Wunsch nach Vergrößerung hat Riesensatz auf Platz 1 gemacht

Themen > Bauen & Wohnen

Mehr Platzbedarf durch Corona

Wunsch nach Vergrößerung hat Riesensatz auf Platz 1 gemacht

Bereits seit 2006 ermittelt die Hans Schütt Immobilien GmbH aus Kiel bei ihren Mietern die Gründe für Wohnungskündigungen.

Dabei hat im vergangenen Jahr der Wunsch der Mieter, sich zu vergrößern und zu verbessern mit einem Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 31 Prozent der Kündigungsgründe einen Riesensatz auf Platz 1 gemacht. Dies zeigt, dass aufgrund der Corona-Pandemie mehr Platzbedarf besteht.

Ulrike Beretta, Abteilungsleiterin Miethausverwaltung bei der Hans Schütt Immobilien GmbH: „Wer als Wohnungsmieter im Homeoffice sitzt, hat einen neuen Platzbedarf entwickelt. Aufgrund der eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten plus Homeoffice und -Schooling hält sich plötzlich die ganze Familie in den eigenen vier Wänden auf und jeder fordert seine Freiräume.“

Dies wirkt sich laut Schütt Immobilien nicht nur auf die Wohnungsgröße aus. Wurde noch bis vor einem Jahr die Grundrissgestaltung zugunsten eines großen Küche-, Wohn- und Essbereiches bevorzugt, gewinnen mehrere kleinere, aber abgeschlossene Räume eine ganz neue Bedeutung.

Berufliche Kündigungsgründe halten sich mit 28 Prozent auf Platz 2 des Rankings. „Berufliche Flexibilität hat gerade in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten einen hohen Stellenwert und das Wohnumfeld wird entsprechend angepasst“, erläutert Beretta.

Den dritten Rang bei den Wohnungskündigungen belegen mit 21 Prozent private Veränderungen. Diese lagen zu Mitte vergangenen Jahres mit 30 Prozent noch auf Platz 1, da nach dem ersten Lockdown häufig die Trennung vom Lebenspartner ausschlaggebend war.

„Es bleibt abzuwarten, ob sich der Trend, eine größere Wohnung zu suchen, fortsetzt, wenn sich auch nach Ende der Pandemie das Homeoffice weiter durchsetzt, und das tägliche Pendeln zur Arbeit in Teilen entfällt“, so Beretta abschließend.

 

www.schuett.de

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Moderner Minimalismus

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Moderner Minimalismus

Foto: epr/SmartHouse GmbH

Die Jeans, die seit 2010 nicht mehr passt, der Salzstreuer, dem das Pfeffer-Pendant fehlt oder der Kerzenständer, der die Schranktür nur noch von innen sieht – zu Hause häufen sich wohl bei jedem von uns Dinge an, die wir eigentlich nicht mehr brauchen und, getreu dem Gedanken „vielleicht irgendwann wieder“, unnütz herumliegen. Dabei wissen wir doch: Aussortieren befreit! Und zwar nicht bloß den Wohnraum, auch unseren Geist. Kein Wunder, dass der Trend des Minimalismus laufend neue Anhänger findet. Dieser Lebensstil verfolgt das Ziel, nur ausschließlich das zu behalten, was wirklich nützlich ist oder am Herzen liegt. Und wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, merkt schnell: Man braucht gar nicht viel!

Zugegeben, je größer der Wohnbereich, desto mehr Gelegenheiten bieten sich, diesen „vollzustellen“ – von der Pflege und Instandhaltung der Immobilie mal ganz abgesehen. Eine Reduktion auf das Wesentliche, wie es beim Minimalismus der Fall ist, lässt sich hier relativ schwer umsetzen. Anders sieht es aus, wenn wir uns bewusst gegen unzählige Quadratmeter und für das Leben in einem Minihaus entscheiden. In modular errichteten, schlüsselfertigen Mikrohäusern aus Holz ist ein Wohnen bereits auf ca. 30 m2 möglich. Mit allem, was dazu gehört, aber ohne überflüssigen „Ballast“. Auf die individuelle Note muss dabei jedoch keinesfalls verzichtet werden. Denn die Module sind in diversen Grundrissen, mit unterschiedlicher Wohnfläche, in vielfältiger Ausstattung gestalt- sowie als Einzel- oder Modulkombination realisierbar. Innerhalb kurzer Zeit wird das neue Traumhäuschen produziert, per Schwerlasttransporter geliefert, an der gewünschten Stelle platziert und bezugsfertig angeschlossen. Eine nervenaufreibende Planung sowie eine lange Bauphase fallen gar nicht erst an und die Gelassenheit beginnt bereits vor dem Einzug. Der Clou: Stehen Veränderungen wie etwa ein Jobwechsel an, kein Problem. Das kleine Zuhause kann bei einem Umzug problemlos mitgenommen werden. Und sollte es in Sachen Platz doch einmal zu eng werden, etwa wenn sich Nachwuchs ankündigt, dann lassen sich die Module ganz nach Bedarf erweitern. Mehr Minimalismus gewünscht? Alle Infos zur befreienden, reduzierten Form des Wohnens gibt es unter www.smart-house.com.

 

Quelle: easy-PR ®

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Haus & Grund rät zu „ehrlicher Risikoanalyse“


Welcher Schutz gegen welche Elemente ist wichtig und richtig?

Im menschengemachten Klimawandel häufen sich die Wetterextreme: Einem Wintereinbruch folgt frühlingshaftes Tauwetter und lässt Bäche und Flüsse über die Ufer treten; im Sommer sind es lokale Gewitterzellen, die sintflutartig die Kanalisation überfordern. Haus & Grund rät daher Hausbesitzern, über eine Elementarversicherung nachzudenken.

„Spätestens jetzt ist es für Hausbesitzer an der Zeit, eine ehrliche, individuelle Risikoanalyse vorzunehmen, die eigene Versicherung zu überprüfen und eventuell Angebote für eine Elementar-Zusatzversicherung einzuholen“, sagt Younes Frank Ehrhardt, Geschäftsführer von Haus & Grund Hessen.

Eine Elementarversicherung deckt die finanziellen Folgen von Überschwemmung und Rückstau ab, aber auch von Erdbeben, Erdsenkung, Erdfall oder Erdrutsch, Schneedruck (wenn das Dach unter Schneemassen nachgibt), Lawinen und Vulkanausbruch. Eine Risikoanalyse klärt, ob das eigene Haus diesen Gefahren ausgesetzt ist. Hierzulande dürfte Wasser das größte Risiko darstellen, ein Vulkanausbruch eher nicht.

„Versicherer erwarten eine Zunahme extremer Wetterereignisse“, so Ehrhardt. Im Vergleich zur Höhe möglicher Schäden sind die Zusatzbeiträge „Elementar“ zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung bezahlbar. Ehrhardt: „Die Sinnhaftigkeit einer Absicherung gegen Elementarschäden kann nur jeder Hausbesitzer für sich selbst entscheiden.“

Deutschlandweit haben laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft 45 Prozent der Versicherungsnehmer eine Elementarversicherung abgeschlossen, in Hessen sind es 42 Prozent.

