvorgaben erreicht werden können. Damit wird das Gesetz weiterhin den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts nicht gerecht, welches das vorherige Klimaschutzgesetz auch aufgrund seiner Unbestimmtheit gerügt hat.

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Neues EU-Energielabel ab März: Vergleich von Geräten wird leichter

Themen > Klima & Energie

Neues EU-Energielabel ab März: Vergleich von Geräten wird leichter

Ab 1. März 2021 gibt es ein neues Energielabel für Haushaltsgeräte. Die Kennzeichnung der Europäischen Union (EU) soll das Vergleichen und Auswählen von Geräten erleichtern und für mehr Effizienz sowie mehr Klimaschutz sorgen. Darauf weist die Initiative „Label 2020“ (de.label2020.eu) hin, die von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online unterstützt wird.

Die wichtigste Neuerung betrifft die farbige Skala des EU-Energielabels. Sie reicht ab dem 1. März wieder von A bis G. Dabei steht „A“ für besonders effiziente und „G“ für wenig effiziente Geräte. Bisher reicht die Skala meist von „A+++“ bis „D“. Grund dafür ist, dass viele Geräte in den vergangenen Jahren deutlich effizienter geworden sind. Das heißt, sie verbrauchen vor allem weniger Strom. Deshalb war die Skala angepasst worden: Einige Klassen sind hinzugekommen („A+“, „A++“ und „A+++“), andere entfallen („E“, „F“ und „G“).

Mit der neuen Skala werden alle Geräte strenger bewertet. So kann es sein, dass zum Beispiel ein Kühlschrank nicht mehr mit „A++“, sondern mit „C“ gekennzeichnet ist. Das bedeutet aber nicht, dass das Gerät ab 1. März weniger effizient ist. Die neue Skala soll das Vergleichen erleichtern. Beim alten Label haben die vielen Pluskennzeichnungen die Unterschiede zwischen den Geräten kaum noch deutlich gemacht. Mit dem neuen Label will die EU auch die Hersteller motivieren, für noch mehr Effizienz zu sorgen, um wieder die höchste Energieeffizienzklasse „A“ zu erreichen.
QR-Code und neues Design für das EU-Label

Zu den weiteren Verbesserungen des EU-Energielabels ab dem 1. März zählt ein neues Design. Es enthält unter anderem leichter verständliche Piktogramme, etwa zur Lautstärke – und einen QR-Code. Darüber lassen sich mit einem Smartphone weitere Informationen zum Gerät abrufen.

Neues EU-Label für einige Geräte erst später

Das neue EU-Energielabel kommt nicht für alle Produktgruppen gleichzeitig. Ab 1. März gilt es für
• Geschirrspüler,
• Waschmaschinen,
• kombinierte Waschtrockner,
• Kühl- und Gefriergeräte sowie
• Fernseher und Monitore.
Lampen kommen am 1. September hinzu, Trockner, Staubsauger und Backöfen im Jahr 2024, Heizungen ab 2026. Tipps zu einzelnen Geräten und zum Stromsparen gibt es auf www.stromspiegel.de.

Das EU-Energielabel gibt es bereits seit dem Jahr 1994. Es gilt als eine der erfolgreichsten Initiativen der Europäischen Union für Verbraucher. Das EU-Label erleichtert die Auswahl effizienter Haushaltsgeräte und trägt so dazu bei, die europäischen Ziele für Energie und Klimaschutz zu erreichen.

www.co2online.de

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Klimaschutz-Sofortprogramm führt zu Kostenexplosion im Wohnungsbau

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen weist eindringlich auf die immensen Kosten des geplanten Klimaschutz-Sofortprogramms der Bundesregierung im Gebäudesektor hin: „Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Aber die geplanten Maßnahmen werden zu einem drastischen Anstieg der Kosten beim Bau und der Sanierung von Wohnungen führen.”

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Massive Unterschiede bei Stromverbrauch und Stromkosten

Bei Strompreisen, dem Stromverbrauch und den dadurch resultierenden Stromkosten privater Haushalte in Deutschland gibt es je nach Bundesland massive Unterschiede. Während im Bundesdurchschnitt der Stromverbrauch pro Kopf bei 1.281 Kilowattstunden (kWh) liegt, ist der Stromverbrauch pro Kopf in Sachsen um 13,8 Prozent darunter, während er im Saarland um 13,9 Prozent über dem Durchschnitt liegt.

