Neuer Heizspiegel zeigt: Heizen mit Heizöl wird wieder teurer

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Neuer Heizspiegel zeigt: Heizen mit Heizöl wird wieder teurer

Berlin, 10. Oktober 2018. 790 Euro – so hoch waren die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung mit Erdgas-Zentralheizung im vergangenen Jahr. Während in energetisch guten Häusern 520 Euro gezahlt wurden, mussten Bewohner von energetisch schlechteren Wohnungen 1.110 Euro zahlen. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2018, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online heute im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ veröffentlicht hat.

Verbraucher können auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de kostenlos prüfen, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen. Der Heizspiegel-Flyer ist ab Mitte Oktober bundesweit bei vielen Mietervereinen sowie Städten und Gemeinden erhältlich.

 

Prognose: Heizen mit Heizöl teurer als mit Erdgas

Die Heizkosten haben sich im vergangenen Jahr je nach Energieträger uneinheitlich entwickelt. In einer 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Heizöl-Zentralheizung sind die Kosten wegen höherer Heizöl-Preise im Schnitt um 85 Euro gestiegen – auf 750 Euro pro Jahr. In einer Wohnung mit Erdgasheizung sanken die durchschnittlichen Kosten auf 790 Euro (minus 20 Euro). Bei Fernwärme waren es 895 Euro (minus 35 Euro).

Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in diesem Jahr fortsetzen: Bewohner von ölbeheizten Häusern müssen aufgrund steigender Preise wahrscheinlich mit 8 Prozent Mehrkosten rechnen. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten um etwa 3 Prozent sinken. Damit würde das Heizen mit Heizöl seinen Kostenvorteil verlieren und wieder teurer sein als das Heizen mit Erdgas.

Sanierungsstand: wichtigster Faktor für Heizkosten und Klimaschutz

Der Heizspiegel macht deutlich: Die Entwicklung der Energiepreise ist für die Heizkosten zwar auf den ersten Blick relevant – wesentlich wichtiger ist jedoch der Sanierungsstand eines Hauses.

„Der Sanierungsstand ist der meistunterschätzte Faktor für Heizkosten. In einem energetisch schlechteren Haus sind die Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch wie in einem energetisch besseren Haus“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Auch die CO2-Emissionen sind in besser sanierten Gebäuden deutlich geringer.“ In einem energetisch besseren Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung entstehen in einer 70-Quadratmeter-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 Tonnen klimaschädliches CO2 durchs Heizen. In einem energetisch schlechteren Gebäude sind es 4,1 Tonnen. Um diesen CO2-Unterschied zu kompensieren, müssten rund 200 Bäume gepflanzt werden.

Mieterbund: Mieter können Heizkosten senken

Die Höhe der Heizkosten hängt maßgeblich vom Witterungsverlauf, dem Sanierungsstand des Hauses, aber auch vom konkreten Verbrauchsverhalten der Mieter ab. Das bestätigt Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten: „Der Heizspiegel gibt Mietern einen Überblick über die Verbräuche und Heizkosten des eigenen Wohngebäudes. Online können Sie sogar ihre eigene Wohnung vergleichen und herausfinden wie hoch ihr persönliches Sparpotenzial ist. Viele Mieter können durch ein anderes Verhalten ihre Heizkosten deutlich senken – ohne auf Komfort zu verzichten.“

Rechner für Heizkosten
und Tipps zum Sparen

Mit einem kostenlosen Heizkostenrechner erfahren Mieter und Eigentümer auf www.heizspiegel.de, wie ihre Wohnung oder ihr Haus bei Heizkosten und Heizenergieverbrauch abschneidet. Außerdem finden sie dort zahlreiche Tipps zum Senken ihrer Heizkosten.

www.co2online.de

Weitere Daten und Hintergründe aus dem Heizspiegel

Was ist die „durchschnittliche Wohnung“?

