Themen > Klima & Energie

Kaminofen – was vor dem Kauf beachtet werden sollte

Gerade in kalten Wintermonaten sehnen sich viele Menschen nicht nur nach Wärme, sondern auch nach einer besonderen Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Dies kann ein Kaminofen leisten. Er bietet zum einen eine alternative Wärmequelle zur Heizung, zum anderen ist er durch sein individuell ausgesuchtes Ambiente passend zum Stil des Hauses häufig der optische Blickfang und Treffpunkt im Wohnzimmer.

Zudem erfreuen sich Kamine & Kaminöfen mit den stetig steigenden Heizkosten durchaus immer größerer Beliebtheit. Durch den im Vergleich niedrigen Kostenaufwand für Brennmittel wie Holz oder Pellets steigt die Anzahl der Nutzer in Deutschland stetig. Seit dem 01. Januar 2018 müssen neue industriell gefertigte, sogenannte Feuerstätten wie Kaminofen, Heizkamin, Kachelofen mit Heizeinsatz und Pelletofen (Einzelraumheizgeräte mit einer Nennwärmeleistung von bis zu 50 Kilowatt) mit einem Energielabel versehen sein. Hier gibt es für den energiebewussten Kaminofenkäufer eine Orientierung, die mit ihrer Skala von A++ bis G in den Farben Grün bis Rot den schon bekannten Kennzeichnungen von Hausgeräte wie Waschmaschinen etc. ähnelt.

Um einen Kaminofen und seine Vorzüge genießen zu können, sollte man sich vor dem Kauf fragen, wie und wofür man ihn in erster Linie verwenden möchte: Soll er eher das Wohnzimmer verschönern, welche Räume sollen durch den Kamin beheizt werden und wie häufig möchte man ihn überhaupt befeuern? Im zweiten Schritt ist es unabdingbar, Kontakt zu dem zuständigen Schornsteinfeger aufzunehmen. Dieser kann die Möglichkeiten aufzeigen und genaue Angaben über die Voraussetzungen machen, die für einen Kaminofen im eigenen Haus vonnöten sind. Hierzu können Baugenehmigungen zählen, eine bauliche Anpassung des Schornsteins oder sonstige Sanierungsarbeiten.

Sind alle offenen Fragen diesbezüglich geklärt, stellt sich als nächstes die Frage nach Qualität und Funktionalität des Kaminofens. Da Kaminöfen in jeder Preislage zu erwerben sind, sollte man auf gute Qualität und hochwertige Verarbeitung achten und ebenso darauf, dass der Kaminofen gute Brenneigenschaften ausweist und komfortabel zu handhaben ist. Hier ist ein Gang zum Fachhandel mit gutem, persönlichem Service ratsam.

Checkliste Kaminofenkauf: 

  • Bauliche Gegebenheiten erkunden
  • Eignung des Schornsteins für einen Kaminanschluss in der geplanten Weise abklären
  • Schornsteinfeger im Vorfeld kontaktieren
  • Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen 
  • Kaminleistung in Abhängigkeit der Isolation und der Größe des Raumes wählen
  • Kaminart und Brennmaterial wählen
  •  Angebote für den Einbau einholen
  • Nicht vergessen:
  •    – Feuerfeste Bodenplatte und Funkenschutz 
  •    – Kleinteile wie Rohre, Verbindungsstücke und Rosetten
  •    – Kaminbesteck und Kaminholzschale
  • Abnahme durch den Schornsteinfeger

Weitere Artikel zum Thema Klima & Energie

Mit kleinem CO2-Abdruck in die eigenen vier Wände

Ohne den Gebäudesektor geht es nicht, wenn Deutschland klimaneutral werden will. Nachhaltiges Bauen und Wohnen nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Private Bauherren können schon jetzt auf nachhaltige Materialien und moderne Technik setzen. Das reduziert nicht nur den Energieverbrauch des Eigenheims und sorgt für den langfristigen Werterhalt der Immobilie, sondern schafft auch ein angenehmes Raumklima.

Mehr lesen »

Fernablesung der Heizkostenzähler ab 2022 voraussichtlich monatlich Pflicht

Die Heizkostenverordnung wird novelliert. Seit Oktober 2020 sieht die EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED für European Energy Directive) eigentlich vor, dass neu installierte Heizkostenzähler fernablesbar sein müssen. Den entsprechenden Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gibt es seit dem 10.03.2021, dieser muss allerdings noch Bundestag und -rat passieren.

Mehr lesen »

Wie „Eigentum und Klimaschutz“ sowie „Klimaschutz und Sozialverträglichkeit“ miteinander funktionieren können

Bundestag und Bundesrat stimmten Ende Juni über die Novelle des Klimaschutzgesetzes ab. Mit dem Gesetz will der Gesetzgeber die nationalen Klimaschutzziele verschärfen und Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral machen. Der Immobilienverband Deutschland IVD bemängelt, dass das Gesetz zu abstrakt und unbestimmt ist, inwieweit die neu justierten Zielvorgaben erreicht werden können. Damit wird das Gesetz weiterhin den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts nicht gerecht, welches das vorherige Klimaschutzgesetz auch aufgrund seiner Unbestimmtheit gerügt hat.

Mehr lesen »

Klimaschutz-Sofortprogramm führt zu Kostenexplosion im Wohnungsbau

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen weist eindringlich auf die immensen Kosten des geplanten Klimaschutz-Sofortprogramms der Bundesregierung im Gebäudesektor hin: „Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Aber die geplanten Maßnahmen werden zu einem drastischen Anstieg der Kosten beim Bau und der Sanierung von Wohnungen führen.“

Mehr lesen »

Schädlicher Schatten

Wer auf seinem Dach eine Solaranlage errichtet, der hofft natürlich auch, dass diese Anlage üppige Erträge an Sonnenenergie erbringt. Bei einem Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen drohte das nicht mehr zu funktionieren, weil ein geplanter und genehmigter Neubau das Dach mit der Photovoltaikanlage verschattet hätte.

Mehr lesen »

IMMOBILIENMARKT
Verlagsgesellschaft mbH
Königsweg 1, 24103 Kiel

Tel.: 0431 66452-0
E-Mail: info@derimmomarkt.de

Cookies