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Heizspiegel für Deutschland 2020 – Heizkosten steigen

Verbraucher müssen für das Abrechnungsjahr 2019 mit höheren Heizkosten rechnen. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2020, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online veröffentlicht hat. Die Kosten für eine erdgasbeheizte 70-Quadratmeter-Wohnung liegen durchschnittlich bei € 720,–.

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Was passiert mit dem Darlehensvertrag bei Bankenwechsel oder Immobilienverkauf?

Themen > Finanzen

Was passiert mit dem Darlehensvertrag
bei Bankenwechsel oder Immobilienverkauf?

Sonderkündigungsrecht für Baufinanzierungen

Foto: epr/Baufi24/©Antonioguillem/Fotolia_132767184_X

Für eine Kündigung der bestehenden Baufinanzierung gibt es verschiedene Gründe. So kann es sein, dass veränderte Lebensumstände, wie sie z. B. durch Familienzuwachs oder plötzliche Arbeitslosigkeit entstehen, den Verkauf der eigenen Immobilie notwendig machen. Oft winkt auch die Möglichkeit, durch einen Bankenwechsel deutlich bessere Konditionen für die meist erforderliche Anschlussfinanzierung erzielen zu können. In jedem Fall stellt sich die Frage: Wie geht es mit dem aktuellen Darlehensvertrag weiter?

Generell ist jeder Darlehensvertrag mit einem festen Zinssatz und einer festen Sollzinsbindung ganz oder teilweise kündbar, wobei die genauen Kündigungsfristen von der Art und Dauer des Vertrages abhängen. Sofern der Kredit mehr als zehn Jahre zuvor abgeschlossen und seitdem nicht verändert wurde, können Immobilienbesitzer zudem vom sogenannten Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen: Mit einer Frist von sechs Monaten steht es ihnen laut § 489 des BGB zu, den bestehenden Kredit zu kündigen. Während man der Bank bei außerordentlichen Kündigungen normalerweise eine Entschädigung für den entgangenen kalkulierten Zinsgewinn aus dem Kreditvertrag schuldig ist, muss in diesem Fall keine Vorfälligkeitsentschädigung geleistet werden. Das Sonderkündigungsrecht greift auch bei einem Verkauf der eigenen Immobilie vor Ablauf der Sollzinsbindungsfrist. Egal ob der Eigentümer diese gewinnsteigernd veräußern möchte oder die Finanzierung nicht mehr stemmen kann: Ist die Zehnjahresfrist überschritten oder überträgt der Verkäufer dem Käufer den bestehenden Kredit gemeinsam mit der Immobilie, wird keine Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Für eine wirksame Kündigung muss in jedem Fall die Restschuld innerhalb von zwei Wochen getilgt werden. Darlehen mit veränderlichem Zinssatz ohne feste Sollzinsbindung können jederzeit binnen drei Monaten gekündigt werden, das Sonderkündigungsrecht kommt hier nicht zum Tragen. Wer mehr über die Möglichkeiten und Besonderheiten der Kündigungsfristen erfahren möchte, lässt sich persönlich oder via Video-Chat von einem der speziell geschulten Baufi24-Mitarbeiter kostenlos beraten. Der Baufinanzierungsprofi vergleicht zudem die Angebote von über 450 Banken und Kreditinstituten und hält unter www.baufi24.de wichtige Informationen rund um Anschlussfinanzierung, Umschuldung und Co. bereit.
Quelle: easy-PR ®

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Das aktuelle Baufinanzierungs­barometer

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Bundesweit steigen die Wohnnebenkosten

Die Politik hat sich bezahlbares Wohnen ganz groß auf die Fahne geschrieben. Wenn man als Mieter oder Hauseigentümer allerdings auf seine jährliche Wohnnebenkostenrechnung schaut, kann man durchaus an einem ernsthaften Bemühen der verantwortlichen Politiker zur Senkung der Kosten zweifeln.

