Robert – arbeitet fleißig, effizient und denkt sogar mit!

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Robert – arbeitet fleißig,
effizient und denkt sogar mit!

Wer glücklicher Besitzer eines Mähroboters ist, weiß um die vielen Vorteile im Gegensatz zum Rasenmähertrecker oder auch den herkömmlichen Rasenmähgeräten. Diese Erfahrung konnte auch die Kundin Frau Schröder von Arndt Motorgeräte aus Kiel machen, wie sie dem IMMOBILIENMARKT berichtet. Für sie ist Ihr „Robert“, wie sie Ihren fleißigen Helfer liebevoll nennt, inzwischen nicht mehr aus ihrem Garten wegzudenken.

Bis vor 2 Jahren wurde der Rasen ihres eigenen 2.500 m² großen Grundstückes ausschließlich mit einem Rasenmähertrecker gestutzt. Bei der Grundstücksgröße war das mit viel Zeit verbunden, zudem erzeugt so ein Gefährt eine gewisse Lautstärke und schluckt auch noch Benzin. Alles triftige Gründe, sich für ein elektronisches Schaf, genannt Mähroboter, zu entscheiden.

Robert hat seinen Stall, sprich seine Ladestation, an der Nordwand des Hauses. „Die Verlegung der Führungsdrähte am Rasenrand ging ruckzuck,“ freute sich Frau Schröder, „und die Rasenfläche bliebt dabei absolut unbeschädigt.“ Robert arbeitet ohne zu Murren leise schnurrend rund um die Uhr, fährt selbständig zu seinem Stall zurück, um sich dort mit Futter in Form von Strom zu versorgen, und startet dann erneut zum Mäheinsatz.

„In einer Trockenperiode“, erinnert sich die Kundin, „verweigerte Robert strikt die Arbeit. Alles gute Zureden nützte nichts.“ Ausgehend davon, dass ihr Mähroboter kaputt ist, rief sie aufgebracht Herrn Arndt an. Dieser erklärte ihr, dass Robert durch seine Programmierung eigenständig entscheidet, ob die Fläche gemäht werden muss. Er könne ihn selbstverständlich umprogrammieren, sie solle aber bedenken, dass die Rasenfläche bei längerer Sonneneinstrahlung ohne Regen schnell verbrennt. Ihr Robert war also nicht krank oder gar bockig. Ganz im Gegenteil, äußerst aufmerksam ist ihr kleiner Gartenhelfer.

Amüsiert erzählt die Kundin weiter: „Spaziergänger, die eigentlich kommen, um die Boote auf dem Fluss hinter meinem Haus zu beobachten, widmen ihre Aufmerksamkeit nur noch Robert, sobald sie ihn entdeckt haben. Er ist inzwischen so etwas wie ein kleines Familienmitglied geworden. Und damit Robert nicht weg kommt, ist er sozusagen gechipt, mit einer Diebstahlsicherung.“

Von ihrem Robert will sich Frau Schröder nicht mehr trennen: „Er arbeitet immer zuverlässig, hat nur geringe Inspektionskosten und versorgt sich selbst. Ich habe einen dauerhaft gepflegten Rasen und jede Menge gewonnene Freizeit. Eine Beratung direkt bei Arndt Motorgeräte kann ich nur empfehlen. Es lohnt sich!“

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Alt-Treptow – Malerische Altbauten aus der Kaiserzeit kombiniert mit moderner Architektur

Themen > Regional & Historisch

Alt-Treptow – Malerische Altbauten aus der Kaiserzeit kombiniert mit moderner Architektur

Malerische Altbauten aus der Kaiserzeit, gemütliche Häuser aus den 1920er Jahren, herrschaftliche Stadtvillen und moderne Stadtbauten: Wer durch die Straßen Alt-Treptows flaniert, bekommt ein stilvolles und zugleich abwechslungsreiches Stadtbild zu sehen. Die Kombination aus beeindruckenden Altbauten und spannenden Neuentwicklungen zeichnet diesen Berliner Bezirk aus.

Die Treptowers, das weithin sichtbare Wahrzeichen des Bezirks zwischen Spree und Elsenbrücke, repräsentieren mit ihrer gläsernen Fassade die moderne Seite Treptows. Die 30 Meter hohe Skulptur „Molecule Man“ von Jonathan Borofsky, die direkt vor den Treptowers in der Spree in­stalliert wurde, symbolisiert mit ihren drei Teilen wiederum die Schnittstelle der Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg und Treptow.