Als durchschnittliche Wohnung wird eine 70 Quadratmeter große Wohnung bezeichnet, die in einem 501 bis 1.000 Quadratmeter großen Mehrfamilienhaus liegt. Sofern nicht anders bezeichnet wird sie zentral mit Erdgas beheizt.

Wie hoch waren die ­durch­schnittlichen ­Heizkosten 2017?

In der durchschnittlichen Wohnung zahlten die Bewohner mit Erdgasheizung 2017 im Schnitt rund 790 Euro. In Wohnungen mit Heizöl-Heizung waren es etwa 750 Euro, bei Fernwärme rund 895 Euro. Andere Energieträger wie Strom oder Biomasse werden nur in etwa elf Prozent aller Haushalte genutzt. Deswegen sind sie bisher nicht Teil der Heizspiegel-Auswertung.

Prognose: Welche ­Heizkosten sind für das Abrechnungsjahr 2018 ­
zu erwarten?

In erdgas- und fernwärmebeheizten Gebäuden werden die Heizkosten 2017 voraussichtlich um etwa 3 Prozent sinken. Bewohner von Häusern mit Heizöl-Heizung müssen mit einem Anstieg der Heizkosten um 8 Prozent rechnen.

Wie wird die Prognose
für 2018 berechnet?

Die Prognose für 2018 berücksichtigt wetterbedingte Veränderungen und die Entwicklung der Energiepreise. Die Temperaturen in der Heizperiode 2018 werden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 3,7 Prozent höher sein. Die mittleren Energiepreise entwickeln sich aus aktueller Sicht unterschiedlich: Bei Erdgas und Fernwärme dürften die Preise 2018 durchschnittlich um 1,5 Prozent sinken, bei Heizöl um rund 13 Prozent steigen.

Welchen Einfluss haben die Emissionswerte ­­der Energieträger auf die CO2-Emissionen eines Gebäudes?

Die Energieträger Erdgas, Heizöl und Fernwärme haben unterschiedliche CO2-Emissionswerte.­ Das heißt: Pro Kilowattstunde (kWh) erzeugter Energie entstehen je nach Energieträger unterschiedlich viele Kilogramm (kg) klimaschädliches CO2.

• Erdgas: 0,25 kg/kWh
• Heizöl: 0,319 kg/kWh
• Fernwärme: 0,261 kg/kWh

Heizöl-Heizungen schneiden hier also vergleichsweise schlecht ab. Hinzu kommt, dass ölbeheizte Häuser im Schnitt älter sind als Häuser mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung. Deshalb haben sie oft einen vergleichsweise hohen Verbrauch.

Wie wird die Spanne der ­Heizkosten berechnet?

Die Spanne der Heizkosten ergibt sich aus einem Vergleich der Heizspiegel-Kategorien „niedrig“ und „zu hoch“. Dabei werden die in der jeweiligen Kategorie angegebenen Kosten pro Quadratmeter mit 70 multipliziert (70 Quadratmeter beträgt die Größe der durchschnittlichen Wohnung). Für das Abrechnungsjahr 2017 ergeben sich folgende Spannen:

• Erdgas: 520 bis 1.110 Euro
• Heizöl: 520 bis 1.040 Euro
• Fernwärme: 620 bis ­
1.380 Euro

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Aktuelle Stichprobe zeigt: Vier von fünf Heizkosten- Abrechnungen enthalten Mängel oder Auffälligkeiten

Bei vier von fünf Heizkostenabrechnungen gibt es Auffälligkeiten oder Mängel. Das zeigt eine Stichprobe, bei der die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online rund 100 aktuelle Heizkostenabrechnungen von Finanztip-Lesern geprüft hat. Zudem wird in mehr als der Hälfte der Häuser deutlich mehr Heizenergie verbraucht als nötig. So entstehen unnötig hohe CO2-Emissionen und Kosten.