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Das aktuelle Baufinanzierungsbarometer – 07/08 2021

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+++ Zinserhöhungen bei allen Banken +++ bis 15 Monate bereitstellungszinsfreie Zeit ohne Zinsaufschlag +++ teilweise lange Bearbeitungszeiten durch hohe Nachfrage bei den Banken +++ jetzt Forwarddarlehen abschließen +++ Modernisierungsdarlehen ohne Grundschuld

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Immobilienkäufer treffen aktuell auf einen weiterhin sehr engen Immobilienmarkt. Die Nachfrage ist hoch, das Angebot knapp. Trotzdem, lassen Sie sich nicht vorschnell zu einem Kauf drängen.

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Welchen Schutz bietet eine Mietausfallversicherung?

Themen > Unsere Partner stellen sich vor

Welchen Schutz bietet eine Mietausfallversicherung?

 

Carl C. Franzen

Mietausfälle stellen für Vermieter ein erhebliches finanzielles Risiko dar. Als Eigentümer einer vermieteten Wohnimmobilie müssen Sie oft selbst noch Kredite dafür abzahlen. Fallen Mieteinnahmen dann über einen längeren Zeitraum aus, kann Sie das ziemlich schnell in den finanziellen Ruin treiben. Doch auch eine Mietausfallversicherung sichert das Risiko nur in bestimmten Fällen ab. Die Konditionen sollten genau geprüft werden.

Eine Mietausfallversicherung schützt Sie nicht etwa gegen Leerstand einer Wohnung, für die Sie keinen Mieter finden. Falls die Mietausfälle durch Schäden am Gebäude zustande kommen, oder dadurch, dass Mieter wegen Mängeln am Objekt die Miete mindern, greift die Gebäudeversicherung. Mietausfallversicherungen versichern Sie vielmehr ausschließlich gegen Schäden, die durch säumige Mieter entstehen. Dieses Risiko abzusichern, erscheint grundsätzlich sehr sinnvoll. Nach einer Hochrechnung deutscher Immobilienverbände entgehen Vermietern in Deutschland jährlich 2 – 4 % der fälligen Mietzahlungen durch Mieter, die ihre Miete nicht (mehr) zahlen können oder wollen. Allerdings gibt es kaum eine Versicherung, die Sie in vollem Umfang davor schützt.

Viel Restrisiko für den Vermieter – trotz Versicherung

Stellt einer Ihrer Mieter seine Zahlungen ein, können Sie ihn bekanntlich nicht sofort vor die Tür setzen. Der Mieter muss zuerst zweimal gemahnt werden, danach dürfen Sie eine fristlose Kündigung aussprechen. Verlässt er die Wohnung daraufhin nicht, können Sie mit einer Räumungsklage gegen ihn vorgehen. Die meisten Mieter legen aber erst einmal Widerspruch ein, und das Verfahren zieht sich in die Länge. Es kann 2-3 Jahre dauern, bis Sie einen Mieter tatsächlich aus der Wohnung geklagt haben. In dieser ganzen Zeit entgehen Ihnen die Mieteinnahmen. Selbst wenn die Versicherung am Ende zahlt, vergehen vorher viele Monate, in denen Sie Ihrem Geld vergeblich hinterherlaufen müssen. Außerdem sichern die Versicherer sich durch ihre Vertragskonditionen selbst ab. So sehen manche Policen nur einen Schadensausgleich vor, wenn der Mieter keinen Einspruch gegen die Kündigung eingelegt hat. Oft prüft die Versicherung auch erst selbst die Bonität Ihrer Mieter. Ist diese nicht vorhanden, wird das Ausfallrisiko gar nicht erst versichert. Auch die Höhe der versicherten Mietausfälle reicht gerade für die Fälle, die für Vermieter wirklich existenzbedrohend werden, häufig nicht aus. Der durchschnittliche Gesamtschaden durch hartnäckige Mietschuldner – mit Renovierung, Anwaltskosten, Gerichtskosten, Wohnungsräumung und Renovierung einer verwahrlost hinterlassenen Wohnung – lag laut einer Studie der Universität Bielefeld im Jahr 2012 bereits bei E 14.700,–.