Während Alt-Treptow früher als Industriestandort bekannt war, leben heute Visionäre und Kreative in den denkmalgerecht sanierten Gebäuden und machen das Quartier bunt und außergewöhnlich: Die Hallen der ehemaligen Landmaschinenfabrik Gebrüder Beermann sind als Arena Berlin für Veranstaltungen bekannt und beliebt. Im Industriekomplex Lohmühlen-/Kiefholzstraße südlich der grünen Lohmühleninsel haben sich junge Firmen für Kommunikationsdesign angesiedelt.

Die sehr spezielle Mischung aus Altbauten – teilweise mit industrieller Prägung – und viel Wasser und Grün gibt Alt-Treptow sein Gesicht und lässt einen schnell vergessen, dass man sich noch immer inmitten Berlins befindet. Der Treptower Park ist die grüne Lunge des Bezirks und lädt zu Spaziergängen am Wasser und zum Erholen auf seinen Wiesen ein. Wer die Natur und Ruhe zu schätzen weiß, und doch gern zentral wohnt, wird Alt-Treptow lieben.

Inmitten dieser familiären, grünen und ruhigen Atmosphäre im Südosten der Berliner Innenstadt im Juwel des Bezirks in Alt-Treptow entsteht außerdem ein Wohnkomplex, der zeitgemäßes Wohnen neu definiert: die Bouchégärten. Die innovative Wohnanlage bietet Eigentumswohnungen mit individualisierbaren Grundrissen und viel Gestaltungsfreiraum, parkähnlichen Hofgärten und eine prägnante Fassaden-Architektur.

Neben der Natur und dem Park punktet Treptow mit weiteren Freizeitmöglichkeiten: Am Treptower Hafen starten zahlreiche Bootstouren durch die Stadt oder die Re­gion, während in den Räumlichkeiten der Arena Berlin unterschiedlichste Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Yoga-Kurse stattfinden. Das Badeschiff, ein an der Spree gelegenes Schwimmbad, bietet in der Sommersaison ein unvergleichliches Badeerlebnis mitten in der Stadt. Auch das pulsierende Berliner Nachtleben ist nur einen Katzensprung entfernt: Die lebendigen Bezirke Kreuzberg, Friedrichshain sowie Neukölln mit beliebten Bars und Clubs befinden sich gleich um die Ecke.

Besonders attraktiv ist die Wohnlage für Familien: sechs Kindergärten, zwei Grundschulen, eine Privatschule und viele Spielplätze schaffen eine perfekte Infrastruktur für den Nachwuchs. Mit sechs Supermärkten und einem großen Bio-Supermarkt sind die täglichen Besorgungen problemlos und zeitsparend im Kiez zu erledigen. Die zahlreichen Restaurants und Cafés rund um die Karl-Kunger-Straße sorgen in nächster Nachbarschaft für ein kulinarisch vielseitiges Angebot und bieten beliebte Treffpunkte.

Die geplante Anbindung an die A 100 direkt am Treptower Park bietet einen hervorragenden Anschluss an den mittleren Straßenring und an die A 113. Sie führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Erreichbarkeit des zukünftigen Flughafens BER sowie zu komfortablen Verbindungen nach Dresden, Cottbus oder Frankfurt/Oder.

(Quelle: www.bouchegaerten.de)

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Wird wieder beliebter: Das Wohnen auf dem Land

Der Zuzug vieler Menschen in die Städte – wie er in den vergangenen Jahren stattgefunden hat – hat sich bereits abgeschwächt. Der Wohnraummangel und die hohe Nachfrage in den Stadtzentren hat dazu geführt, dass die Speckgürtel der Städte in den Fokus der Wohnungssuchenden gerückt sind. Doch auch Dank der Digitalisierung ist inzwischen das weitere Umland gefragt. Denn Arztbesuche, Einkäufe und Arbeit können auch online von Zuhause erledigt werden.

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GetiSafe – Zusammen ist man weniger allein

Themen > Bauen & Wohnen

GetiSafe – Zusammen ist man weniger allein

Die neue kostenlose App gegen Einbruch und Diebstahl

Wolfgang Tietjen,
Geschäftsführer der Getifix GmbH
MMOBILIENMARKT: Herr Tietjen, Sie sind Geschäftsführer der Getifix GmbH in Bremen. Der Schwerpunkt Ihres Franchise-Unternehmens liegt eigentlich in der Bausanierung, speziell im „gesunden Wohnen“. Ihre bundesweit vertretenen Fachbetriebe sorgen für trockene, schimmelfreie und warme Wände und Häuser sowie für ein gutes Raumklima. Was hat Sie nun dazu veranlasst, eine App entwickeln zu lassen, die zum einen die Nachbarschaft wieder enger zusammenschweißt und zum anderen mehr Sicherheit für das eigene Haus bietet?