Im Fall eines Falles ist „Vorbeugen“ die Devise: Droht ein Unwetter, sollten Fahrzeuge aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen entfernt, Heizung und elektrische Geräte im Keller gesichert und vorsorglich die Rückstauklappe am Abwasserrohr kontrolliert werden.

Wenn der Schaden da ist, heißt es: „Retten, was zu retten ist“ – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, etwa durch Betreten eines unter Strom stehenden Kellers.


www.hausundgrundhessen.de

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Falke Küchen – Noch mehr Design, noch mehr Technik

Themen > Bauen & Wohnen

Falke Küchen – Noch mehr Design, noch mehr Technik

Matthias Hunger, Geschäftsführer Falke Küchen GmbH

Seit über 36 Jahren ist Falke Küchen in Kiel der Inbegriff für individuelle Einbauküchen namhafter Hersteller und hochwertige Hausgeräte von Miele. Im Sommer begann unter neuer Leitung ein umfassender Umbau der Ausstellung. Dadurch erhält das Geschäft ein komplett neues Gesicht. Das zeigt sich zuvorderst im neu gestalteten Logo, aber auch in einer interessanten Erweiterung des Produktspektrums.Das Küchenstudio im nördlichen Teil der Eckernförder Straße vertreibt seit Neuestem neben Miele Hausgeräten auch exklusive Geräte der Marken Gaggenau und Berbel. Ab Januar wird das Sortiment um edle Siebträger-Espressoautomaten ergänzt. Die neue Partnerschaft mit JURA Professional richtet sich vor allem an Gewerbetreibende, die ihren Mitarbeitern und Kunden Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck bieten wollen. Exzellenter Kaffee der Hamburger Rösterei elbgold ist hingegen jetzt schon zu bekommen.Individuell geplante Einbau­­kü- chen bleiben indes auch für die neuen Inhaber Dreh- und Angelpunkt der geschäftlichen Ausrichtung. „Für uns ist die Küche ein Lebensraum. Die verschiedenen Aspekte der Gestaltung und Ausstattung ganzheitlich zu bedienen ist das Ziel unseres neuen Konzeptes. Es soll sich für unsere Kunden lohnen, regelmäßig vorbeizuschauen, weil es immer etwas Neues zu entdecken geben wird“, sagt Matthias Hunger, einer der zwei neuen Geschäftsführer von Falke Küchen. „Viele unserer langjährigen Stammkunden sind jetzt schon überrascht, was sich alles getan hat.“Trotz aller Neuerungen wird Falke Küchen auch zukünftig der wichtigste Miele-Standort im Großraum Kiel bleiben. Von Beratung und Verkauf über Lieferung und Anschlussservice sowie dem technischen Kundendienst wird den Kunden weiterhin die volle Hausgerätekompetenz geboten.Kontaktdaten:
Falke Küchen GmbH
Suchskrug 8
24107 Kiel
0431 908615-0
www.falke-kuechen.de

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Das Landschaftsbild rund um die Schleiregion prägen die Halbinseln Schwansen und Angeln, welche durch sanfte Hügel, sattgrüne Wälder und Weiden, malerische Dörfer und herrschaftliche Gutshöfe, endlose Sandstrände und romantische Badebuchten zu einer Einheit werden. Gesäumt wird das Ufer der Schlei von drei Städten: Tor zur Schlei ist die gemütliche Hafenstadt Kappeln. Einige Kilometer weiter westlich lädt Deutschlands kleinste Stadt Arnis zu einem Bummel ein und am Ende der Schlei erwartet Besucher die über 1.200 Jahre alte Kulturstadt Schleswig mit ihre faszinierenden Kulturdenkmälern zum Staunen und Bewundern.

Wer eine Wohnung oder ein Haus sucht, wird ohne Kompromisse fündig. Das Immobilien-Angebot der gesamten Schleiregion ist breit gefächert. Hier ist für jeden etwas dabei – vom Altbau bis hin zu neuen Bauprojekten – egal ob auf dem Land, in den Innenstadtbereichen oder direkt am Wasser. Die Schleiregion bietet was das Herz begehrt.

Arbeiten und Wohnen verbinden – die heilende Salzluft tief einatmen, genießen und einfach entspannen. Die Region zeichnet sich durch gute Infrastrukturen und Verkehrsanbindungen aus. Die Bundesstraßen B76, B77 und die B201 sind an die Autobahn Richtung Kiel, Flensburg und Itzehoe angebunden. Auch die Deutsche Bundesbahn bietet unter anderem ICE-Verbindungen für Pendler.

Viele Menschen die sich stark von diesem schönen Landschaftsbild angezogen fühlen, kaufen teilweise sogar erst  das Haus und suchen sich dann angeblich die Arbeitsmöglichkeit. Aus Mittel- und Süddeutschland ziehen gerne Menschen, die in den Ruhestand gehen, entgegen dem sonstigen Trend, wieder in ein Einfamilienhaus mit Garten. Ebenso genießen Autoren und Künstler im hohen Norden die idyllische Stille als zweiten Wohnsitz oder als Ferienwohnung, um ihren kreativen Ambitionen nachzugehen.


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Einbruchschutz: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Themen > Bauen & Wohnen

Einbruchschutz: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Wenn die Tage kürzer werden, beginnt die Hochsaison für Einbrecher. Mechanische und digitale Sicherheitstechniken schützen das eigene Zuhause vor unerwünschten Besuchern – und sorgen nebenbei für ein Komfortplus.

Winterzeit ist Einbruchzeit: Laut Bundeskriminalamt wird in den Monaten November bis Januar fast doppelt so häufig eingebrochen wie in den Sommermonaten Juli und August. Insbesondere am späten Nachmittag, wenn viele Hausbewohner nicht zu Hause sind, bietet die frühe Dunkelheit Einbrechern Schutz und Deckung. Die gute Nachricht: Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2020 im Zuge der Corona-Pandemie auf den tiefsten Stand seit fast 40 Jahren gesunken, so der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Auch die Vorjahre zeigen: Es wird immer seltener eingebrochen. Nach Angaben des GDV liegt der Grund dafür vor allem an verstärkten Investitionen in Sicherheitstechnik. Denn bei erschwerten Bedingungen geben laut polizeilicher Kriminalstatistik viele Täter auf. Im Jahr 2019 blieben rund 45 Prozent der Einbruchsdelikte bereits im Versuchsstadium stecken. „Maßnahmen, die den Zeit- und Lärmaufwand für Täter gezielt erhöhen, können viele Einbrüche bereits im Keim ersticken“, so LBS-Expertin Monika Grave. „Eigenheimbesitzer haben dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten, um ihr Eigentum vor Einbrüchen zu schützen.“

Eine typische Schwachstelle sind Fenster und Fenstertüren mit herkömmlichen Rollzapfen. Über sie erfolgen in Einfamilienhäusern die meisten Einbrüche. Die Installation von Pilzkopfzapfen erschwert das Aufhebeln deutlich. Zudem können massive Schließbleche, die im Mauerwerk verankert sind, das Aufhebeln von Türen verhindern. Ein Aufbohrschutz für die Griffe schützt Fenster und Türen zusätzlich.

