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Corona-Pandemie hinterlässt deutliche Spuren – auch bei den Gründen für einen Wohnsitzwechsel

Quelle: iStock

Seit dem Jahr 2006 ermittelt die Hans Schütt Immobilien GmbH bei ihren Mietern die Gründe für
Wohnungskündigungen. Nachdem letztes Jahr erstmals seit 2014 mit deutlichen 29 Prozent berufliche Gründe im Vordergrund standen den Wohnsitz zu wechseln, hat sich jetzt das Bild gewandelt.

Die Corona-Pandemie zeigt auch in diesem Bereich im ersten Halbjahr dieses Jahres deutliche Auswirkungen: Mit 30 Prozent hat die Mehrheit der kündigenden Mieter angegeben, dass es hierfür private Gründe gebe und in diesen Fällen häufig Trennungen von Lebenspartnern der Grund war.

Ulrike Beretta, Abteilungsleiterin Miethausverwaltung bei der Hans Schütt Immobilien GmbH: „Ausgangsbeschränkungen, fehlende soziale Kontakte, Homeoffice und gemeinsame Kinderbetreuung haben hier wohl ihren Tribut gefordert.“

30% kündigen aus privaten Gründen. Häufige Ursache: Trennung vom Lebenspartner.

Die beruflichen Gründe für einen Wohnortwechsel sind zwar an die zweite Stelle gerückt, sind mit 27 Prozent dennoch weiter stark vertreten. Ebenfalls mit 27 Prozent und damit auch auf Platz 2 ist der Grund sich zu vergrößern oder zu verbessern. „Hier sehen wir, dass der Shutdown auch dazu geführt hat, dass man sich der eigenen Umgebung stärker bewusst ist und diese verbessern möchte“, führt Beretta aus.
Die Wohneigentumsbildung ist deutlich auf 4 Prozent zurückgegangen (2019: 9 Prozent). Beretta: „Die hohe Nachfrage trifft nach wie vor auf ein zu geringes Angebot. Wir brauchen dringend mehr Wohnungsneubau in Kiel.“

Insgesamt beträgt die Fluktuationsrate für das erste Halbjahr 2020 8,13 Prozent. „Damit liegt sie weiterhin unverändert hoch und zeigt, dass in Kiel und seinem Umland ausreichend Wohnraum für einen Wohnungswechsel angeboten wird“, so Beretta abschließend.

www.schuett.de

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