Wolfgang Tietjen: Vor zwei Jahren bin ich selbst Opfer eines Einbruchs geworden. Leider konnte man mich erst später darüber informieren, da ich mich nicht in Deutschland aufgehalten habe und unsere Nachbarn unsere Telefonnummer nicht zur Hand hatten. Ich wollte eine Lösung dafür finden, wie sich Nachbarn in solchen und in anderen Fällen gegenseitig besser unterstützen können. Ich wünschte mir ein Instrument, das den Menschen die Möglichkeit gibt, schnell zu reagieren, ­Hilfe zu holen, sich zu solidarisieren und gegenseitig zu informieren.

So eine Vernetzung schafft Stärke: Man kann etwas tun und fühlt sich im besten Falle nicht so hilflos und den Geschehnissen ausgeliefert. In dieser sehr schnellen Zeit, in der Einbrecher und organisierte Banden immer erfinderischer und dreister werden, ist ein gewisses Sicherheitsgefühl und der Zusammenhalt der Nachbarn untereinander sehr wichtig.

IMMOBILIENMARKT: Wie funktioniert Ihre neue App und was macht sie so besonders?

Wolfgang Tietjen: Alle Anwohner der Nachbarschaft, die sich beteiligen möchten, tauschen unter­einander eine ihnen zugewiesene Chiffre-Nummer aus, sodass jeder mit jedem verbunden ist. Die Chiffre-Nummern verhindern, dass sich Unbefugte Zutritt zu dem jeweiligen Netzwerk verschaffen können. Das Prinzip ist sehr einfach gestaltet und funktioniert ähnlich wie ein Messenger. Über die sogenannte Push-Meldung können sich Nachbarn gegenseitig warnen, wenn sie etwas Verdächtiges in ihrer Nähe bemerken.

Ausgangssituation: Ein Nachbar beobachtet vielleicht jemanden, der während meiner Abwesenheit über mein Grundstück läuft und die teuren Gartenmöbel davonschleppt. Meine Nachbarn wissen aber, dass ich gar nicht da bin und über GetiSafe habe ich sie auch nicht darüber informiert, dass jemand kommt, um die Gartenmöbel abzuholen. Erstens können meine Nachbarn mir sofort eine Nachricht schicken und nachfragen oder zweitens direkt die Polizei alarmieren.

Über die GetiSafe-App kann sich jeder unter: www.getisafe.de informieren. Über diese Seite gelangt man auch zu den Seiten, über die man sich die App auf sein Smartphone herunterladen kann.

IMMOBILIENMARKT: Welche Erfahrungswerte haben Sie bisher gesammelt? Gab es in der Vergangenheit eine Situation, in der sich die App für Ihre Nachbarschaft bewährt hat?

Wolfgang Tietjen: Absolut! Im vergangenen Jahr haben Brandstifter in Bremen mehrere Autos in Brand gesteckt. Als ich die Nachricht über GetiSafe erhielt, dass bei einem meiner Nachbarn ein Auto aus dem Carport gestohlen wurde, ist mir fast das Herz stehen geblieben. Mir fiel ein, dass ich kurz vor unserer Abreise in den Urlaub unseren Wagen vollgetankt hatte, um Kondenswasser-Bildung im Tank zu vermeiden, und ihn wie immer in unserem Carport abgestellt hatte. Und dieses befindet sich direkt an unserem Haus.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte jemand den Wagen in Brand gesteckt. Ich habe deshalb unseren Sohn gebeten, den Wagen anderweitig unterzubringen. Über die App konnte ich außerdem sofort alle meine Nachbarn darüber informieren, dass der Wagen nicht gestohlen wurde, sondern dass mein Sohn ihn abgeholt hatte.

Ergänzend möchte ich erwähnen, dass die GetiSafe-App ein aktiver Einbruchschutz und eine solidarische Hilfe ist. Die App allein reicht natürlich nicht aus. Dauerhaft heruntergelassene Jalousien oder wochenlang keine Beleuchtung sind Auffälligkeiten, die zum Einbruch förmlich einladen. Nachbarn sollten zu unterschiedlichen Zeiten Bewegung ins Haus bringen, z. B. das Licht ab und an einschalten oder auch längere Zeit brennen lassen.