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Tipps zum Reduzieren der Heizkosten

Wer als Mieter oder Hauseigentümer seine Energiekosten senken will, sollte den Auftakt der Heizsaison nutzen. Rund 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts entfallen auf die Heizung.

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Ohne Vermietungsmakler geht es nicht

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Ohne Vermietungsmakler geht es nicht

Carsten Stöben, geschäfts­führender ­Gesellschafter der OTTO STÖBEN GmbH

Seit über 3 Jahren ist nun das Bestellerprinzip in Kraft, das am 01. Juni 2015 im Rahmen des Mietrechtsnovellierungsgesetzes beschlossen wurde. Das Bestellerprinzip schreibt vor, dass derjenige, der den Makler bestellt, auch die Kosten übernehmen muss. Im Zuge dessen brach der Markt für Vermietungsmakler vorübergehend ein, da viele private Vermieter es vorzogen, sich selbst um die Vermietung ihrer Objekte zu kümmern, um die Maklergebühren einzusparen.

Nach und nach haben die Wohnungseigentümer ihre eigenen, häufig leidvollen Erfahrungen mit der Selbstvermietung machen müssen. Vielen wurde inzwischen bewusst, was alles bei der Vermietung eines Objektes beachtet werden muss und dass sich die vermeintliche Kostenersparnis oft als Trugschluss herausstellte.

Neben dem Kostenfaktor erweist sich für viele Immobilienbesitzer auch der immense Zeitfaktor als Ausschlusskriterium für eine Selbstvermietung. Die Nachfrage nach Wohnraum ist so groß, dass allein schon die Bewältigung der vielen Anfragen eine Heraus­forderung ist. Nach Veröffentlichung einer Vermietungsanzeige laufen nicht selten Anrufe und E-Mails in hohem zweistelligen Bereich auf. Des Weiteren müssen die Besichtigungstermine koordiniert und absolviert sowie im Anschluss unter anderem die Bonität der potentiellen Mieter geprüft werden. Wichtig ist auch ein rechtlich sicherer Mietvertrag, die Beachtung des Mietenspiegels oder der örtlichen Mietpreisbremse. Nicht jeder private Vermieter ist hier fachlich kompetent.

Häufig ist der Vermieter auch nicht ortsansässig. Ihm fehlen dann die näheren Kenntnisse über das Objekt, die Ortsumgebung und die Mieterstruktur. Ein regional agierender Makler kann hier mit einer professionellen Betreuung zuverlässiger den passenden Mieter finden.

Trotz der hohen Präferenz nach Wohnraum kann es nach problematischen Mietverhältnissen zu längeren Leerständen kommen, welche dann finanzielle Einbußen nach sich ziehen, genauso wie ausbleibende Mietzahlungen.

Die Beauftragung eines Vermietungsmaklers erweist sich somit unter dem Strich als eine lohnende Investition – nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für das eigene Zeitmanagement und Nervenkostüm.

„Schon 2017 konnten wir nach Einführung des Bestellerprinzips wieder einen deutlichen Anstieg der Aufträge von privaten Vermietern verzeichnen“, berichtet Carsten Stöben, geschäftsführender Gesellschafter der OTTO STÖBEN GmbH. „Und im Vergleich zum letzten Jahr stieg der Auftragsbestand an Wohnungen von Privatauftraggebern um sage und schreibe 153 %.“

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Wird wieder beliebter: Das Wohnen auf dem Land

Der Zuzug vieler Menschen in die Städte – wie er in den vergangenen Jahren stattgefunden hat – hat sich bereits abgeschwächt. Der Wohnraummangel und die hohe Nachfrage in den Stadtzentren hat dazu geführt, dass die Speckgürtel der Städte in den Fokus der Wohnungssuchenden gerückt sind. Doch auch Dank der Digitalisierung ist inzwischen das weitere Umland gefragt. Denn Arztbesuche, Einkäufe und Arbeit können auch online von Zuhause erledigt werden.

