15. Januar 2021
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Bundesweit hohe Nachfrage nach Wohneigentum – Wohnungspreise in Schleswig-Holstein dynamischer als in Hamburg
Der deutsche Wohnungsmarkt zeigt sich trotz Corona-Krise sehr stabil, das zeigt der aktuelle IVD-Wohnpreisspiegel 2020/2021. Der IVD Research hat dabei auf Basis von Daten aus dem ersten Halbjahr 2020 drei deutliche Trends ermittelt. Erstens: Die Mietpreise steigen bundesweit nur noch im Rahmen der Inflationsrate. Zweitens: Eigentümer können sich über einen deutlichen Wertzuwachs ihrer Wohnung beziehungsweise ihres Hauses freuen.






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Bundesweit hohe Nachfrage nach Wohneigentum –
Wohnungspreise in Schleswig-Holstein dynamischer als in Hamburg

• Bundesweite Preisdynamik bei Mieten und Kaufpreisen lässt etwas nach
• Wert von Einfamilienhäusern bundesweit plus 8,5 Prozent
• Eigentumswohnungen in Schleswig-Holstein plus 9,8 Prozent, in Hamburg plus 7,8 Prozent

Anika Schönfeldt-Schulz, Vorsitzende des IVD Nord

Der deutsche Wohnungsmarkt zeigt sich trotz Corona-Krise sehr stabil, das zeigt der aktuelle IVD-Wohnpreisspiegel 2020/2021. Der IVD Research hat dabei auf Basis von Daten aus dem ersten Halbjahr 2020 drei deutliche Trends ermittelt. Erstens: Die Mietpreise steigen bundesweit nur noch im Rahmen der Inflationsrate. Zweitens: Eigentümer können sich über einen deutlichen Wertzuwachs ihrer Wohnung beziehungsweise ihres Hauses freuen. Dies ist besonders bei Einfamilien- und Reihenhäusern der Fall. Drittens: Eigentumswohnungen verteuern sich in Schleswig-Holstein schneller als im Bundesdurchschnitt, in Hamburg etwas langsamer.

Die Werte für Bestandswohnungen mit mittlerem Wohnwert stiegen im bundesweiten Durchschnitt deutlich mit 7,5 % (2019: plus 8,3 %).
Der durchschnittliche Kaufpreis liegt aktuell bei rund E 2.330,– je Quadratmeter. In den Top-7-Städten fiel der Wertzuwachs mit 8,8 % weiterhin stärker aus als im bundesweiten Durchschnitt. Aber auch dort zeigt sich ein leichtes Abflachen der Preiskurve (2019: plus 10,4 %). Dagegen hat sich der bundesweite Wertzuwachs für Einfamilien­häuser erhöht. Im Bestand mit mittlerem Wohnwert stiegen die Preise um 8,5  % (2019: plus 6,6 %) auf E 417.000,– im bundesweiten Durchschnitt. Diese positive Entwicklung zeigt sich in diesem Jahr besonders in den Mittel- und Kleinstädten.

Bei den Wohnungsmieten (Bestandswohnungen) lag das bundesweite Plus bei 2,6 % (2019: plus 3,1  %). Das ist der schwächste Preisanstieg der vergangenen zehn Jahre. Im Durchschnitt beträgt die (Netto­kalt-) Miete pro Quadratmeter rund E 8,30.

„Der Wohnungsmarkt in Deutschland zeigt sich etwas weniger dynamisch als im Vorjahr, aber weiterhin sehr robust. Größere Corona-Effekte sind nicht festzustellen. Die hohe Kaufpreisdynamik belegt das anhaltend große Interesse nach Wohneigentum. Auffällig sind in diesem Jahr die positive Entwicklung bei Einfamil­ienhäusern und der Trend, vermehrt ins Umland ziehen zu wollen. Beides profitiert von der Corona-Krise. Junge Familien mit Kindern suchen sich mehr Freiraum und Sicherheit in den ländlicheren Regionen. Mit Homeoffice und flexibleren Arbeitsplatzmodellen erspart man sich Pendlerzeiten. Offensichtlich nimmt diese Verschiebung der Wohnungsnachfrage auch Druck von den Wohnungsmieten“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD.

Eigentumswohnungen in Schleswig-Holstein plus 9,8 %, in Hamburg plus 7,8 %

 

Eigentumswohnungen weisen in Schleswig-Holstein und Hamburg die stärkste Preisdynamik auf. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Bestandswohnung mit mittlerem Wohnwert stieg in Hamburg mit 7,8 Prozent und in Schleswig-Holstein mit 9,8 Prozent kräftiger als im bundesweiten Durch-schnitt. In Schleswig-Holstein gab es die stärksten Preisanstiege in den Mittelstädten Norderstedt (10,8 %), Flensburg (10,7 Prozent) und Quickborn (10,0 Prozent). Im Durchschnitt kostet eine Eigentumswohnung in Hamburg E 3.450,– pro Quadratmeter, rund 50 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt und rund 80 Prozent mehr als in Schleswig-Holstein
(E 1.930,– pro Quadratmeter).

Bei der Preisentwicklung von Einfamilienhäusern zeigt sich dagegen fast kein Unterschied zwischen den beiden Bundesländern. In Hamburg verteuerten sich Bestandshäuser mit mittlerem Wohnwert um 6,8 %, in Schleswig-Holstein um 7,3 %. Beide Werte liegen unter dem Bundesdurchschnitt. Allerdings unterscheiden sich die Preisniveaus sehr deutlich. In Hamburg ist ein Einfamilienhaus mit E 470.000 ,– rund 12 % teurer als im bundesweiten Durchschnitt, in Schleswig-Holstein dagegen mit durchschnittlich E 296.000,– rund 40 % günstiger.

Die Mieten in Schleswig-Holstein für Bestandswohnungen mit mittlerem Wohnwert entwickelten sich mit plus 3,2 % stärker als im Bundesdurchschnitt. Die höchsten Preisanstiege verzeichnen Lübeck mit 6,7 %, Kaltenkirchen mit 5,3 % und Norderstedt mit 4,6 %. Der Durchschnittsmietpreis in Schleswig-Holstein beträgt 7,90 Euro pro Quadrat-
meter. In Hamburg stagnierten
die Mietpreise fast mit lediglich 1,0  % Preisanstieg. Im Durchschnitt kostet eine Mietwohnung in Hamburg E 10,40 pro Quadratmeter.

„Der Immobilienmarkt trotzt der Corona-Krise. Eigentümer können sich in Schleswig-Holstein und Hamburg auch im Corona-Jahr 2020 über einen weiteren Wertzuwachs ihrer Wohnung beziehungsweise ihres Hauses freuen. Schleswig-Holstein verzeichnet derzeit eine starke Wohnungsnachfrage. Entgegen dem bundesweiten Trend steigen die Preise für Eigentumswohnungen in den beobachteten Städten dort schneller als für Einfamilienhäuser. Auch die Mieten ziehen leicht stärker an als im Bundesdurchschnitt. In Hamburg ist Wohneigentum trotz der bereits hohen Preise weiterhin sehr nachgefragt“, sagt Anika Schönfeldt-Schulz, Vorsitzende des IVD Nord.

 

Quelle: www.ivd-nord.de

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