IMMOBILIENMARKT: Herr Tietjen, Sie selbst sind kein Softwareentwickler und haben die App in Auftrag gegeben. So eine Entwicklung ist nicht ganz kostengünstig, je nach Umfang der Anforderungen an eine App. Sicher fragen sich unsere Leser, warum ein Geschäftsmann, der ein erfolgreiches Franchise-Unternehmen auf die Beine gestellt hat, eine App für Nachbarschaftshilfe entwickeln lässt, um ein stärkeres Sicherheitsgefühl zu vermitteln und diese dann wiederum kostenlos zum Download anbietet. Warum bieten Sie die App gratis an?

Wolfgang Tietjen: Das kann ich ganz einfach beantworten. In den vergangenen 50 bis 60 Jahren hat sich sehr viel verändert. Nachbarschaft damals ist nicht mehr vergleichbar mit der Nachbarschaft von heute. Schaut der Nachbar heute aus dem Küchenfenster in einen anderen Garten, heißt es sofort: „Der neugierige Nachbar mal wieder!“. Aus Angst, diesen Stempel aufgedrückt zu bekommen, kümmert sich heute jeder nur noch um sich selbst und interessiert sich nicht mehr für seinen Nachbarn.

Aber die Statistiken der vergangenen Jahre zeigen: Die Einbrüche nehmen zu. Häufig sind es organisierte Diebesbanden, die ganz gezielt vorgehen und möglichst nichts dem Zufall überlassen. Daher ist erhöhte Achtsamkeit so wichtig. Wenn ich weiß, was in meiner Nachbarschaft normalerweise vorgeht, kann ich auch reagieren, wenn etwas Ungewöhnliches passiert.

Auch wenn GetiSafe zum gegenseitigen Einbruchschutz entwickelt wurde, dient die App aber ebenfalls dazu, bei persönlichen Notfällen oder in besonderen Situationen die Nachbarn um Hilfe zu bitten. Damit reicht die App weit über die virtuelle Nutzung hinaus – hinein ins reale Leben.

Neben Informationen und Tipps zum Einbruch- und Betrugsschutz gibt es über die App Hinweise zu gesundem Wohnen.

IMMOBILIENMARKT: Apps müssen ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden. Wird GetiSafe künftig doch Geld kosten, wenn Neuerungen anstehen?

Wolfgang Tietjen: Auf keinen Fall. Die Weiterentwicklung steht natürlich auf der Tagesordnung. Für mich hat die App noch eine tiefergehende Aufgabe: Nachbarn sollen sich wieder mehr umeinander kümmern.

Die App allein verhindert natürlich keine Einbrüche, aber man kann schneller reagieren, wenn der Eine mit auf das Haus des Anderen achtgibt.

IMMOBILIENMARKT: Herr Tietjen, vielen Dank, für die Vorstellung Ihrer Geti-Safe-App.

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Die Teilung von Immobilien – Wann es noch Vorteile bringt

Eine zu große Immobilie ist für viele Menschen im Alter oft eine Belastung. Zwar kann sie altersgerecht umgebaut werden, aber zu viel Platz hat man dann trotzdem noch. Eine mögliche Lösung hierfür ist die Teilung der Immo­bilie. So entsteht ein neuer, unabhängiger Wohnbereich für zum Beispiel Familienmitglieder oder Fremdmieter – in jedem Fall ein Nutzen für den ungenutzten Platz.

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Fünf gute Gründe für Wohneigentum

Wohnen in den eigenen vier Wänden – das ist für viele Menschen in Europa selbstverständlich. In Norwegen bewohnten 80 Prozent der Eigentümer ihre Wohnungen selbst. In Tschechien, Spanien und Italien lag der Anteil nur wenig darunter. In Deutschland dagegen liegt der Anteil selbstgenutzten Wohneigentums bei lediglich 45 Prozent. Dabei ergab eine SPIEGEL-Umfrage unlängst, dass 84 Prozent der Deutschen ein Eigenheim der Mietwohnung vorziehen. „Die Deutschen sehnen sich nach norwegischen Wohnverhältnissen. Doch viele zögern, den Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen. Dabei sind die Bedingungen für den Eigentumserwerb nach wie vor gut“, sagt Kerstin Huth, Vorsitzende des IVD-Regionalverbandes Berlin-Brandenburg.