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ImmoNord – Die neue Messe für Wohnimmobilien

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, oder eine zum Kauf sucht, dem schwirren viele, viele Fragezeichen im Kopf herum. Wie finanziere ich den Kauf? Was muss ich juristisch bedenken? Wann ist der beste Zeitpunkt zum Kauf? Lohnt sich ein Verkauf? Diese und weitere Fragen klärt das neue Messekonzept der inRostock GmbH – die erste ImmoNord.

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29. Baumesse RoBau

Rostock – Bauherren aufgepasst!
Wenn Sie in nächster Zeit vorhaben, Ihr neues Zuhause zu planen oder es vielleicht fertig stellen wollen, dann sind Sie auf der RoBau, Mecklenburg-Vorpommerns größter Landesbauausstellung und den Parallelmessen ImmoNord sowie Wohnideen & Lifestyle an der richtigen Adresse.

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Anwaltskanzlei im historischen Packhaus

Seit Juni 2018 hat die Kanzlei Brameshuber ihren Sitz im historischen Packhaus in der Hollesenstraße 15 in Rendsburg. Bevor die beiden Rechtsanwälte Dietmar und Stephan Brameshuber ihre neuen Büroräume an der Untereider beziehen konnten, mussten diese aufwendig renoviert werden. Das Ergebnis ist eine gelungene Kombination aus alten und modernen Elementen, die eine angenehme Atmosphäre schaffen, eindrucksvoll unterstrichen durch verschiedene Objekte eines im Haus ansässigen Künstlers.

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FlämingBau

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FlämingBau

Messe für HAUS, ENERGIE und UMWELT
für den Landkreis Teltow-Fläming
10. + 11. November 2018, Fläminghalle Luckenwalde

Im aktuellen Landkreis-Ranking von Focus-Money liegt Teltow-Fläming zum wiederholten Male auf Platz 1 in den neuen Bundesländern. Über die dabei bewertete Wirtschaftskraft hinaus zeichnet sich der Landkreis durch attraktive Bau- und Wohnmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Ansprüche und eine hervorragende Infrastruktur mit sehr guter Anbindung nach Potsdam und Berlin aus. Für Bau- und Ansiedlungswillige ist dieses Gebiet in der Metropol­region Berlin-Brandenburg hochinteressant.

In Anbetracht komplexer Angebote und stetig steigender Preise für das Bauen, Wohnen und den Immobilienkauf wird es für Bauherren und solche, die es werden wollen, für Hausbesitzer, Modernisierer, Energiesparer und Fachleute immer wichtiger, sich vor geplanten Maßnahmen möglichst umfassend zu informieren und Angebote zu vergleichen. Eine erstklassige Gelegenheit dafür bietet die FlämingBau – Messe für HAUS, ENERGIE und UMWELT, am 10. und 11. November in der Fläminghalle, direkt neben der Flämingtherme Luckenwalde. Nirgendwo sonst als auf einer Messe ist die unverbindliche Kontaktaufnahme zu vielen verschiedenen Anbietern effektiver. Darüber hinaus stehen hier kompetente Ansprechpartner unterschiedlicher Fachrichtungen für individuelle Problemlösungen bereit.

Das hochwertige Besucherfachprogramm mit wertvollen Tipps unabhängiger Experten zum Wohnen, Bauen und Energiesparen bietet einen zusätzlichen Mehrwert für das Messepublikum. Kostenfreies Parken, ein einladendes Messe­restaurant und kostenfreie Kinderbetreuung gehören zum Standard der Messe.

Nach dem großen Erfolg der Erstauflage mit über 70 vertretenen Unternehmen und knapp 3.000 Besuchern im vergangenen Jahr sind wieder viele Bau-, Handwerks- und Vertriebsunternehmen gemeldet. Bis auf weiteres sind Anmeldungen zur Messeteilnahme noch möglich.