Mechanischen Einbruchschutz smart ergänzen

Neben mechanischen Lösungen setzen immer mehr Eigenheimbesitzer Smart-Home-Technologien ein. Intelligent gesteuerte Systeme können flexibel gehandhabt und bequem aus der Ferne bedient werden – ein Komfortplus. Zudem sind die Smart-Home-Lösungen oftmals deutlich effizienter, weil sie Anwesenheit vortäuschen und Einbrecher abschrecken – etwa durch programmierte oder intelligent gesteuerte Rollläden, Lichter und Elektrogeräte.

Sind die Smart-Home-Geräte über eine zentrale Steuereinheit miteinander verbunden, können Eigenheimbesitzer sogar Abwesenheitsszenarien programmieren, zum Beispiel für den Urlaub. Smarte Bewegungs- und Präsenzmelder registrieren, wenn sich Personen unerlaubt Zutritt zum Grundstück oder der Wohnung verschaffen und benachrichtigen die Hausbewohner sowie autorisierte Personen wie Nachbarn oder Familienangehörige per Push-Nachricht auf das Smartphone.

Dank intelligenter Fenstersysteme dürfte künftig auch diese Schwachstelle der Vergangenheit angehören: Noch vor dem Verlassen des Hauses können die Hausbewohner über das Smartphone einsehen, welche Türen oder Fenster geöffnet sind – und diese dann per Knopfdruck schließen. Mittels eingebauter Sensoren erkennen die intelligenten Fenster außerdem unautorisierte Kontakte, geben akustische und optische Vorwarnsignale aus und lösen im Zusammenspiel mit der Sirene des Rauchmelders einen Alarm aus.

Auch digitalen Einbrüchen vorbeugen

Kameras, Sensoren und andere intelligente Geräte sind bei Smart Home über ein Netzwerk verbunden und stellen damit ein mögliches Angriffsziel für Hacker dar. Smart-Home-Nutzer sollten ihr System gegen solche Angriffe schützen, indem sie die Software regelmäßig aktualisieren und das Netzwerk mit besonders sicheren und regelmäßig wechselnden Passwörtern verschlüsseln.

Gut zu wissen

Mechanische oder elektronische Maßnahmen zum Einbruchschutz werden von der KfW mit bis zu 1.600 Euro gefördert. Darunter fallen auch Smart-Home-Sicherheitstechnologien. Der Umfang des Zuschusses ist abhängig von der Höhe der förderfähigen Investitionskosten. Belaufen diese sich zum Beispiel auf insgesamt 5.000 Euro, erhalten Eigenheimbesitzer für die ersten 1.000 Euro einen Zuschuss von 20 Prozent, für die weiteren 4.000 Euro noch 10 Prozent. Weitere Informationen gibt es auf www.kfw.de. Die Polizei informiert im Internet unter www.k-einbruch.de sowie in polizeilichen Beratungsstellen vor Ort über geeignete Maßnahmen zum Einbruchschutz.

Quelle: www.lbs.de

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Weg nicht einfach sperren

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Weg nicht einfach sperren

Grundstückseigentümer musste Gerichts­entscheidung abwarten

Quelle: Unsplash

Es gibt immer wieder die Situation, dass ein öffentlich genutzter Weg über ein Privatgrundstück führt. Häufig sind die Eigentümer nicht damit einverstanden und prozessieren vor Gericht dagegen. Das ist ihr gutes Recht. Aber eines sollten sie besser nicht tun: den Weg eigenmächtig sperren, ohne dass ein entsprechendes Urteil ergangen wäre.

Im konkreten Fall hatte sich der Eigentümer sogar über einen Vergleich mit der Kommune hinweggesetzt, in dem man sich auf ein Abwarten bis zum Urteil geeinigt hatte. Stattdessen wurden auf dem Weg Zaunpfähle errichtet und vereinzelt sogar Stacheldraht angebracht, so dass der Durchlass teilweise nur noch weniger als zwei Meter breit war. Nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS sprach sich die Justiz gegen dieses Vorgehen aus. Es gebe „keine hinreichenden Anhaltspunkte“ dafür, dass es für den Grundstückseigentümer unzumutbar sei, die Entscheidung über die Zukunft des Weges abzuwarten.

(Verwaltungsgericht Braunschweig, Aktenzeichen 6 B 116/09)

Quelle: LBS

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Quelle: LBS

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Corona-Pandemie hinterlässt deutliche Spuren – auch bei den Gründen für einen Wohnsitzwechsel

Quelle: iStock

Seit dem Jahr 2006 ermittelt die Hans Schütt Immobilien GmbH bei ihren Mietern die Gründe für
Wohnungskündigungen. Nachdem letztes Jahr erstmals seit 2014 mit deutlichen 29 Prozent berufliche Gründe im Vordergrund standen den Wohnsitz zu wechseln, hat sich jetzt das Bild gewandelt.

Die Corona-Pandemie zeigt auch in diesem Bereich im ersten Halbjahr dieses Jahres deutliche Auswirkungen: Mit 30 Prozent hat die Mehrheit der kündigenden Mieter angegeben, dass es hierfür private Gründe gebe und in diesen Fällen häufig Trennungen von Lebenspartnern der Grund war.

Ulrike Beretta, Abteilungsleiterin Miethausverwaltung bei der Hans Schütt Immobilien GmbH: „Ausgangsbeschränkungen, fehlende soziale Kontakte, Homeoffice und gemeinsame Kinderbetreuung haben hier wohl ihren Tribut gefordert.“

30% kündigen aus privaten Gründen. Häufige Ursache: Trennung vom Lebenspartner.

Die beruflichen Gründe für einen Wohnortwechsel sind zwar an die zweite Stelle gerückt, sind mit 27 Prozent dennoch weiter stark vertreten. Ebenfalls mit 27 Prozent und damit auch auf Platz 2 ist der Grund sich zu vergrößern oder zu verbessern. „Hier sehen wir, dass der Shutdown auch dazu geführt hat, dass man sich der eigenen Umgebung stärker bewusst ist und diese verbessern möchte“, führt Beretta aus.
Die Wohneigentumsbildung ist deutlich auf 4 Prozent zurückgegangen (2019: 9 Prozent). Beretta: „Die hohe Nachfrage trifft nach wie vor auf ein zu geringes Angebot. Wir brauchen dringend mehr Wohnungsneubau in Kiel.“

Insgesamt beträgt die Fluktuationsrate für das erste Halbjahr 2020 8,13 Prozent. „Damit liegt sie weiterhin unverändert hoch und zeigt, dass in Kiel und seinem Umland ausreichend Wohnraum für einen Wohnungswechsel angeboten wird“, so Beretta abschließend.

www.schuett.de

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Mietfrei im Alter: Wohneigentum zahlt sich aus

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Mietfrei im Alter: Wohneigentum zahlt sich aus

Die Mieten in Deutschland steigen – und zwar schneller als die Renten. Für viele Mieter bedeutet das eine zusätzliche Belastung durch Wohnkosten im Alter. Entschuldetes, selbstgenutztes Wohneigentum kann diese deutlich senken.

Seit 2005 sind die Mieten in Deutschland stärker gestiegen als die Renteneinkommen. Das zeigt ein aktueller Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW): Während die Mieten im Schnitt um 29 Prozent angestiegen sind, hat sich die gesetzliche Rente lediglich um 20 Prozent erhöht. „Vor allem für Haushalte ab 65 Jahren wächst der Anteil der Wohnkosten, da die Rente in der Regel ohnehin wesentlich geringer ausfällt als das letzte Nettoeinkommen während des Berufslebens“, erklärt Thomas Thiet von der LBS.