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Stubenhocker statt Sonnenanbeter

Aufstehen, der erste Kaffee, ab ins Büro, mittags kurz ins Restaurant oder die Kantine, Training im Fitnessstudio, danach noch zum Supermarkt und dann auf die Couch. Dass in einem solchen Alltag der Aufenthalt im Freien zu kurz kommt, ist eigentlich kein Wunder.

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Der Immobilienmarkt in Flensburg

Themen > Regional & Historisch

Der Immobilienmarkt in Flensburg

Ein Interview mit Dr. Peter Schroeders, Fachbereichsleiter der Stadt Flensburg für Entwicklung und Innovation.

Die WiREG (Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig mbH), blickt auf ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2015 zurück. 

54 neue Unternehmen haben sich in Flensburg angesiedelt und etwa 150 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Ansässige Betriebe planen Vergrößerungen oder Ausbau Ihrer Unternehmen, wodurch ein weiterer Zuwachs an neuen Mitarbeitern und somit auch Neuzugang der Wohnungssuchenden in Flensburg entstehen wird. Wie macht sich der Zulauf in der Immobilienwirtschaft bemerkbar?

Dr. Peter Schroeders,
Fachbereichsleiter der Stadt Flensburg für Entwicklung
und Innovation, seit 1991 im Amt.

IMMOBILIENMARKT: Herr Dr. Schroeders, wie sieht derzeit der Wohnungsmarkt in Flensburg aus? Wie können Angebot und Nachfrage abgedeckt werden?

Dr. Schroeders: Wir merken seit etwa einem halben Jahr, dass der Markt angespannt ist. Wenn wir Projekte auf den Weg bringen, sind die Wohnungen innerhalb kürzester Zeit vermietet bzw. auch verkauft. Vor allem im hochpreisigen Segment, ist das wirklich sagenhaft. Das wirkt sich so aus, dass wir auch anlagesuchendes Kapital haben. Die Zinsen am Kapitalmarkt sind sehr niedrig und auch Kleinanleger suchen Anlagen, um ihr Geld zu platzieren. Das hat natürlich auch Nachteile, weil die Baupreise dadurch nach oben gehen. Wenn die Nachfrage steigt, gehen die Baupreise hoch und das führt dann wiederum dazu, dass wir an unsere Vermarktungsgrenzen stoßen. In dieser Thematik liegt, meiner Meinung nach, auch ein bisschen Überhitzung. In dem Moment wo die Zinsen wieder richtig steigen, ist das Erwachen meistens groß. Diese Wohnungen sind plötzlich völlig überteuert und bergen gewisse Risiken. Zwar ist es momentan nicht spürbar, weil wir sehr günstige Finanzierungskonditionen haben, dennoch sind wir froh, dass die großen Projekte soweit alle verkauft sind. Und ich hoffe, dass in 5 bis10 Jahren, wenn die Darlehen umgeschichtet werden, die Eigentümer das noch gut bewältigen.

IMMOBILIENMARKT: In welche Richtung bewegt sich der Trend der Wohnungssuchenden – klein aber fein oder doch eher groß mit viel Platz?

Dr. Schroeders: Der Trend geht zum mehrgeschossigen Haus in kleinen Einheiten bis maximal 200 Wohneinheiten an einem Ort. Das hängt ab von den Grundverhältnissen und vom Umfeld. Wir haben einige Projekte im Bau derzeit: Zum Beispiel das Projekt am Wasserturm in Flensburg, dieses Bauprojekt wird von vier Partnern getragen. Das ist zum einen der Selbsthilfe Bauverein, der dort auch Mietwohnungsbau anbietet; zum anderen ein örtlicher Projektentwickler: die Bauplan Nord; dann noch die Firma Höft als Bauunternehmen und die Kieler Wohnungsbaugenossenschaft WOGE, die sich zusammengeschlossen haben und dieses Projekt gemeinsam stemmen.

IMMOBILIENMARKT: Wenn Altes – Neuem weichen muss – Gibt es für 2016/2017 alte, historische Gebäude, die saniert werden oder die sogar neuen Projekten weichen müssen?

Dr. Schroeders: Wir haben da ein ganz interessantes Projekt mit dem Selbsthilfe Bauverein, das ist das Wohngebiet Fruerlund. Dort sind viele Häuser und Wohnungen abgebrochen worden, die in den 50er und 60er Jahren, mit bescheidenen Mitteln, aufgebaut wurden. Es waren durchaus stabile Mietverhältnisse darin, aber die äußeren Standards entsprachen den heutigen in keinster Weise mehr. Zum Teil waren Toiletten auf einem Treppenpodest und auch die Bausubstanz war problematisch.