Ausführliche Informationen und die Anmeldeunterlagen zur Messe sind unter
www.messe-brandenburg.de
bzw. beim Veranstalter
js messe consult unter
E-Mail: info@messe-brandenburg.de oder
Tel.: 03338 359 69 85 erhältlich.

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Wohnführerschein für alle Mieter

Themen > Bauen & Wohnen

Wohnführerschein für alle Mieter

Michael Borchert, Immobilienkaufmann in der Hausverwaltung der OTTO STÖBEN GmbH

Fällt der Begriff „Führerschein“, kommt vielen zuerst der gesetzlich vorgeschriebene Autoführerschein und eventuell noch der Hundeführerschein in den Sinn. Den wenigsten ist bekannt, dass es auch die Möglichkeit gibt, freiwillig einen sogenannten Wohn- oder Mietführerschein zu erwerben.

Etliche Städte, Institutionen und Wohnungsunternehmen bieten inzwischen Seminare an, in denen vor allem junge Menschen, Flüchtlinge und auch Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen alles Wichtige rund um die Wohnungssuche und über die Rechte und Pflichten eines Mieters erfahren können.

Die inhaltlichen Themen dieser Seminare sind vielfältig und reichen von der Wohnungsbewerbung über die Finanzen bis hin zu Pflege und Renovierung sowie zum harmonischen Zusammenleben in der Hausgemeinschaft. Für viele junge Menschen vor dem Bezug einer eigenen Wohnung und auch für Flüchtlinge gestaltet sich das „erste“ Wohnen schwierig, weil sie es entweder noch nicht kennen bzw. das Wohnen, so wie es hier üblich ist, erst kennenlernen müssen. Unkenntnis macht sich hier vor allem in hohen Betriebskosten und einem hohen Verschleiß des technischen und wohnlichen Inventars bemerkbar.

Wichtige Inhalte der Wohnführerschein-Seminare sind u. a. das energieeffizente Heizen und Lüften, das richtige Reinigen einer Wohnung, das Anschließen elektrischer Gerätschaften wie zum Beispiel einer Waschmaschine und vieles mehr, insbesondere auch handwerkliche Anleitungen. Weitere Punkte befassen sich mit rechtlichen Aspekten des Mietvertrages und der Hausordnung. Am Ende des Seminars wird eine Prüfung abgelegt und der erfolgreiche Bewerber erhält ein Zertifikat.

„Ein Wohnführerschein bietet eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, betont Michael Borchert, Immobilienkaufmann in der Hausverwaltung bei OTTO STÖBEN. „Kann der potenzielle Mieter solch einen Wohnführerschein vorweisen, zeigt er, dass er sich mit der Materie ernsthaft auseinandergesetzt hat. Für ihn steigen somit die Chancen, auf dem mitunter hart umkämpften Wohnungsmarkt eine Wohnung zu erhalten.“

Die Vorteile für den Vermieter liegen auf der Hand: Ist der Mieter kompetent, entstehen weniger Probleme sowohl im Mietverhältnis zum Vermieter als auch im Verhältnis zu den Nachbarn, ganz zu schweigen von einem besseren Zustand der Wohnung. Dies wiederum bedeutet eine zeitliche und finanzielle Entlastung für den Vermieter und auch eine geringere Mieterfluktuation sowie weniger Leerstand.
Michael Borchert: „Was wir in der Hausverwaltung bezüglich des Wohnungszustandes und der Unkenntnis über rechtliche Vorgaben alles so erleben, lässt einem mitunter die Haare zu Berge stehen. Vieles könnte vermieden werden, wenn sich die Mieter im Vorfeld mit dem Wohnen auseinandersetzen würden. Dies betrifft aber nicht nur junge Menschen und Flüchtlinge, das beobachten wir quer durch die Mieterschaft. Ein Wohnführerschein wäre somit für alle Mieter sehr wünschenswert!“