Geringere Belastung bei Eigentümern

Wer in der eigenen Immobilie lebt, muss deutlich weniger fürs Wohnen ausgeben. Laut DIW bringen 80 Prozent der Eigentümerhaushalte über 65 Jahren weniger als 20 Prozent ihres Nettoeinkommens fürs Wohnen auf. Und während das Eigenheim idealerweise spätestens zur Rente abbezahlt ist, zahlen
Mieter immer weiter und immer mehr. So ist die durchschnittliche Nettokaltmiete in Deutschland von 1991 bis 2015 um fast 100 Euro auf knapp 500 Euro im Monat gestiegen. Rentnerhaushalte zahlten 2015 416 Euro. Zum Vergleich: Die gesetzliche Nettorente von Männern beträgt im Schnitt 1.362 Euro monatlich, Frauen erhalten mit 991 Euro deutlich weniger. Da schlägt die Miete deutlich zu Buche. „Wohneigentümer, die ihre Immobilie abbezahlt haben, verfügen Monat für Monat über mehrere Hundert Euro zusätzlich im Portemonnaie. Sie zahlen lediglich Nebenkosten wie Heizung, Wasser und Strom – die beim Mieter natürlich auch noch obendrauf kommen“, so Thiet.

Mehr Vorteile durch Wohn­eigentum

Neben der ersparten Miete bietet das Leben in der eigenen Immobilie weitere Vorzüge: So können die Bewohner ihr Zuhause frei nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen gestalten. Und wer bereits beim Bau oder Kauf an Schwellen- oder Barrierefreiheit denkt, kann sein Eigenheim im Idealfall bis ins hohe Alter genießen. Die Vorteilhaftigkeit der eigenen vier Wände bestätigt auch der Trendindikator 2020, eine Untersuchung von Kantar TNS: Knapp jeder zehnte Eigentümer sieht das Wohnen zur Miete als günstigere Variante zur eigenen Immobilie. Bei den Mietern gaben das immerhin knapp ein Drittel der Befragten an.

„Um aus der Mietwohnung in etwas Eigenes zu wechseln, ist es wichtig, möglichst frühzeitigEigenkapital zu bilden“, unterstreicht Thomas Thiet. Kleine, regelmäßige Beträge reichen
aus, um einen Grundstock anzusparen. Für den Erwerb sollten
es dann idealerweise schon rund 20 Prozent der Finanzierungssumme plus Erwerbsnebenkosten sein. Beim Eigenkapitalaufbau kann ein Bausparvertrag helfen, zugleich garantiert er ein zinsgünstiges Bauspardarlehen zu den bei Vertragsabschluss festgelegten Konditionen.

Gut zu wissen: Kleinere Wohnung entlastet nicht zwangsläufig

Der Umzug in eine kleinere Wohnung reduziert die Wohnkosten für Mieter nur minimal. Dem DIW zufolge haben im Jahr 2016 Mieterhaushalte mit einer Wohnfläche von 60 und mehr Quadratmetern pro Person etwa 39 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für das Wohnen ausgegeben. Bei einer Wohnfläche von unter 40 Quadratmetern pro Person lag die Wohnkostenbelastung bei 33 Prozent. Insgesamt ist zu beobachten, dass sich der Anteil der Wohnkosten am Einkommen seit 1996 für Mieter in kleineren Wohnungen stärker erhöht hat als für Mieter größerer Wohnungen.

Quelle: www.lbs.de

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Mehr (Frei-)Räume im Eigenheim

Themen > Bauen & Wohnen

Mehr (Frei-)Räume im Eigenheim

Quelle: LBS

Die weltweite Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten den Alltag der Menschen verändert und diesen vielerorts noch stärker als zuvor nach Hause verlagert: Jeder zweite Berufstätige arbeitete ganz oder teilweise im Homeoffice und auch der Nachwuchs blieb wegen geschlossener Schulen und Kitas daheim. Die eigenen vier Wände wurden schlagartig zum Büro für die Eltern, zum Klassenzimmer und Spielplatz für die Kleinen, kurz: zum Lebensmittelpunkt der ganzen Familie. Vielen ist dadurch bewusst geworden, wie wichtig das eigene Zuhause ist.

Gut zu wissen

Mehr als 36 Millionen Menschen in Deutschland besitzen einen Garten. Das zeigt die „Verbrauchs- und Medienanalyse 2020“, die von den Marktforschungsinstituten IFAK, GfK und forsa erhoben wurde. Fast drei Viertel aller Deutschen (58,2 Mio.) haben einen Balkon oder eine Terrasse.

Auch in Zukunft könnte das Zuhause stärker im Fokus stehen als bislang. Etwa wenn mehr Menschen regelmäßig im Homeoffice arbeiten. Immerhin gaben einer Erhebung des Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) zufolge 68 Prozent der Internetnutzer in Deutschland an, auch künftig vermehrt daheim arbeiten zu wollen. Das habe auch Einfluss auf die Anforderungen an das Wohnen, so Joachim Klein von der LBS: „Der Stellenwert eines zusätzlichen Arbeitszimmers, eines abgetrennten Bereichs zum Lernen und eines großen Gartens zum Spielen ist während des Lockdowns besonders deutlich geworden.“ Schon jetzt zeigen aktuelle Umfragen, dass Menschen, denen mehr Platz zur Verfügung steht, um solche Wohn- wünsche zu verwirklichen, in dieser Zeit zufriedener mit ihrem Zuhause waren.

Eigentümer haben mehr Platz — und größere Freiheiten

Ein Eigenheim bietet diesen Platz in der Regel eher als eine Mietimmobilie: Laut Statistischem Bundesamt leben Haushalte mit Wohneigentum im Schnitt auf knapp 125 Quadratmetern, Mieterhaushalte durchschnittlich nur auf rund 70 Quadratmetern. Zudem kommen Eigentümer mit 4,4 Zimmern pro Haushalt auf fast zwei Räume mehr als Mieter mit 2,7 Zimmern. Rückzugsorte für sich oder den Nachwuchs zu schaffen, ist ihnen damit leichter möglich.

„Ein eigenes Zuhause bedeutet auch mehr Freiheiten bei der Gestaltung“, sagt Klein. Eigentümer können ihre eigenen vier Wände ganz nach ihren Wünschen und Bedürfnissen planen, ohne auf die Zustimmung eines Ver- mieters angewiesen zu sein. Sie können ihr Zuhause auch leichter an sich verändernde Situationen anpassen und sich so einen Wohlfühlort für jede Lebensphase schaffen.

So geht’s ins eigene Zuhause

Das Eigenheim sollte auf einem sicheren Fundament stehen. Eine ausgewogene Finanzierung ist dabei das A und O. Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Was macht eine „gute“ Finanzierung aus?

Eine Immobilienfinanzierung ist immer individuell. In der Regel setzt sie sich aus einem Mix aus Eigenkapital, klassischem Annuitätendarlehen und Bausparvertrag zusammen. Der Bausparvertrag hat dabei gleich eine doppelte Funktion: Er ist ein wichtiges Instrument, um Eigen­kapital aufzubauen und garantiert dem Sparer zudem ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.