Alles sehr schwierig, da hat sich der Selbsthilfe Bauverein entschieden, diese Siedlung abzureißen und neu aufzubauen. Das ist Stadterneuerung in einem positiven und radikalen Sinn. Eine Sanierung hatte hier keinen Zweck mehr, weil man die Grenzkosten mit einbeziehen muss, unter den Betrachtungen: Was nützt es, wenn ich in diese Wohnung noch investiere, aber die Deckenhöhe von 2,20 m bleibt und das einfach zu wenig ist? Das ist ein abgeschlossenes Projekt, wo Bund / Land und Stadt sich mit Städtebaufördermitteln beteiligt haben. Hier wurden u. a. der Stadtteilpark und bestimmte Erschließungsanlagen gefördert.

Ein weiteres Beispiel: Gegenüber der IHK Flensburg wurde eine alte Möbelhalle abgebrochen, die in Richtung Südstadt lag. Hier hat sich ein Investor gefunden, der 30 Wohnungen zur Vermietung im hochpreisigen Segment erstellt hat. Solche Projekte laufen einfach gut in Flensburg.

IMMOBILIENMARKT: Welche neu geplanten und aktuellen Bau-Projekte stehen im Fokus?

Dr. Schroeders: Sehr hochwertiger Wohnungsbau in einer gemischten Struktur – also Stadthäuser und Geschossbauten haben im Januar 2016 begonnen mit einer sehr schönen Lage. Dann haben wir die Alte Gärtnerei, wo wir auch ein neues Projekt starten – an der Straße nach Glücksburg raus. Da entsteht ein Projekt mit 190 Wohneinheiten. Ein weiteres größeres Bauprojekt haben wir jetzt gerade abgeschlossen, mit dem Flensburger Arbeiter Bauverein an der Kanzleistraße. Dort sind ca. 100 Wohnungen entstanden. Und so haben wir eine ganze Reihe von Projekten, die sehr erfolgreich sind.

Ein vielleicht noch ganz interessantes Projekt in der Nordstadt, im Schwarzenbachtal: Dort haben wir mit unserem Sanierungsträger Grundstücke zusammengekauft, sodass wir jetzt zusammenhängende Flächen besitzen und 300 bis 500 Wohneinheiten errichten können. Wir erproben hier über Qualitätswettbewerbe, unter den Beteiligungen von Investoren, Bauträgern und Architekten, in einem Zeitraum von 1 bis 2 Jahren 500 weitere Wohnungen zu entwickeln.

IMMOBILIENMARKT: Können Sie uns in Zahlen sagen, wie hoch der Leerstand von Wohnimmobilien in Flensburg derzeit ist?

Dr. Schroeders: Der tendiert im Moment gen Null. Es gibt einige Immobilien die nicht besetzt sind, diese stehen allerdings planmäßig leer. Wir haben so gut wie keinen Leerstand.

IMMOBILIENMARKT: Bedeutet das, wenn jemand hier in Flensburg einen Arbeitsplatz einnimmt, hat er es schwer, einen entsprechenden Wohnraum zu finden?

Dr. Schroeders: Es gibt immer noch eine Fluktuationsreserve; der eine zieht aus, der nächste zieht ein. Man spricht aber von einem ausgeglichenen Wohnungsmarkt, wenn der Leerstand nicht größer ist als 2 %. Aber es ist ja eigentlich gar kein Leerstand, sondern eine Fluktuationsreserve. Irgendwie muss ich ja auch umziehen können, damit ich meine Wohnung wiederum frei mache, damit ein anderer in meine Wohnung einziehen kann. Im Durchschnitt steht eine Wohnung maximal 4 Wochen leer bevor sie an den nächsten vermietet wird. In der Zwischenzeit wird diese entsprechend neu aufbereitet und somit gibt es keinen Leerstand in dem Sinne.

IMMOBILIENMARKT: Wie gehen die Flensburger mit dem starken Zustrom von Asylbewerbern um? Wie schlägt sich die Unterbringung der Flüchtlinge auf den Wohnungsmarkt in Flensburg aus? Und wie gestalten sich die anfänglichen Unterbringungsmöglichkeiten?