Fazit: Eine Mietausfallversicherung bietet Vermietern in der Regel nur eingeschränkten Schutz gegen das Mietausfallrisiko. Der beste Schutz besteht darin, bereits bei der Mieterauswahl sehr sorgfältig vorzugehen, um nicht an einen potenziellen Mietnomaden zu geraten. Am besten wenden Sie sich an eine professionelle Hausverwaltung, die Sie bei der Suche nach zuverlässigen Mietern und auch bei Problemen mit Mietausfällen routiniert unterstützen kann. Sie überlegen, ob sich eine Mietausfallversicherung für Ihr Mehrfamilienhaus oder Ihre vermietete Eigentumswohnung lohnt?

Kontaktieren Sie uns!
Wir beraten Sie gern.
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Maklerrecht: Zur Hinweispflicht des Maklers

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Maklerrecht:

Zur Hinweispflicht des Maklers

Rechtsanwältin Ricarda Breiholdt, Fachanwältin für Miet-WEG-Recht

Eine Hinweispflicht des Maklers auf bestimmte Umstände des nachgewiesenen Objekts setzt voraus, dass dem Makler die Bedeutung des betreffenden Umstandes für den Entschluss des Auftraggebers erkennbar und dieser offenbar gerade insoweit belehrungsbedürftig ist. BGH, Beschluss vom 28.05.2020 – I ZR 194/19

Sachverhalt:

Der beklagte Makler bietet eine Eigentumswohnung an. Im Exposé werden die Räume im Souterrain der Wohnung als Wohnfläche bezeichnet. Beide Räume, die in der Abgeschlossenheitsbescheinigung als Hobbyraum und Kellervorraum bezeichnet werden, waren als Gästezimmer und Wohnzimmer eingerichtet. Der Makler hatte die Wohnung mit den Klägern, die später die Wohnung kauften, besichtigt. Nach der Anhörung einer Zeugin in der Beweisaufnahme hatte der Kläger zu 1) bei der Besichtigung erklärt, er wolle im Souterrain sein Schlafzimmer errichten. Über die Lichtverhältnisse sei gesprochen worden. Der Kläger habe erklärt, es sei ihm dort zu dunkel und er wolle das Problem mit einer indirekten Beleuchtung lösen.

Das Berufungsgericht hatte die Klage auf Schadensersatz ebenso wie das Landgericht abgewiesen und aus dem Gespräch über die Lichtverhältnisse gefolgert, dass dem Kläger die fehlende Wohnraumqualität habe bekannt sein müssen. Die Belehrungsbedürftigkeit der Kläger durch den Beklagten haben die Instanzgerichte verneint.

Entscheidung:

Der BGH führt unter Hinweis u.a. auf BGH, NJW 1981, 2685 und die weitergehende Rechtsprechung zur Unterrichtungspflicht des Maklers aus, dass eine Hinweispflicht des Makler voraussetzt, dass dem Makler die Bedeutung des betreffenden Umstandes für den Entschluss des Auftraggebers erkennbar sein müsse und der Auftraggeber gerade insoweit offenbar belehrungsbedürftig sei. Dafür, dass eine solche Belehrungsbedürftigkeit bei den Klägern vorlag und diese für den Beklagten erkennbar war, haben die Kläger im Prozess nichts vorgetragen. Es ist, wie der BGH ausführt, Aufgabe des Maklerkunden, seine Belehrungsbedürftigkeit darzutun und vorzutragen, dass diese dem Makler erkennbar war.

Fazit:

Die vom Makler häufig erwartete, sehr weitgehende Unterrichtungs- und Hinweispflicht wird von der Rechtsprechung nur mit Einschränkungen bejaht. Es ist vorrangig Sache des Auftraggebers gegenüber dem Makler deutlich zu machen, welche Interessen für ihn im Vordergrund stehen. Erst dann wird in der Regel dem Makler erkennbar, welches Gewicht ein Einzelumstand für den Entschluss seines Auftraggebers hat. Der Makler selbst ist nicht gehalten, jeden Einzelumstand daraufhin zu überprüfen, ob er unter irgendeinem denkbaren Gesichtspunkt für den Auftraggeber Bedeutung erlangen könnte.