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Baukindergeld – Geschenktes Geld
vom Staat optimal einsetzen

Tücken im Detail beachten

Barbara Hlubek, Finanzierungs­spezialistin TGI

Seit Mitte September ist es nun endlich so weit, das neue Baukindergeld kann für den erstmaligen Erwerb oder Neubau von selbstgenutztem Wohneigentum beantragt werden, wenn die Einkommensgrenzen eingehalten werden und mindestens ein kindergeldberechtigtes Kind unter 18 Jahren im Haushalt lebt. Pro Kind 12.000 € können schon ein förderpolitisches Schwergewicht sein und die Eigentumsquote beflügeln, aber gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. In unserer Beratungspraxis sehen wir leider auch viele enttäuschte Gesichter, wenn die Tücken im Detail offensichtlich werden. Wer frühzeitig klein mit Eigentum angefangen hat und jetzt mit Familienzuwachs ein größeres Heim braucht, wird enttäuscht – diese Familien bekommen leider kein Stück vom Förderkuchen ab. Der förderberechtigte Haushalt hat meist zwei Probleme, die zusammen auftreten und den Eigentumswilligen das Leben schwer machen: zu wenig Eigenkapital und ein knappes Haushaltsbudget für die Finanzierungsraten. Hier hilft das Baukindergeld nur bedingt.

Die immens gestiegenen Erwerbsnebenkosten mit den Kostentreibern Grunderwerbsteuer und Maklercourtage ist für viele junge Familien eines der drängendsten Probleme – das mühsam Angesparte ist meistens schon dafür weg. Als zusätzliche Eigenkapitalspritze kann das Baukindergeld leider nicht mit eingeplant werden, da die Beantragung erst nach Einzug in das neue Objekt möglich ist. Und dann heißt es erst einmal warten bis zur ersten Auszahlung, voraussichtlich ca. ein Jahr. Das Baukindergeld wird dann jährlichen in einer Summe ausgezahlt – nur Schade, dass die Banken monatlich die Raten einziehen. Da passt etwas nicht zusammen. Also auch hier keine so richtige Entlastung für das monatliche Familienbudget. Immerhin wird das Baukindergeld über 10 Jahre gezahlt und das ist schon eine Aufbauhilfe für die ­Familie. Aber was passiert nach den 10 Jahren, wenn das Fördergeld ausläuft? Nehmen wir das beliebte KfW Wohneigentum Darlehen als Beispiel, das von vielen Familien genutzt wird. In der Standardvariante ist das erste Anlaufjahr tilgungsfrei. Hier passt die nachschüssige jährliche Auszahlung ganz gut, die dann für die monatliche Ratenzahlung genutzt werden kann. Bis zum Ablauf der Zinsbindung nach 10 Jahren eine deutliche Erleichterung der Haushaltslage. Aber dann kann es zu bösen Überraschungen kommen. Ist dann die Tiefzinsphase vorbei und wir haben wieder einen Zinssatz von vielleicht 5 %, kommt zum Wegfall der Förderung auch noch eine Erhöhung der Monatsrate um ca. 60 € dazu – ein doppelt negativer Effekt für die Haushaltskasse!

Gut beraten ist, wer die Förderung langfristig eingesetzt hat und nicht schon in den ersten 10 Jahren verfrühstückt hat. Das geeignete Mittel dazu ist das solide Bausparkonto. Die jährlichen Zahlungen des ­Baukindergeldes dienen hier zur Ansparung des Bausparkontos. Mit dem angesparten Betrag und dem bereits jetzt zinsgesichertem Bauspardarlehen lösen Sie nach 10 Jahren das KfW-Darlehen ab. Ihr Vorteil: eine konstante günstige Monatsrate über die gesamte Laufzeit mit 100 % Sondertilgungsmöglichkeit nach 10 Jahren und keine bösen Überraschungen in Form von Zinserhöhungen.

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