Wie viel Eigenkapital sollte eingebracht werden?

Etwa 20 Prozent der Gesamtsumme plus Erwerbsnebenkosten sollten es schon sein. Diese schwanken je nach Bundesland zwischen 12 und 15 Prozent der Kaufsumme. Auch in der derzeitigen Niedrigzinssitua­tion ist Eigenkapital unerlässlich: Die vielerorts gestiegenen Immobilienpreise und somit auch Erwerbsnebenkosten bedeuten einen höheren Eigenkapitalbedarf.

Gibt es einen richtigen Zeitpunkt, um Eigentum zu erwerben?

Immobilienerwerber sind im Schnitt 41 Jahre alt, Bausparer ziehen mit 39 Jahren etwas früher ins Eigenheim. Wichtig ist, dass der Zeitpunkt zu den persönlichen Umständen passt. Die Konditionen für eine Baufinanzierung sind derzeit aufgrund der niedrigen Zinsen günstig und Bausparer können sich diese bei Vertragsabschluss für ein Bauspardarlehen über die gesamte Laufzeit sichern.

Mit welchen Förderungen unterstützt der Staat beim Bau oder Kauf von Wohneigentum?

Mit Wohn-Riester fördert der Staat selbstgenutztes Wohneigentum zur Altersvorsorge. Die Zulagen werden sowohl in der Spar- als auch in der Darlehensphase gezahlt und ermöglichen es Bausparern, ihr Heim schneller abzuzahlen und später mietfrei zu wohnen. Die Grundzulage beträgt maximal E 175,– pro Jahr. Für Kinder gibt es bis zu E 300,–. Einkommensgrenzen gelten nicht.

Die Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent der Sparrate gibt es derzeit für Bausparer mit einem Jahreseinkommen bis E 25.600,– (Singles) bzw. E 51.200,– (Ehepaare). Ab 2021 werden Förderungen und Einkommensgrenzen übrigens deutlich angehoben: Die Prämie erhöht sich auf 10 Prozent der Einzahlungen, die Einkommensgrenzen steigen auf E 35.000,– (Singles) bzw. E 70.000,– Euro (Ehepaare).

www.lbs.de/presse/bausparen

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Bungalows erleben ihre Renaissance nicht nur bei Bauherren 50plus

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Bungalows erleben ihre Renaissance
nicht nur bei Bauherren 50plus

Beim zweiten Eigenheim wird alles besser: Wer bereits Hausbesitzer ist, weiß genau, welche Wünsche im Ersthaus offen geblieben sind oder was man bei der Planung eines weiteren Neubaus anders machen würde. Rund um die Lebensmitte entschließen sich daher viele, noch einmal komplett neu zu bauen und sich ein maßgeschneidertes Refugium für den Ruhestand zu schaffen. Dabei zeichnet sich ein klarer Trend ab: Wohnen auf einer Ebene im klassischen Bungalow erlebt eine echte Renaissance und steht insbesondere bei Bauherren der Generation 50plus hoch im Kurs.

Gemütliches Wohnen auf einer Ebene

Ein solcher Grundriss mit Winkel bietet viele praktische Vorteile: Das lästige Treppensteigen gehört der Vergangenheit an, kurze Wege sind garantiert und das Haus ist schon aufgrund seiner Eingeschossigkeit auf Barrierefreiheit ausgelegt – das ist gleichermaßen praktisch für den späteren Ruhestand oder wenn die Enkelkinder zu Besuch sind.

Beim Winkelbungalow Seeland des Fertighausanbieters Danhaus beispielsweise konzentriert sich das gesamte Leben auf das 135 Quadratmeter große Erdgeschoss mit seinen sechs Zimmern: Den Lebensmittelpunkt bildet der großzügig konzipierte Wohn- und Essbereich. Helle 49 Quadrat­meter bieten viel Platz für gemütliche Stunden und individuelle Wohnträume. Durch die bodentiefen Fensterelemente, die sich bis hoch in die Kathedralendecke erstrecken, lässt sich besonders bei schönem Wetter bequem die Sonnenterrasse erreichen.

Ein weiterer Vorteil: Durch die rechtwinklige Bauweise des Bungalows ist die Terrasse vor Wind und fremden Blicken bestens geschützt.

Individuelle Wünsche bis zur Barrierefreiheit verwirklichen

Einen im Bau kostspieligen Keller braucht der Bungalow nicht: Ein großer Wirtschaftsraum und auf Wunsch eine zusätzlich in der Küche eingeplante Speisekammer können dies mehr als wettmachen. Wer zudem weiter in die Zukunft planen will, kann bereits die Ausstattung von Bad und Küche altersgerecht vornehmen. Das gilt ebenfalls für eine behindertengerechte Ausgestaltung der Wohnräume mit extra breiten Türen und Fensterelementen ohne lästige Schwellen.

Unter www.danhaus.de gibt es ausführliche Informationen dazu sowie eine Kontaktmöglichkeit für eine persönliche Beratung. Die skandinavischen Wurzeln des Bungalows sind augenfällig: Zu erkennen ist dies zum einen an der besonders energiesparenden Polarwand, zum anderen an der Verwendung natürlicher Materialien und nicht zuletzt am Design.

Insbesondere der hohe Anteil von Holz hat viele Vorteile: Kaum ein anderes Material wirkt sich so positiv auf ein gesundes Raumklima aus und schafft eine so gemütliche Wohnatmosphäre.

www.danhaus.de

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Der Unsinn der kurzen Eichfristen für Wasserzähler

Themen > Bauen & Wohnen

Der Unsinn der kurzen
Eichfristen für Wasserzähler

Axel-H. Wittlinger, Vorsitzender der IDV Nord e.V.

Bezahlbares Wohnen sei die soziale Frage unserer Zeit, heißt es immer wieder. Das stimmt natürlich, und es hat manche politischen Maßnahmen nach sich gezogen: Vor allem die Regulierung im Mietrecht wird immer strenger, ein entsprechendes Gesetz folgte in den vergangenen Jahren auf das nächste. Dass in diesem Bereich ein solch großer Eifer gezeigt wird, lässt umso ärgerlicher erscheinen, dass in anderen Bereichen Kostensenkungspotenziale für Mieter wie für Eigentümer einfach ignoriert werden. Die Eichfrist für Wohnungswasserzähler ist so ein Fall.

Die Eichfristen in Deutschland sind – auch im europäischen Vergleich – ausgesprochen kurz: Ein beispielsweise 2014 eingebauter beziehungsweise geeichter Kaltwasserzähler muss bis Ende dieses Jahres ausgetauscht oder neu geeicht werden (neu geeicht werden die Zähler aber praktisch nie, da der Aufwand größer ist). Wer 2014 einen Warmwasserzähler hat einbauen lassen, hätte diesen sogar bis Ende 2019 erneuern lassen müssen. Warmwasserzähler müssen nach deutschem Eichrecht nach fünf und Kaltwasserzähler nach sechs Jahren ausgetauscht werden, die Frist läuft immer zum Jahresende ab. Aus Einfachheitsgründen werden in der Praxis oft Kalt- und Warmwasserzähler gemeinsam erneuert, also jeweils nach fünf Jahren. Solch kurze Intervalle sind wissenschaftlich eigentlich gar nicht gerechtfertigt.