 

Rechtsanwältin
Ricarda Breiholdt
Fachanwältin für Miet-/WEG-Recht
Breiholdt Voscherau
Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
www.breiholdt-voscherau.de

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Zehn Gründe für einen Qualitätsmakler

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Zehn Gründe für einen Qualitätsmakler

Geben Sie Ihr Eigentum in gute Hände

Anika Schönfeldt-Schulz, Vorsitzende des IVD Nord

Der Kauf oder Verkauf einer Immobilie gehört für viele Menschen zu den wichtigsten und komplexesten Geschäftsabschlüssen in ihrem Leben. Deshalb ist es verständlich, dass viele potenzielle Käufer oder Verkäufer unsicher oder überfordert sind. Dann ist guter Rat gefragt – und den findet man bei einem guten Makler. „Über 40 Prozent aller Immobilientransaktionen werden von Maklern begleitet. Und das aus guten Gründen. Mit dem richtigen Immobilienmakler sichern sich Käufer und Verkäufer eine umfassende fachliche Beratung und schützen so ihre persönlichen wirtschaftlichen Interessen“, sagt Anika Schönfeldt-Schulz, Vorsitzende des Immobilienverbandes Deutschland IVD Region Nord e.V.

Sie wollen sich von Ihrer Immobilie trennen? Dann geben Sie Ihr Eigentum in gute Hände!

Denn professionelle Immobilienmakler …

1. … bieten Kompetenz, Orientierung und Sicherheit

Der Verkauf eines Eigenheims ist für die meisten Menschen ein bedeutendes und einmaliges Ereignis. IVD-Makler beraten, unterstützen und begleiten Sie während des gesamten Verkaufsprozesses.

 

2. … kümmern sich um den Papierkram

IVD-Makler erstellen Grundrisse, berechnen Wohn-/Nutzflächen, sichten und prüfen Grundbücher, Denkmallisten, Teilungserklärungen, Verträge, Lagepläne und Eigentümerprotokolle. Sie können den richtigen Energieausweis beschaffen, recherchieren in Bauämtern, klären Aus- und Umbaumöglichkeiten, prüfen die Instandhaltungsrücklagen, fertigen die Verkaufsunterlagen an und vieles mehr.

 

3. … setzen Ihr Haus in Szene

Erstklassige Fotos, z.B. Luftbildaufnahmen mit Drohnen, virtuelle 360° Rundgänge, ein ansprechendes Exposé und professionelles Marketing sorgen für eine optimale Präsentation Ihrer Immobilie. IVD-Makler setzen moderne Marketing-Tools ein, greifen aber auch auf Bewährtes zurück, damit Ihre Immobilie on- und offline glänzen kann.

 

4. … haben ein starkes Netzwerk

In den Datenbanken der IVD-Makler sind bereits viele Kaufinteressenten gelistet, so dass die Immobilie auch direkt an vorgemerkte und geprüfte Käufer vermittelt werden kann. Darüber hinaus haben Sie sich über die Jahre ein zuverlässiges Netzwerk aus Fachanwälten, Notaren, Steuerberatern, regionalen Handwerkern und anderen Dienstleistern aufgebaut.

 

5. … kennen den Wert Ihrer Immobilie

Was ist zu viel – was zu wenig? Dank der guten Aus- und Weiterbildung können IVD-Makler eine fachliche Wertermittlung vornehmen. In erster Linie profitieren Sie aber von der jahrelangen Erfahrung und der Kenntnis der Besonderheiten Ihrer Region, die Ihrem IVD-Makler helfen, einen angemessenen, angemessenen Preis zu ermitteln.

 

6. …schützen Ihre Privatsphäre

Immobilien sind gefragt. Sobald sie öffentlich angeboten werden, ist die Nachfrage oft groß und unübersichtlich. Echte Interessenten aus der Masse von Neugierigen herauszufiltern und damit die Anzahl der Besichtigungen auf das erforderliche Minimum zu reduzieren, ist die Kernaufgabe der IVD-Makler. Sie wollen als Verkäufer nicht in Erscheinung treten? Kein Problem. IVD-Makler gehen diskret vor und übernehmen die komplette Kommunikation für Sie.

 

7. …sind günstiger als Sie glauben

Billig kann teuer zu stehen kommen. IVD-Makler sind Profis, üben ihren Beruf mit Kompetenz und Leidenschaft aus, qualifizieren sich und ihre Mitarbeiter ständig weiter und sind Ihr Ansprechpartner vor Ort, aber auch in ihren Büroräumen. Diesen Rundum-Service erhalten Sie immer zu fairen Preisen.