Dr. Schroeders: Asylbewerber, die bereits einen Asylantrag gestellt haben, werden in einigen dezentralen, kleinen Siedlungen untergebracht. Die, wie ich finde, recht attraktiv sind. Sie haben eine klare, räumliche Integration, mit einer sehr guten Infrastruktur. Kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, mit guten Anbindungen an Bus und Bahn. Allerdings ist das etwas, was temporär angelegt ist, da die Abwicklung der Asylanträge sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Grundsätzlich verfügt Flensburg über eine sehr ausgeprägte Willkommenskultur. Andererseits haben wir auch gemerkt, dass die Integrationssysteme irgendwie an ihre Grenzen stoßen. Dennoch gibt es eine Grundbereitschaft unserer Wohnungsbauakteure, den Wohnungsbau anzukurbeln. Da wird nicht mehr unterschieden, zwischen Flüchtlingen und Nicht-Flüchtlingen. Wenn jemand den Status von anerkanntem Asyl hat, dann tritt derjenige genauso auf dem Wohnungsmarkt auf, wie jeder andere auch. Über Vermietungskonzepte muss man probieren, eine gute Hausgemeinschaft hinzubekommen. Aber auch bedenken, dass die großen Massen noch auf uns zukommen, denn die meisten warten immer noch darauf, dass ihre Asyl-Anträge anerkannt werden.

Langfristig werden folgende Hauptfaktoren eine wichtige Rolle in der Integration spielen: Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt und natürlich die Bildung.

Wohnungsinvestition schafft Arbeitsplätze, schafft Wertschöpfung usw. Das hängt auch vom ökonomischen Kreislauf ab, der durch Zuwanderung oft angekurbelt wird. Das wird leider oft verkannt. Von daher glaube ich, dass da immer noch große Chancen sind, auch für den regionalen Arbeitsmarkt. Man muss erreichen, dass diese Menschen an der Wertschöpfungskette in irgendeiner Form teilnehmen können, in der Zukunft vor allem durch Arbeit.

IMMOBILIENMARKT: Wie sehen Sie mittelfristig die Gesamtentwicklung von Wirtschaft und Immobilienwirtschaft in Flensburg?

Dr. Schroeders: Für eine mittelständige Stadt, wie Flensburg es mit 90 TSD Einwohnern ist, sehe ich die Entwicklung sehr positiv. Natürlich haben wir hier nicht so einen Boom wie in den Metropolstädten, wo ein wesentlich größerer Prozess von Wirtschaftsaktivitäten, Bauaktivitäten und Forschungen stattfindet. Flensburg ist eine Stadt, die trotz dem, dass sie ein wenig im Windschatten dieser Metropolen steht, durchaus eine eigene Perspektive hat. Diese wird sich auf einem mittleren Niveau konsolidieren. Das ist für Flensburg sehr gut, weil es positiv ist, wenn die Dinge nicht so schnell gehen, sondern ganz in Ruhe und stetig eine Entwicklung vollziehen können. Insoweit glaube ich, dass die Stadt Flensburg als solides Oberzentrum im deutsch/dänischen Raum, eine sehr gute Perspektive für werthaltige Immobilien haben wird. Das gilt sowohl für den gewerblichen Bereich als auch für den Wohnbereich – vielleicht sind nicht solche Renditen zu erwirtschaften, wie in den Metropolstädten, aber dafür gibt es eine solide Basis.

In den nächsten 5 Jahren brauchen wir etwa 6.000 Wohnungen in Flensburg. Wir versuchen das, mit all der uns zur Verfügung stehenden Kraft, zu ermöglichen. Dabei sind wir auf den Schulterschluss mit den Wohnungsbauinvestoren angewiesen. Immerhin haben wir es geschafft, dass sich aktuell ungefähr 1.000 Wohnungen im Bau befinden. Und wenn die Projekte, die wir jetzt gerade schmieden, im nächsten halben bis dreiviertel Jahr umgesetzt werden, sind es sogar 2.000 Wohnungen.

Was ganz eindeutig feststellbar ist, ist, dass wir einen Wechsel verzeichnen: Weg vom Einfamilienhaus und hin zur Wohnung im Geschossbau. 

Jetzt sind wir eindeutig in einer Phase, wo wir im Schwerpunkt auf verdichteten Geschosswohnungsbau abzielen. Rückblickend betrachtet, sind das seit den 60er und 70er Jahren immer Wellenbewegungen gewesen. Es gibt natürlich Diskussionen, damit nicht dieselben Fehler gemacht werden, wie in den 70er Jahren, z. B. mit den Großwohnanlagen. Deswegen setzen wir sehr stark auf kleinere, dezentrale Einheiten.