Das Hamburg Institut hat schon 2017 in einer Studie festgestellt, dass Wasserzähler in Deutschland in der Regel unnötig früh ausgetauscht werden, obwohl sie noch zuverlässig funktionieren. Für die Studie wurden stichprobenartig Wasserzähler analysiert, von denen selbst diejenigen, die bereits seit 20 Jahren arbeiteten, zu 95 Prozent zu Messergebnissen innerhalb der zulässigen Fehlergrenzen führten. Die Studie zeigt eindeutig auf, dass die Eichfristen deutlich verlängert werden könnten.

Das wäre sinnvoll, denn es würde zu signifikanten Kostenersparnissen von Mietern und Eigentümern führen. Bei Kosten von schätzungsweise 120 Euro je Austausch rechnete das

Hamburg Institut die jährlichen Gesamtkosten in Deutschland auf 500 Millionen Euro hoch. Das sind vermeidbare Kosten, die das Wohnen in Deutschland unnötig teurer machen. Eine Verlängerung der Eichfristen auf 15 bis 20 Jahre würde Mieter und Eigentümer entlasten, hätte höchstens sehr geringe Auswirkungen auf die Genauigkeit der Wasserzähler und würde auch den Eichfristen einiger anderer europäischer Länder entsprechen, die in diesem Bereich sinnvollerweise ein wesentlich liberaleres Eichrecht haben als Deutschland.

Dagegen spricht eigentlich nichts. Trotzdem ist politisch nach wie vor keine Initiative in Sicht, die Eichfristen für Wasserzähler zu reformieren. Natürlich: Eine Verlängerung der Eichfristen ist nicht die Alleinlösung für die Herausforderungen bei der Bezahlbarkeit des Wohnens. Aber es ist ein kleiner Baustein, der nicht nur die Wohnkosten verringern würde, sondern auch den Aufwand von Verwaltungen und Verbrauchern, die den Handwerker zum Austausch der Wasserzähler ja in die Wohnung lassen müssen.

Das Hamburg Institut hat übrigens auch auf eine Widersprüchlichkeit der Eichregelungen hingewiesen: Obwohl Heizkosten einen wesentlich höheren Anteil der Nebenkosten für Mieter und Eigentümer ausmachen als Wasserkosten, unterliegt die Messung der Heizungsaufwendungen keiner Eichpflicht. Dass Wasserzähler so streng reglementiert sind, ergibt keinen Sinn.
www.nord.ivd.net

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Renovierung abgebrochen

Themen > Bauen & Wohnen

Renovierung abgebrochen

Mieter riss die alte Tapete ab und hörte dann mit den Arbeiten auf

©LBS

Wenn ein Mieter an einer Immobilie Renovierungsarbeiten vornimmt, dann sollten diese im Regelfall auch abgeschlossen werden. Sonst könnten von Seiten des Eigentümers Schadenersatzforderungen drohen. Mit einem abgebrochenen Austausch der Tapeten mussten sich nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS drei Gerichtsinstanzen befassen.
(Bundesgerichtshof, Aktenzeichen VIII ZR 263/17)

Der Fall:

Die Tapeten in einer Doppelhaushälfte waren nach Ansicht eines Mieters in einem bedauernswerten Zustand. Sie waren mehrere Jahrzehnte alt und lösten sich zum Teil schon ab. Deswegen entschied er sich, sie auszutauschen. Er begann mit den Arbeiten und löste die Tapeten von der Wand. Doch dann wurde bekannt, dass das Objekt verkauft werden soll. Der Mieter beendete die Renovierung. Anschließend strengte der Eigentümer einen Zivilprozess an. Er forderte Schadenersatz, um neu tapezieren zu können.

Das Urteil:

Während das Amtsgericht zu der
Überzeugung kam, wegen des schlechten Zustandes der Tapeten sei kein Schadenersatz nötig, sprach das Landgericht dem Eigentümer eine Entschädigung zu. Der Bundesgerichtshof hatte schließlich das letzte Wort. Grundsätzlich müsse man von einer Pflichtverletzung des Mieters sprechen, weil er die Arbeiten abgebrochen habe. Allerdings könne auch der Zustand der Tapete nicht außer Acht gelassen werden. Es liege im konkreten Fall an dem Vermieter, Beweise für den eventuell noch vorhandenen Wert der Tapete vorzulegen. Erst dann komme ein Schadenersatz in Betracht.

Quelle: www.lbs.de

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Die Immobilie bleibt ein beliebtes Sparbuch

Themen > Finanzen

Die Immobilie bleibt ein beliebtes Sparbuch

Dipl. Kfm. Ralf Colditz, ö.b.u.v. Sachv. für Immobilienbewertung der IHK zu Kiel und Leiter der Gutachten-Abteilung

Immobilienbarometer 2020

In Zeiten niedriger Zinsen für Baukredite ist der Wunsch nach eigenen Immobilien auch als Kapitalanlage unvermindert hoch. Auffällig ist, dass die Nachfrage vor allem auf Immobilien in einfachen und günstigen Lagen ausweicht. Dieser Trend ist sowohl bei Einfamilienhäusern, als auch bei Eigentumswohnungen und Kapitalanlagen zu sehen. In den guten und mittleren Lagen liegen die Anstiege eher im einstelligen Prozentbereich, während sie in den einfachen Lagen auch in hohe zweistellige Prozentbereiche steigen.

 

„Diese Entwicklung ist vor allem der leichteren Finanzierbarkeit in diesem Preissegment geschuldet“, so Ralf Colditz, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger (IHK) sowie Leiter der Gutachtenabteilung bei OTTO STÖBEN.

Betrachtet man die einzelnen Städte in Schleswig-Holstein, so fällt hier vor allem der Großraum Elmshorn mit Steigerungswerten von ca. 30 – 40 Prozent bei
den Einfamilienhäusern (einfach + 33 %), bei Eigentumswohnungen (einfach + 30 %) und bei den Kapitalanlagen (gut + 45 % und mittel + 40 %) ins Auge. Im Hamburger Randgebiet lassen sich in allen Segmenten und Lagen Preissteigerungen beobachten, vor allem bei den Kapitalanlagen (gut + 16 %, mittel + 23  %, einfach + 40 %). Signifikante Steigerungen sieht man ebenso in den Städten Itzehoe, Rendsburg und Schleswig.

Wenig Bewegung zeigt sich (noch) in einigen Umlandgebieten der größeren Städte wie Flensburg, Lübeck, Rendsburg, Schleswig, Eckernförde, Plön sowie in den Ost- und Nordseebädern, Dithmarschen und Ostholstein. In vereinzelten Segmenten und Lagen gibt es allerdings auch hier Ausschläge nach oben.

In der Landeshauptstadt sind vor allem die Preise für Eigentumswohnungen in allen Lagen gestiegen (gut + 3 %, mittel + 8 %, einfach +11%), während es keine Preissteigerungen in den Segmenten Einfamilienhäu- sern und Kapitalanlagen gab. Auch im Kieler Umland sind die Preise soweit stabil geblieben. Auch hier gab es Steigerungen bei den Preisen für Eigentumswohnungen in mittleren (+ 6 %) und einfachen Lagen (+ 8 %).