 

8. …helfen bei Streitigkeiten

Immobilien sind ein hochemotionales Thema. Egal ob Scheidung, Streit unter Erben oder andere Konflikte beim Verkauf: IVD-Makler vermitteln im Streitfall zwischen den Parteien – sachlich, neutral und mit dem Ziel, teure Gerichtsverfahren zu verhindern. Oft können sie durch ihre Mediation die Einschaltung von Anwälten verhindern und ihren Kunden viel Geld sparen.

 

9. …haften für Beratungsfehler

Sie können sich auf die Beratung von IVD-Maklern verlassen. Sollte man Sie falsch beraten haben, stehen IVD-Makler natürlich dafür ein. IVD-Makler verfügen über eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung und eine Betriebshaftpflicht.

 

10. …sind Mitglied im Immobilienverband IVD

IVD-Makler werden auf Qualität, Eignung und Zuverlässigkeit geprüft. Sie sind dem IVD-Standesregeln verpflichtet, die Leitlinien zu Fairness, Transparenz, Professionalität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit beinhalten.

 

nord.ivd.net

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Doppelt vermietet

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Doppelt vermietet

Kellerraum hatte gleichzeitig zwei Besitzer

Bildquele: Tomicek/LBS

Eigentlich sollte man meinen, dass es gar nicht möglich ist, einen zu einer Wohnung gehörenden Kellerraum zweimal zu vermieten. Denn die Doppel-Nutzer müssten das ja schnell bemerken und dagegen protestieren. Doch wenn es tatsächlich zu einer solchen Situation kommt, dann kann nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS eine Mietminderung geltend gemacht werden. (Amtsgericht Brühl, Aktenzeichen 23 C 182/18)

Der Fall: Ein Mieter, der über mehrere Monate hinweg seinen Keller nicht mehr betreten hatte, stellte bei einem Besuch fest, dass das Schloss ausgetauscht worden war und sein Inventar nicht mehr zu finden war. Er klagte gegen den Eigentümer auf Auskunft darüber, wann denn dieser Raum zum zweiten Mal vermietet worden sei. Das wollte er wissen, um seine eventuellen Ansprüche auf Mietminderung beziffern zu können. Die Vermieterin sah sich dazu in Folge eines Verwalterwechsels nicht in der Lage.

Das Urteil: Das zuständige Amtsgericht machte klar, dass hier selbstverständlich ein Recht auf Auskunft und in der Folge ein Anspruch auf Mietminderung geboten seien. Der Eigentümer müsse zusehen, wie er diese Informationen beschaffe. Jedenfalls müsse sich ein Mieter darauf verlassen können, dass der zu seiner Wohnung gehörende Keller auch bei längerer Nichtbenutzung nicht anderweitig vergeben werde.
www.lbs.de

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Mieter entscheidet

Nur er kann Strafantrag auf Hausfriedensbruch stellen

Bei einem Hausfriedensbruch handelte es sich um ein sogenanntes Antragsdelikt. Nur der Inhaber des Hausrechts einer Immobilie ist berechtigt, ein Zutrittsverbot zu erlassen und bei einer Zuwiderhandlung strafrechtliche Maßnahmen zu fordern. Dieses Prinzip hat das höchste Gericht in der deutschen Hauptstadt bestätigt. Konkret war es um einen Vorfall auf einem Bahnhofsgelände gegangen. Den Strafantrag gegenüber dem Eindringling stellte aber auf Grund der verschachtelten rechtlichen Struktur nicht der Mieter des betroffenen Aufsichtshäuschens, in dem der Hausfriedensbruch stattgefunden hatte, sondern der Eigentümer. Das akzeptierten die Richter nicht und stellten fest: „Bei vermieteten Räumen steht das Hausrecht grundsätzlich allein dem Mieter zu“. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei der Benutzung von Treppenhäusern und Aufzügen, die zum vermieteten Eigentum führen, solle der Vermieter eine Mitberechtigung zum Stellen eines Antrages behalten. (Kammergericht Berlin, Aktenzeichen 161 Ss 160/15)

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