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Die Immobilie bleibt ein beliebtes Sparbuch

Dipl. Kfm. Ralf Colditz, ö.b.u.v. Sachv. für Immobilienbewertung der IHK zu Kiel und Leiter der Gutachten-Abteilung

Immobilienbarometer 2020

In Zeiten niedriger Zinsen für Baukredite ist der Wunsch nach eigenen Immobilien auch als Kapitalanlage unvermindert hoch. Auffällig ist, dass die Nachfrage vor allem auf Immobilien in einfachen und günstigen Lagen ausweicht. Dieser Trend ist sowohl bei Einfamilienhäusern, als auch bei Eigentumswohnungen und Kapitalanlagen zu sehen. In den guten und mittleren Lagen liegen die Anstiege eher im einstelligen Prozentbereich, während sie in den einfachen Lagen auch in hohe zweistellige Prozentbereiche steigen.

 

„Diese Entwicklung ist vor allem der leichteren Finanzierbarkeit in diesem Preissegment geschuldet“, so Ralf Colditz, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger (IHK) sowie Leiter der Gutachtenabteilung bei OTTO STÖBEN.

Betrachtet man die einzelnen Städte in Schleswig-Holstein, so fällt hier vor allem der Großraum Elmshorn mit Steigerungswerten von ca. 30 – 40 Prozent bei
den Einfamilienhäusern (einfach + 33 %), bei Eigentumswohnungen (einfach + 30 %) und bei den Kapitalanlagen (gut + 45 % und mittel + 40 %) ins Auge. Im Hamburger Randgebiet lassen sich in allen Segmenten und Lagen Preissteigerungen beobachten, vor allem bei den Kapitalanlagen (gut + 16 %, mittel + 23  %, einfach + 40 %). Signifikante Steigerungen sieht man ebenso in den Städten Itzehoe, Rendsburg und Schleswig.

Wenig Bewegung zeigt sich (noch) in einigen Umlandgebieten der größeren Städte wie Flensburg, Lübeck, Rendsburg, Schleswig, Eckernförde, Plön sowie in den Ost- und Nordseebädern, Dithmarschen und Ostholstein. In vereinzelten Segmenten und Lagen gibt es allerdings auch hier Ausschläge nach oben.

In der Landeshauptstadt sind vor allem die Preise für Eigentumswohnungen in allen Lagen gestiegen (gut + 3 %, mittel + 8 %, einfach +11%), während es keine Preissteigerungen in den Segmenten Einfamilienhäu- sern und Kapitalanlagen gab. Auch im Kieler Umland sind die Preise soweit stabil geblieben. Auch hier gab es Steigerungen bei den Preisen für Eigentumswohnungen in mittleren (+ 6 %) und einfachen Lagen (+ 8 %).

„Zusammenfassend können wir
bestätigen, dass eine ungebrochene Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Mietwohnungen in den Städten besteht“, berichtet Ralf Colditz. „Allerdings wird nicht mehr jeder Preis gezahlt, weil das Budget bei vielen doch begrenzt ist. Bei den niedrigen Zinsen bleibt die Immobilie ein beliebtes Sparbuch. Garant für ein gutes Investment in Form einer immobilen Kapitalanlage ist vor allem eine professionelle Hausverwaltung, welche OTTO STÖBEN neben der Makler- und Gutachtertätigkeit auch bietet.“

Quo vadis Einzelhandel?

Im Bereich der Vermietungspreise zeigen sich bis auf einige Ausschläge wenig bzw. geringfügige Veränderungen – sowohl bei den Wohnungsmieten (für eine durchschnittliche Wohnung, nettokalt 70 m2, 3 Zimmer) als auch bei den diversen Gewerbeflächen.

Signifikante Änderungen konnten in Flensburg und Itzehoe verzeichnet werden. Auffällig waren die geringeren Vermietungspreise bei den Büroflächen in guter Lage (-  6  %) sowie bei den kleinen Ladenflächen in der Nebenzentrum 1a-Lage (- 11 %). In Itzehoe verbilligten sich die Vermietungspreise in folgenden Bereichen erheblich: Bei den Büroflächen in den einfachen Lagen um - 18  %, in den mittleren Lagen um - 7  % und bei den kleinen Ladenflächen in der 1b-Lage um sogar – 20 %. Einzig bei den großen Ladenflächen (> 100 m2) in der Nebenzentrum 1b-Lage in Itzehoe gab es eine Mietpreissteigerung von + 21 %.

Bei Fragen zur Auswertung:
gewerbe@stoeben.de

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