„Zusammenfassend können wir
bestätigen, dass eine ungebrochene Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Mietwohnungen in den Städten besteht“, berichtet Ralf Colditz. „Allerdings wird nicht mehr jeder Preis gezahlt, weil das Budget bei vielen doch begrenzt ist. Bei den niedrigen Zinsen bleibt die Immobilie ein beliebtes Sparbuch. Garant für ein gutes Investment in Form einer immobilen Kapitalanlage ist vor allem eine professionelle Hausverwaltung, welche OTTO STÖBEN neben der Makler- und Gutachtertätigkeit auch bietet.“

Quo vadis Einzelhandel?

Im Bereich der Vermietungspreise zeigen sich bis auf einige Ausschläge wenig bzw. geringfügige Veränderungen – sowohl bei den Wohnungsmieten (für eine durchschnittliche Wohnung, nettokalt 70 m2, 3 Zimmer) als auch bei den diversen Gewerbeflächen.

Signifikante Änderungen konnten in Flensburg und Itzehoe verzeichnet werden. Auffällig waren die geringeren Vermietungspreise bei den Büroflächen in guter Lage (-  6  %) sowie bei den kleinen Ladenflächen in der Nebenzentrum 1a-Lage (- 11 %). In Itzehoe verbilligten sich die Vermietungspreise in folgenden Bereichen erheblich: Bei den Büroflächen in den einfachen Lagen um - 18  %, in den mittleren Lagen um - 7  % und bei den kleinen Ladenflächen in der 1b-Lage um sogar – 20 %. Einzig bei den großen Ladenflächen (> 100 m2) in der Nebenzentrum 1b-Lage in Itzehoe gab es eine Mietpreissteigerung von + 21 %.

Bei Fragen zur Auswertung:
gewerbe@stoeben.de

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Mietpreise in Kiel steigen seit 2000 jährlich nur um 0,75 %

Themen > News

Schütt Immobilien:

Mietpreise in Kiel steigen seit 2000 jährlich nur um 0,75 %

Versachlichung der Debatte dringend erforderlich

Die Hans Schütt Immobilien GmbH hat die Entwicklung der Mietpreise in der Landeshauptstadt Kiel untersucht, um die Diskussion um den Anstieg der Preise zu versachlichen. Klaus H. Schütt, geschäftsführender Gesellschafter der Hans Schütt Immobilien GmbH: „Die viel zu hitzige und emotional geführte Debatte gipfelt dabei in sonderbaren Vorschlägen, die nichts mehr mit unseren marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu tun haben. Ein gefühlter Eindruck wird leider oftmals der nüchternen Betrachtung der tatsächlichen Zahlen vorgezogen.“

Schütt weiter: „Die Steigerung des von der Landeshauptstadt Kiel statistisch erhobenen, durchschnittlichen Mietpreises ist mit 12,63 Prozent in den Jahren 2014 bis 2016 bzw. rechnerisch jährlich 6,32 Prozent zweifelsohne beachtlich und führt bei Beschränkung des Blickfeldes auf die letzten Jahre in der Diskussion zum Eindruck, dass Vermieter maßlos die Mieten erhöhen. Das Gegenteil ist der Fall.“

In den Jahren nach der Jahrtausendwende ist der von der Landeshauptstadt Kiel statistisch erhobene durchschnittliche Mietpreis über Jahre gesunken. Der Tiefpunkt war 2006, als der Durchschnittsmietpreis ca. 7 Prozent unter dem durchschnittlichen Mietpreis aus dem Jahr 2000 bzw. auf etwa dem gleichen Niveau wie schon 1998 lag. Dieses niedrige Preisniveau wurde dann über weitere Jahre nahezu nur gehalten, trotz steigender Bevölkerungszahlen. Erst nach 2010 beginnt der Durchschnittsmietpreis wieder langsam zu steigen. Nach 2014 steigt der Mietpreis über das Niveau des Jahres 2000. Insgesamt ist der Mietpreis im Vergleich 2000 bis 2016 nur um ca. 12 Prozent bzw. rechnerisch jährlich 0,75 Prozent gestiegen.

Johann Frederik Stähr, Werkstudent bei Schütt Immobilien und Analyst der Daten: „Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war für Vermieter somit insgesamt nicht auskömmlich, denn die Ausgaben stiegen: Die vom statistischen Bundesamt im Verbraucherpreisindex erfasste Inflation sorgte dafür, dass allgemein die Preise anzogen. Im Baugewerbe und somit auch bei den Instandhaltungskosten für Wohngebäude sind die Preise jedoch ab 2007 – also während bei den Kieler Durchschnittsmieten noch Stillstand herrschte – stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Die enteilenden Kosten machten es vielen Vermietern immer schwerer, in ihre Miethäuser zu investieren.“ Schütt ergänzt: „Die Sanierung einer 50 Quadratmeter großen Wohnung aus den 50er oder 60er Jahren vor Neuvermietung kostet den Eigentümer heute rund 45.000 Euro. Trotz der gestiegenen Kosten sind die Wohnungsausstattung und der energetische Zustand der Gebäude im Vergleichszeitraum deutlich besser geworden.“

Aus Mietersicht gab es auf Bundesebene und auch auf Kiel beschränkt hingegen konstante Preissteigerungen fürs Wohnen – allerdings bei den durchschnittlichen Betriebskosten, die für den Vermieter einer vermieteten Wohnung hingegen lediglich einen durchlaufenden Posten darstellen. „Der Vermieter hat zumindest bei den meisten Betriebskosten keinen Einfluss auf diese Preissteigerung. Lediglich die nicht öffentlichen Kosten sind durch sorgfältige Bewirtschaftung beeinflussbar“, so Stähr.

Wenn man zu dieser Gesamtbetrachtung noch die durchschnittliche Einkommensentwicklung hinzuzieht, stellt man fest, dass sowohl das monatliche Haushaltsbrutto- wie -nettoeinkommen gestiegen ist, wenn auch zunächst nicht ganz so stark wie die Inflation. In den Jahren 2014 bis 2017 erfuhr die Einkommenssteigerung dann allerdings einen starken Zuwachs und überstieg die Inflationsrate deutlich.

Der Mietpreissteigerung von 2000 bis 2016 um 12,05 Prozent steht im gleichen Zeitraum eine mehr als doppelt so starke Steigerung der Inflationsrate um 25,78 Prozent, eine fast dreieinhalb Mal so starke Steigerung der Instandhaltungskosten um knapp 40 Prozent und eine mehr als zweieinhalb Mal so hohe Steigerung des durchschnittlichen Haushaltseinkommens (31,30 Prozent brutto bzw. 30,58 Prozent netto) gegenüber. Der Durchschnittsmieter hat demnach im Vergleich zu 2000 mehr Geld zur Verfügung, während der Durchschnittsvermieter eher noch unter den Nachwirkungen der Zeit seit der Jahrtausendwende zu leiden hat.

Selbst wenn man den noch längeren Zeitraum ab 1996 bis 2018 betrachtet, so stellt man fest, dass die Mietpreisentwicklung in Kiel schwächer als die allgemeine Inflation war. Noch alarmierender ist, dass beim Vergleich der Steigerungsraten in diesem Zeitraum zwischen der Steigerung der Instandhaltungskosten für Wohngebäude (53,14 Prozent) und der Steigerung der Mieteinnahmen (32,09 Prozent) eine Lücke von über 20 Prozentpunkten klafft. Doch gerade die Instandhaltungskosten stellen grundsätzlich einen großen Anteil an der Verwendung der Miete bei Bestandsbauten dar.