IMMOBILIENMARKT: Wie hoch ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Flensburg?

Dr. Schroeders: Im sozialen Wohnungsbau beginnen wir mit 5,20 EUR je m2 und im freifinanzierten Bereich, wenn man auf Neubauwohnungen schaut, liegen wir bei 9 bis 10 EUR. Der Eigentumsmarkt ist relativ teuer, da die Nachfrage nach Eigentumswohnungen sehr hoch ist und da noch ein hohes Anlagebedürfnis vieler privater Anleger hintersteht, die ihre Erbschaften umsetzen möchten. Da gehen die Quadratmeterpreise hoch auf 2.500 bis 2.800 EUR und teilweise sogar über 3.000 EUR oder höher.

IMMOBILIENMARKT: Vielen Dank, Herr Dr. Schroeders, für das Interview.

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Der Zuzug vieler Menschen in die Städte – wie er in den vergangenen Jahren stattgefunden hat – hat sich bereits abgeschwächt. Der Wohnraummangel und die hohe Nachfrage in den Stadtzentren hat dazu geführt, dass die Speckgürtel der Städte in den Fokus der Wohnungssuchenden gerückt sind. Doch auch Dank der Digitalisierung ist inzwischen das weitere Umland gefragt. Denn Arztbesuche, Einkäufe und Arbeit können auch online von Zuhause erledigt werden.

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Eigener Strom – nicht nur vom Hausdach

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Eigener Strom – nicht nur vom Hausdach

www.solarcarporte.de

Wenn mal wieder eine Stromnachzahlung ins Haus flattert oder der örtliche Stromanbieter über eine Preiserhöhung informiert, wünscht sich so mancher Eigenheimbesitzer mehr Unabhängigkeit vom Netzbetreiber.

Eine gute Lösung, um den eigenen Strom zu erzeugen, sind Solaranlagen – und es ist viel unkomplizierter, als viele glauben.

Der Fokus liegt hierbei in erster Linie auf dem ökonomischen Mehrwert. Der auf diese Weise selbst gewonnene Gleichstrom aus den Solarmodulen wird durch einen Wechselrichter in Wechselspannung umwandelt und danach in das Stromversorgungsnetz einspeist. Nicht benötigter Strom wird für später gespeichert. Auf den gespeicherten Strom hat der Privatbetreiber 20 Jahre Garantie auf die Nutzung. Überschüsse werden gegen eine Vergütung in das örtliche Stromnetz eingespeist. Die jährlichen Stromkosten sinken somit und gleichzeitig ist die Investition in solche Anlagen KfW-Bank förderfähig. Diese Förderung amortisiert sich in der Regel spätestens nach 10 bis 12 Jahren. Langfristig finanzieren sich die Solaranlagen durch Einsparung der Stromkosten von Fremdanbietern über die Jahre selbst.

Allgemein bekannt sind die mehr oder weniger großen Solarfelder auf den Dächern der Häuser. Zusätzlich gibt es aber auch kleinere, optisch ansprechende Lösungen für Carports und Terrassen. Hier kann das Design der Solaranlage der gesamten Optik des Hauses angepasst werden, indem Sonnenschutz und Stromerzeugung kombiniert werden, ohne z. B. den Innenraum oder die danebenliegenden Räume zu sehr zu verdunkeln. In Verbindung mit den Solarzellen können mittels der Sonneneinstrahlung unter anderem durch die erzeugten Licht- und Schattenspiele spektakuläre Effekte auf der Terrasse gezaubert werden.

Lassen Sie sich von einem Team aus Zimmerern, Tischlern und Dachdeckern beraten und entwerfen Sie gemeinsam Ihre Oase der Entspannung oder das kleine, solarbedeckte Häuschen für den flotten Flitzer, ganz nach Ihren Vorstellungen und Wünschen. Ein besonderes Plus: Wer bereits mit einem Elektrofahrzeug ausgestattet ist, hat außerdem noch einen Riesenvorteil – eine eigene Stromtankstelle im Carport kann jederzeit nachgerüstet werden, sodass Sie Ihr Fahrzeug direkt vor der Haustür aufladen können – mit der eigenen erzeugten Sonnenenergie.

Ihr Fachmann vor Ort berät Sie gern bei der Planung und für die Umsetzung!

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