„Dass in der Mietpreisdiskussion immer wieder der Mythos vom raffgierigen Vermieter bemüht wird, ist in Anbetracht der tatsächlichen Zahlen für Kiel bloßer Populismus, auf den leider zu oft blinder Aktionismus folgt. Das geplante Ende der Mietpreisbremse in Kiel ist absolut sinnvoll und notwendig. Es lässt die Hoffnung zu, dass die zukünftigen Mietpreise notwendige Investitionen der Vermieter ermöglichen und dabei gleichzeitig noch für eine angemessene Rendite sorgen“, so Schütt abschließend.

Ansprechpartner:
Hans Schütt Immobilien GmbH Klaus H. Schütt Geschäfts-führender Gesellschafter
T +49 431 90 69 60
M + 49 171 74 47 042
info@schuett.de
www.schuett.de

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IVD: Büromärkte trotzen Konjunktursorgen

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• Berlin mit höchstem Preiswachstum

• Leerstände: Berlin, München und Stuttgart mit Vollvermietung

Der deutsche Büromarkt trotzt den Konjunktursorgen. Die anhaltende Nachfrage nach Büroflächen hat die Mietpreise in den vergangenen zwölf Monaten weiter steigen lassen. Die Mietpreise für Büroflächen mit mittlerem Nutzwert stiegen aber deutschlandweit mit durchschnittlich 2,9 Prozent verhaltener als im Vorjahreszeitraum (plus 4,4 Prozent). Für Büroflächen mit gutem Nutzwert dagegen verstärkte sich die Preisdynamik. Mit 3,7 Prozent stiegen die Mieten um 0,8 Prozentpunkte schneller als im Vorjahreszeitraum (plus 2,9 Prozent). Dieser bundesweite Trend spiegelt sich in allen Städteklassen wider. Die größten Preissteigerungen entfielen auf die Top-7-Städte und die Großstädte. Das sind Ergebnisse des aktuellen Gewerbe-Preisspiegels 2019/2020 des Immobilienverbandes IVD. Die Daten wurden im dritten Quartal dieses Jahres erhoben.

„Der Trend steigender Büromieten setzte sich auch in den vergangenen zwölf Monaten fort. Motor dieser Entwicklung waren die Top-7-Städte und die Großstädte. Aber auch in Mittel- und Kleinstädten stiegen die Büropreise. Bundesweit sind Büroflächen weiterhin stark nachgefragt“, erläutert IVD-Präsident Jürgen Michael Schick

Büroflächen mit gutem Nutzwert besonders nachgefragt

Laut IVD-Marktrecherche ergaben sich die höchsten Preissteigerungsraten in den Metropolen, gefolgt von den Großstädten (mehr als 100.000 Einwohner). Dort stiegen die Mieten für Büroflächen mit mittlerem Nutzwert im Durchschnitt um 3,3 Prozent beziehungsweise um 3,2 Prozent, für Büroflächen mit gutem Nutzwert um 6,1 Prozent beziehungsweise um 5,2 Prozent. Ähnlich, wenn auch auf geringerem Niveau, gestaltete sich die Preisdynamik in Mittelstädten (20.000 bis 100.000 Einwohner) und Kleinstädten (5.000 bis 20.000 Einwohner).
„Der aktuelle IVD-Gewerbepreisspiegel weist ein deutliches Muster in der Mietpreisdynamik auf. Büroflächen mit gutem Nutzwert – also modern ausgestattete und repräsentative Büros – weisen höhere Preissteigerungsraten auf als Fläche mit mittlerem Nutzwert, also normaler Ausstattung. Möglicherweise haben die Preise im mittleren Segment die Grenze der Preiselastizität der Nachfrage erreicht. Im guten Segment scheint es dagegen noch Luft nach oben zu geben“, sagt Schick.

Top-7-Städte: Berlin mit höchstem Preiswachstum

Die gewichteten Schwerpunktmieten entwickelten sich in den Metropolen unterschiedlich. Im Segment mittlerer Nutzwert bleibt München, wie in den vergangenen Jahren, der teuerste Bürostandort unter den Top-7-Städten mit einer Schwerpunktmiete von 27 Euro pro Quadratmeter (Vorjahreszeitraum: 26 Euro pro Quadratmeter). Der zweitteuerste Standort ist Frankfurt am Main mit E 15,50,– Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Düsseldorf mit E 13,80,– pro Quadratmeter und Köln mit E 12,75,– pro Quadratmeter. Berlin, mit einem Quadratmeterpreis von E 11,50,–, zählt zu den günstigeren Top-7-Städten. Allerdings hat die Bundeshauptstadt mit einem Plus von 4,5 Prozent das zweitstärkste Preiswachstum hingelegt. Lediglich in Stuttgart stiegen die Preise schneller (plus 6,8 Prozent).

Anders sieht es dagegen im Segment guter Nutzwert aus. In keiner der Metropolen sind die Preise so kräftig gestiegen wie in Berlin (plus 19,4 Prozent). Mit einem Quadratmeterpreis von E 21,50,– steht die Bundeshauptstadt auf einem dritten Platz, hinter München mit E 33,50,– und Düsseldorf mit E 23,50,–.

Sinkende Büroleerstände

Die Preisentwicklung in den Metropolen beruht neben der hohen Nachfrage auf einem deutlich zu geringem Angebot. In der Folge sinken die Leerstandsquoten seit Jahren. In Berlin (1,3 Prozent), München (1,8 Prozent) und Stuttgart (2,0 Prozent) herrscht quasi Vollvermietung. Um die wenigen freien Flächen herrscht Wettkampf, was sich in steigenden Preisen ausdrückt. In Düsseldorf (6,0 Prozent) und Frankfurt am Main (7,0 Prozent) ist die Lage weniger angespannt. Aber auch dort sinken die Leerstandsquoten. „Diese Angebotsknappheit dürfte vorerst anhalten. Denn der Büroneubau kann den Nachfrageüberhang nicht auffangen. Ein Grund dafür ist der Baulandmangel, der im Gewerbesegment nicht weniger stark ausgeprägt ist als im Wohnbereich. Das führt zu steigenden Baulandpreisen und einer Flächenkonkurrenz zwischen Wohn- und Büroprojektentwicklungen“, erläutert Schick.

Stabiler Büromarkt wird vom starken Arbeitsmarkt getragen

„Der deutsche Büromarkt zeigt bisher keinerlei Spuren der sich abschwächenden Konjunktur. Im Gegenteil belegen die steigenden Büromieten bis zum Ende des dritten Quartals eine anhaltend hohe Nachfrage. Auch ist der Dienstleistungssektor von den sinkenden Auftragseingängen der exportorientierten Wirtschaft noch nicht betroffen. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass den Büromärkten insbesondere in den großen Zentren erst mal keine Entspannung bevorsteht und die Mietpreise für Büroflächen weiter steigen werden. Mittelfristig bleibt abzuwarten, wie sich die gesamtwirtschaftliche Lage weiterentwickelt“, sagt Schick.

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nord.ivd.net

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